WDVS: Rätsel und Wunder
:: Ein Beweis-Rätsel (04.2005)
:: Ein Bilder-Rätsel (12.2004)
:: Ein Dämmwunder (12.2004)
:: Ein Rechen-Rätsel (2005)
:: Ein Öko-Rätsel (03.2005)
Das Beweis-Rätsel (tausendfache Belege)
wird uns auch vom Fachverband WDVS geliefert, hierzu ein Zitat des
Schreibens des Geschäftsführers vom 25.01.2005 an Herrn S. aus B. auf sein
Schreiben vom 04.12.2004:
"... Mit den tausendfachen Belegen meinte ich, dass mehr als
600.000.000 qm funktionierende WDV-Systeme mehr als genug Beweis sind.
Selten aber werden energetische Sanierungsmaßnahmen im Einzelverfahren
angewendet. Dagegen sprechen sowohl die EnEV als auch beispielsweise die
Förderprogramme der KfW, die nur Kopplungsmaßnahmen berücksichtigen (siehe
die 5 Maßnahmepakete des CO2-Gebäudesanierungs-programmes). Daher hat sich
die Wissenschaft darauf geeinigt, dass insgesamt durch energetische
Sanierung rund 62% Energie eingespart werden kann. Die Zusammensetzung der
einzelnen Potenziale entspricht der beiliegenden Darstellung von ZDF
WISO."
1. Das Beweis-Rätsel:
Mit den "tausendfachen Belegen" handelt es sich wohl um die Belege der
Wirksamkeit? Eigentlich wird hier in überschäumender Bescheidenheit
untertrieben, denn eigentlich handelt es sich doch um millionenfache
Belege. Aber was belegen die Belege? Die Wirksamkeit von WDVS (worum sonst
soll es auch gehen?) oder allein die Erfolge von Lobbyarbeit, Propaganda
und Werbung? Und wer garantiert uns, dass die verlegten m2 auch alle
funktionieren? Funktionieren kann ein WDVS nur, wenn es trocken ist und in
der Praxis auch seinen Rechenwert der Dämmleistung erreicht - ist das
immer und überall der Fall? Nehmen wir einen Fall aus der Vergangenheit
zum Vergleich: was belegen die bis zum Zeitpunkt des Verbotes
verarbeiteten Tonnen Asbest und die Millionen m2 asbesthaltiges Material?
Da hat uns der Fachverband aber wieder ein gehöriges Rätsel aufgegeben.
Wofür sind die Millionen verarbeitete m2 WDVS Beleg?
2. Der DIMaGB-Kommentar:
Eins stimmt: "selten ... werden energetische Sanierungsmaßnahmen im
Einzelverfahren angewendet", was eine hervorragende Möglichkeit bietet,
wirtschaftliche und unwirtschaftliche Maßnahmen zu kombinieren um dann in
der Summe alles als wirtschaftlich hinzustellen. Das kennt man von den
Hurraberichten zur energetischen Sanierung bei den Berliner
Wohnungsbaugesellschaften in der inzwischen abgeebbten Sanierungswelle der
90er.
Der Hinweis auf die gekoppelten Maßnahmen ist nicht unberechtigt. Die WDVS
an sich sind oft so unwirtschaftlich, dass sich deren Einsatz selbst nach
EnEV (§16) und erst recht nach EnEG (§5) verbieten würde. Im Maßnahmepaket
lassen sich wirtschaftliche und unwirtschaftliche Maßnahmen, die zudem
unterschiedlich effektiv sind, gut verrühren, so dass am Ende eine
beeindruckende Bilanz herauskommt.
Übrigens steckt noch ein Rätsel indem obigen Zitat: wer um Gottes willen
ist "die Wissenschaft", die sich auf solch eine unsinnige
kann-Formulierung geeinigt haben soll? Und warum sind es nicht 54% oder
61%? Oder gar nur 35% oder 21% bei nur WDVS?
Fragen über Fragen, Rätsel über Rätsel.
Teillösung:
Hier erfahren Sie, was das zitierte ZDF dazu zu sagen hat:
"So viel lässt sich sparen:
Wärmeschutzfenster 6 Prozent
Dachdämmung 14 Prozent
Außenwandisolierung 21 Prozent
Kellerdeckendämmung 7 Prozent
Neuer Heizkessel 12 Prozent ..." |
"...
Das macht rund 60 Prozent Ersparnis bei den Heizkosten pro Jahr, wenn
modernisiert wird."
hier der Link für ganz Neugierige:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,2220248,00.html
Allerdings werden Sie den Hinweis auf "die Wissenschaft" vergeblich
suchen.
ergänzt 02.07.2005

Schnappschuss 1 von der Internetseite des FV WDVS vom 28.04.2005
Zitat 2:
"Bei der Verwendung von Wärmedämm-Verbundsystemen kann sich bei Ein- oder
Zweifamilienhäusern eine Heizkosten-Ersparnis von bis zu 60 % ergeben."
Kommentar:
es kann aber auch viel, viel weniger sein. Und mit der Frage, ob es
überhaupt so viel sein kann, beschäftigen wir uns mit dem
Rechen-Rätsel zum Dämm-Wunder.

Vergrößerung von Schnappschuss 1

Schnappschuss 2 von der Internetseite des FV WDVS vom 28.04.2005
Zitat 3:
Die 3-Minuten Info-Tour zum Thema „Heizkosten einsparen“.
...
Jetzt erhalten Sie einen Einblick, wie Sie beim Bau, Renovierung oder
Sanierung eines Gebäudes bis zu 60% Heizkosten einsparen können.
...
Mit Hilfe moderner Heizungstechniken und fortschrittlicher
Wärmeschutzmaßnahmen lässt sich viel Heizenergie einsparen.
Besondere Bedeutung kommt dabei dem Wärmeschutz der äußeren Gebäudehülle
zu.
...
Ein Beispiel
Wenn die Fassade eines älteren Gebäudes einen neuen Anstrich nötig hat,
dann empfiehlt sich die Renovierung inklusive Wärmedämm-Verbundsystem.
Schließlich stehen die Fixkosten für Gerüst- und Renovierungsarbeiten
sowieso an.
Ein Einfamilienhaus aus den 60er Jahren mit etwa 150 m2 Wohnfläche
benötigt
jährlich 3.400 m3 (bzw. 34.000 kWh) Gas. Zieht man davon den
Warmwasserverbrauch von etwa 4.000 kWh (4 Personen à 1.000 kWh) ab,
bleiben 30.000 kWh für die Beheizung übrig. Bezogen auf die Wohnfläche
ergibt sich ein Heizenergieverbrauchskennwert von 200.
Der Heizenergieverbrauch kann langfristig von heute 30.000 auf 10.000 kWh
pro Jahr (-66%) gesenkt werden. Damit ergibt sich bei energiesparendem
Nutzerverhalten ein Heizenergieverbrauchskennwert von 71.
Die klimaschädlichen Kohlendioxidemissionen (CO2) verringern sich von etwa
6 auf 2 Tonnen pro Jahr.
Kommentar:
Nicht ungeschickt, wie hier "moderner Heizungstechniken" und
"fortschrittlicher Wärmeschutzmaßnahmen" verquickt werden. Immerhin ist es
doch verlockend, 66% einzusparen. leider bleibt hier offen, wie man die
66% einspart, d.h. nur mittels WDVS oder unter Hinzuziehung moderner
Heizungstechnik. Da unklar bleibt, wie hoch der jeweils der Anteil der
Kosten und der Nutzeffekte ist, bleibt auch unklar, warum "dem Wärmeschutz
der äußeren Gebäudehülle" ein "besondere Bedeutung" zukommt.
Fragen über Fragen, Rätsel über Rätsel.
Mal sehen, ob und irgendwann "die Wissenschaft" hier weiter hilft.
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Ein Bilderrätsel

Fotos: FV
WDVS
Ganz oben, das ist die Vorlage, ein Einfamilienhaus aus den 60ern, vor und
nach der Anbringung eines WDVS. Um ein paar Details erkennen zu können,
wurden die Bilder zunächst auf 200% vergrößert. Danach wurden die Bilder
gleich bearbeitet: Kanäle getrennt in RGB- bzw. HSL, konvertiert in
Graustufen, im Schwellenwert verändert, invertiert. Dadurch werden die
Details unterschiedlich betont.
Unterschiede erkennt man am Schattenwurf, d.h. die Bilder
wurden scheinbar zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen. Man sollte
annehmen, dass ca. 2 Wochen zwischen den Aufnahmen liegen, denn ein WDVS
kann man nicht in 1-2 Tagen anbringen. Wie aber kommt es dann, dass die
Büsche, Bäume und Sträucher auf beiden Bildern identisch strukturiert
sind? Selbst die Rasenstruktur ist scheinbar identisch und auffällige
Wolkendetails erkennt man (zufällig?) auf beiden Bildern an ein und
derselben Stelle. Wunder über Wunder,
Zufälle über Zufälle.


Jetzt nun die Rätselfrage:
woran erkennt man, dass dieses Gebäude mit einem WDVS versehen wurde?
-
am Dachüberstand?
-
an der Größe der Fensteröffnungen?
-
an den Leibungstiefen der Fenster?
-
am Sockelüberstand?
-
an den gemauerten Fenstereinfassungen der Traufseite?
-
am Abstand zwischen Torbogen und Außenwandkante Giebel?
-
an der Firstlänge des Vordaches?
Und hier die Sonderrätselfragen:
-
Wie lässt es sich meteorologisch oder astronomisch
erklären, dass der Schatten in der unteren rechten Ecke des linken
Bildes in einer auffallenden Geraden bis ans Haus heran verläuft, ohne
dass die Oberfläche der Heckenreihe im Schatten liegt?
-
Wie lässt sich der auffällige Unterschied im
Schattenwurf im Eingangsbereich erklären?
-
Wie lässt sich der auffällige Unterschied im
Schattenwurf des Regenrohres erklären?
-
Handelt es sich gar um eine Neuauflage der Broschüre
"Bauherren angeschmiert" aus 1999?
Fragen über Fragen, jedoch keinerlei Behauptungen. Zudem
ist die Quelle genannt, inhaltliche Auseinandersetzung mit dem
angeschnittenen Thema ist erwünscht. Alle sind eingeladen, zur Lösung des
Bilderrätsels beizutragen. Für Ihre Zuschrift:

DIMaGB.de
12.2004
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Ein Dämmwunder
Das Ziel der EnEV besteht in der
Reduzierung des Jahres-Primärenergiebedarfs QP = (Qh
+ QW) x eP
QP =
Jahres-Primärenergiebedarf
Qh = Jahres-Heizwärmebedarf
QW = Zuschlag für Warmwasser
eP = Anlagenaufwandszahl
Durch eine Dämmmaßnahme wird im
Wesentlichen nur der Jahres-Heizwärmebedarf Qh beeinflusst. Der
setzt sich zusammen aus dem spezifischen Transmissionswärmeverlust HT,
dem spezifischen Lüftungswärmeverlust sowie den solaren und internen
Gewinnen.
Durch eine Dämmmaßnahme wird nur der
spezifische Transmissionswärmeverlust beeinflusst, allerdings nur der
Anteil aus der Wandfläche. Das leuchtet jedem ein: mit einer Wärmedämmung
verändert man nur den U-Wert der Außenwand, die U-Werte von Sohle, Dach
und Fenstern bleiben davon unberührt.
Also ist lediglich UAW
(bezogen auf die bekannte Fläche AAW ) in der Formel für den
spezifischen Transmissionswärmeverlust als die einzige veränderte Größe
anzusehen. Bei linearer Umrechnung sei der Logik gefolgt: wenn ich den
U-Wert durch ein WDVS verbessere, verringere ich proportional den
Energieverlust aus Transmission durch die Außenwand.
Beispiel: man verringert den U-Wert der
Außenwand um 50% - dann verringern sich die Transmissionswärmeverluste
durch die Außenwand um 50%. Das ist über den Daumen gerechnet, weil in der
U-Wert-Formel der innere und der äußere Übergangswiderstand mit gerechnet
werden und weil in der Formel für HT einen Anteil von 0,05 A
beinhaltet.
Aber das können wir getrost vernachlässigen. Denn andere rechnen noch viel
großzügiger, wie uns das folgende Beispiel zeigt. Zitat:
„Wenn die Fassade eines älteren Gebäudes
einen neuen Anstrich nötig hat, dann empfiehlt sich die Renovierung
inklusive Wärmedämm-Verbundsystem. … Ein Einfamilienhaus aus den 60er
Jahren mit etwa 150 m2 Wohnfläche benötigt jährlich 3.400 m3 (bzw. 34.000
kWh) Gas. Zieht man davon den Warmwasserverbrauch von etwa 4.000 kWh (4
Personen à 1.000 kWh) ab, bleiben 30.000 kWh für die Beheizung übrig. …
Der Heizenergieverbrauch kann langfristig von heute 30.000 auf 10.000 kWh
pro Jahr (-66%) gesenkt werden.“
Quelle: Internetseite des Fachverbandes WDVS (Link)
– eine Kopie liegt beim Autor.
Fragestellung: Um wie viel % muss ich den
U-Wert der Außenwand verbessern, damit der Heizwärmebedarf um x %
verringert werden kann? Ausgangsdaten: x = -66%. Dazu zwei lustige
Bildchen, nach deren Vergleich man sich fragen darf, wie dünn denn
eigentlich gedämmt wurde.
|
D H(T) = |
-66% |
|
|
Fl.anteil AW |
D U soll |
|
|
35% |
-189% |
> -100% ! |
|
40% |
-165% |
> -100% ! |
|
45% |
-147% |
> -100% ! |
|
50% |
-132% |
> -100% ! |
|
55% |
-120% |
> -100% ! |
|
60% |
-110% |
> -100% ! |
|
65% |
-102% |
> -100% ! |
|
70% |
-94% |
|
|
75% |
-88% |
|
|
80% |
-83% |
|
|
85% |
-78% |
|
|
90% |
-73% |
|
Tabelle 1: Übersicht zur Relation von
D U soll bezogen auf den Flächenanteil der
Außenwand
|
D H(T) = |
-66% |
|
Fl.anteil AW |
D U soll |
|
66% |
-100% |
|
67% |
-99% |
|
68% |
-97% |
|
69% |
-96% |
|
70% |
-94% |
|
71% |
-93% |
|
72% |
-92% |
|
73% |
-90% |
|
74% |
-89% |
|
75% |
-88% |
Tabelle 2: wie Tabelle 1, jedoch in
kleineren Schritten
Legende:
Fl.anteil AW = Flächenanteil der Außenwände an der Wärme abgebenden Fläche
(Hüllfläche)
D U soll = der erforderliche Wert der
U-Wert-Änderung als Funktion des Außenwandflächenanteils
D H(T) = der Ihnen suggerierte Einsparwert
des Heizenergieverbrauchs (siehe Zitat)
Was sagen uns die beiden Tabellen? Man
muss den U-Wert der Außenwand um 99% verbessern, wenn man bei einem
Flächenanteil der Außenwand von 67% auf den Zielwert
D H(T) = -66% kommen will. Oder: man muss den
U-Wert der Außenwand um 88% verbessern, wenn man bei einem Flächenanteil
der Außenwand von 75% auf den Zielwert
D H(T) = -66% kommen will.
Das ist reine Mathematik. Das einzige
Problem: der Anteil der Außenwand kann bei dem Einfamilienhaus gar nicht
über 50% betragen. Das ist reine Geometrie. Und den U-Wert kann man nicht
um 100% und mehr verbessern. Das ist reine Bauphysik.
Bei dem abgebildeten Haus kann man
schätzen: Grundfläche = 8 x 11 m, Traufhöhe = 3,5 m und Firsthöhe = 8,5 m.
Dann kommt man auf ca. folgende Flächen: Sohle = 88 qm, Dach = 141 qm,
Fenster = 43 qm, Wand = 130 qm, gesamt = 402 qm Wärme abgebende
Hüllfläche, Außenwandanteil = 32%.
Machen Sie sich Ihren eigenen Reim
darauf. Auch bei 40% oder 50% Flächenanteil der Außenwand ist das noch ein
Humbug (siehe Tabelle 1).
DIMaGB.de, 12.2004
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Hoch giftig und doch "ökologisch"?
Was bedeutet "ökologisch"? Ein Begriff wird so oft benutzt, bis keiner
mehr weiß oder hinterfragt, was er eigentlich bedeutet. Weitere Worthülsen
sind z.B. "nachhaltig" - bei den meisten Verwendungen des Begriffes
scheint es offenbar nur darum zu gehen, den Verbraucher nachhaltig hinters
Licht zu führen.
14 Fragen zum Dämmstoff-Recycling, die
unbeantwortet blieben, zeigen uns z.B., dass man hierzulande die
Freiheit haben darf, hervorragende Ökobilanzen für Baustoffe und
-systeme ausstellen zu dürfen, ohne den Stoffkreislauf zu Ende zu
betrachten. Ist es etwa ökologisch, wenn am Ende die Halde oder die so
genannte "thermische Verwertung" steht? Aber auch dafür lassen sich
Worthülsen und Definitionen finden, um das schnöde Verbrennen oder das Auf-Halde-Kippen dem Recycling zuzuordnen.
Gern wird mit der energetischen Amortisation hausieren gegangen
(vereinfacht: man spart so viel Energie ein, wie zur Herstellung benötigt
wurde). Die Umwelt schonen ist eine feine Sache, jedoch sei die Frage
gestattet zu welchem Preis dies erfolgt. Für den Bauherren ist die
finanzielle Amortisation nun mal nicht uninteressant.
Dazu gehört die Betrachtung des tatsächlichen Lebenszyklus,
inklusive der tatsächlichen Instandhaltungszyklen. Man mag über WDVS
philosophieren, wie man mag, interessant wird die Antwort auf die Frage:
Wie kommt es, dass viele Hersteller von WDVS auch teure
Sanierungssysteme anbieten? Und warum bescheren diese Systeme den
Herstellern erfreuliche Umsatzzahlen?
Was auch nicht so gern weiter gegeben wird: jährlich werden beim
Herstellungsprozess von Polystyrol ("Styropor") 2.000 - 3.000 Tonnen
Styrol und etliche Tonnen Pentan. Ausgangsstoff für die
Polystyrolherstellung ist das giftige Reinstyrol. Es entsteht nach einem
langen Herstellungsprozess mit hohem Energieverbrauch und unter Einsatz
hoch toxischer Stoffe wie Ethylbenzol, Benzol, Antimontrioxid und
Aluminiumchlorid. Polystyrol entsteht durch Polymerisation, wobei 1,5% des
Reinstyrols in die Umwelt entweichen, Pentan entweicht zu 50%. Auch die
Herstellung von Pentan ist sehr energieaufwendig. Wo tauchen diese
Informationen auf? Welche "Ökobilanz" spiegelt diese Umstände wieder?
Also, "um die Umwelt zu schützen" wird u.a. Styropor hergestellt und
z.B. als WDVS verarbeitet - wobei jährlich tausende Tonnen Gifte und
klimawirksame Gase freigesetzt werden!
Solche und andere brisante Informationen erhalten Sie weder auf der
Internetseite des Fachverbandes WDVS, noch in dessen Prospekten und
Broschüren, noch bei Herstellern. Stattdessen werden einem wundersame
Erscheinungen präsentiert (siehe
das Dämmwunder). Es ist schlichtweg
falsch, wenn man behauptet, mit einem WDVS bei einem
Einfamilienhaus 66% an Heizenergie einsparen zu können. Ein weiteres
Beispiel, für wie naiv man den Verbraucher hält, stellt das Bilderrätsel des Fachverbandes WDVS dar.
DIMaGB, 15.03.2005
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