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Wir denken nach, # 03
Trocken und rein, so kann die Fassade sein

Dieser schöne Reim stammt vom Fraunhofer Mediendienst 3/2001, Thema 5. Das Kernproblem beschreiben die Wissenschaftler so: „Trotz moderner Bautechnik - feuchte und schmutzige Fassaden sind oft nicht zu verhindern Denn paradoxerweise werden gut isolierte Wände leichter feucht als klassisches Mauerwerk.“

Der Artikel berichtet darüber, wie mehrere Fraunhofer-Institute im Projekt "Innovative Fassadenbeschichtungen" Fassadenfarben mit so genannter Doppelwirkung entwickelten, welche dafür sorgen, dass Mauem weniger verschmutzen oder Schimmel ansetzen und sogar die Heizenergie reduzieren.

Als Wirkprinzip wird genannt, dass die Farben spezielle Pigmente enthalten, die einen sehr hohen Anteil der Wärmestrahlung – bis zu 70% - reflektieren. Das Fraunhofer Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg entwickelte die Bindemittel, insbesondere Hybridpolymere sollen sich als besonders geeignet herausgestellt haben.

Mit der Auswahl der Pigmente befasste sich das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg: Aluminiumflitter, Glimmer und keramische Hohlkugeln. Ihre reflektierenden Fassadenfarben und das zugehörige Knowhow boten die Fraunhofer Institute vom 3. bis 5. April auf der Messe „European Coatings Show“ in Nürnberg in Halle1 am Stand 264 an.

Die Eigenschaften dieser Farben wurden als Wasser und Schmutz abweisend beschrieben. „Ob in Innenräumen oder an Fassaden: Feuchtigkeit dringt schlechter ein, Schmutz und Mikroorganismen finden schwerer Halt und die Oberflächen bleiben länger sauber.

Den Fachleuten bekannt sein dürften noch die Erfahrungen, die ein großer deutscher Farbenhersteller mit Aluminium als Pigment sammeln durfte, bis er diese Farbe vom Markt nahm. Die Wirkung war recht kurzlebig und die Korrosion führte zu einer Vergrauung der Fassaden.

Leider scheinen sich die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt nicht bei allen Fraunhofer Instituten herumgesprochen zu haben. Wenn die Forschungen zweier Fraunhofer Institute belegen, dass keramische Hohlkugeln als Pigmente eine Reduzierung der Wärmestrahlung bis zu 70% bewirken, wäre es durchaus wünschenswert, wenn man dies auch beim Fraunhofer IBP in Holzkirchen und Stuttgart zur Kenntnis nehmen würde. Tatsachen werden durch hartnäckiges Leugnen nicht verdrängt, auch wenn sich dies manch ein Fachverband der Industrie gerne wünscht.

ThermoShield weist u.a. folgende Eigenschaften auf, die es deutlich von herkömmlichen Farben abhebt: Feuchtigkeit dringt schlechter ein, Schmutz und Mikroorganismen finden schwerer Halt und die Oberflächen bleiben länger sauber. Noch dazu kann Heizenergie eingespart werden; das belegen wissenschaftliche Messreihen, Ausarbeitungen und Referenzobjekte, wenngleich andere (z.B. der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.) dies in Abrede stellen.

Warum nur funktioniert die Bauphysik, die doch Naturgesetzen unterliegt, bei dem einen Fraunhofer Institut anders als bei dem anderen? Stehen Interessen Dritter dahinter, wenn praktische Ergebnisse ignoriert werden und immer wieder krampfhaft nach Dämmstoffnorm und unter stationären Zuständen untersucht wird?

© SICC GmbH, dib, 20.07.2006

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