Wärmespeicherung:
Kühler im Sommer, Energieeinsparung im Winter
Massivhäuser aus Mauerwerk und Beton unterscheiden sich von Bauweisen aus
leichten Baustoffen in einem wesentlichen Punkt: der Wärmespeicherung. Sie
vermindert den Heizwärmebedarf, vergleichmäßigt das Raumklima und vermindert
Übererwärmung der Räume im Sommer. Stimmt das aber auch noch bei modernen
Bauweisen, wie z.B. KfW-40 – oder Passivhäuser?
Das Informationszentrum MASSIV MEIN HAUS wollte es genauer wissen und
beauftragte das Ingenieurbüro Alware in Braunschweig mit Computerberechnungen.
Bei gleichem Aussehen wurde der Einfluss der Wärmespeicherung bei einem Haus in
Massivbauweise und in Holzbauweise untersucht. In beiden Fällen war die
Wärmedämmung der Bauteile und das Lüftungsverhalten der Bewohner gleich. Die
Gebäude erfüllten die Anforderungen an KfW-40-Häuser, hatten also einen sehr
niedrigen Primärenergiebedarf von 40 KWh/m²a. Ein Untergeschoss ergänzte die
Wohnflächen der zweigeschossigen Bauten .
Eindeutiges Ergebnis
Der Heizwärmebedarf des Massivhauses lag trotz gleicher Dämmung um ca. 12 %
unter dem des Holzhauses. Die Sonneneinstrahlung im Winter wurde durch die
Wärmespeicherung der Bauteile besser genutzt.
Trotz gleicher Sonnenschutzeinrichtungen bei beiden Bauweisen ergaben sich beim
Massivhaus im Frühjahr, Sommer und Herbst weniger häufig unzulässig hohe
Raumtemperaturen. DIN 4108-2 legt fest, dass nur in 10 % der Zeit die in der
Norm festgelegten Grenztemperaturen durch Sonneneinstrahlung überschritten
werden dürfen. Die Südräume des Massivbaus blieben mit 7,1 % unter diesem
Grenzwert. Bei der Leichtkonstruktion sind diese Räume in 19,2 % der Zeit
überhitzt.

Eine Kurzfassung sowie weitere Informationen zum Bauen erhalten Sie vom
Informationszentrum MASSIV MEIN HAUS, Tel. 0821-7849773. Die vollständige
Fassung und die Kurzfassung können auch unter www.massiv-mein-haus.de aus der
Rubrik Download herunter geladen werden.

Grafiken: Massiv mein Haus
31.05.2007
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