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Fraunhofer IBP beweist Fehlerbehaftung der U-Wert-Theorie



Der Bericht B Ho 8/83-II über den 1. und 2. Untersuchungsabschnitt des Fraunhofer-Institut für Bauphysik, Außenstelle Holzkirchen, beweist die Fehlerbehaftung der U-Wert-Theorie, die einem echten Praxistest nicht standhalten kann.

Die Messergebnisse der Wissenschaftler der Anerkannten Prüfstelle für die Zulassung neuer Baustoffe, Bauteile und Bauarten unter Leitung von damals noch Hr. Dr.-Ing. H. Künzel belegen, dass zwischen dem so genannten U-Wert (der damals noch k-Wert hieß) und dem Heizenergieverbrauch kein wissenschaftlich belegter Zusammenhang besteht.

In zwei Messreihen in eigens dazu angefertigten und mit Messsonden bestückten Versuchsgebäuden stellten die Wissenschaftler um Projektleiter und Verfasser Dr.-Ing. H. Werner fest, dass mithilfe von Wärmedämmung keine Senkung des Heizenergieverbrauchs herbeizuführen ist.

So lag die gemessene mittlere Heizleistung des Testgebäudes mit der monolithischen 49-cm-Ziegelwand unter der gemessenen mittlere Heizleistung des Testgebäudes mit Wänden aus 24 cm HLZ-Mauerwerk mit 23 cm Wärmedämmung und ebenso unter der gemessenen mittlere Heizleistung des Testgebäudes mit Wänden aus 24 cm HLZ-Mauerwerk mit 10 cm Wärmedämmung.

Die gemessene mittlere Heizleistung des Testgebäudes mit Wänden aus 36,5 cm LZ-Mauerwerk mit 6 cm Innendämmung lag nur marginal unter der gemessenen mittleren Heizleistung des Testgebäudes mit der monolithischen 49-cm-Ziegelwand.



Ergebnisgrafik von Seite 38, Messperiode 1 (105 Tage, Nov. 81 - Feb. 82)
rechnerischer k-Wert [W/m²K] und mittlere Heizleistung [W] und [%]



Ergebnisgrafik von Seite 39, Messperiode 2 (25 Tage, Jan. 83)
rechnerischer k-Wert [W/m²K] und mittlere Heizleistung [W] und [%]

Im Messzeitraum 1 betrug die solare Einstrahlung Is = 81 W/m², im Messzeitraum 2 hingegen 95 W/m². Entsprechend der Zunahme der solaren Erträge verringert sich der Heizenergieverbrauch bei den Massivgebäuden: Wand 1 (36,5er Ziegelwand) von 750 W auf 600 W, Wand 2 (36,5er Ziegelwand) von 690 W auf 530 W, Wand 6 (2-schalig 24+11,5 mit 6 cm Luftschicht) von 660 W auf 530 W.

In der zweiten Messperiode, also im Januar 1983, ist die Wand 3 (die 49er massive Ziegelwand) die wand mit dem geringsten Verbrauchswert an Heizenergie des Gebäudes. Infolge der solaren Erträge geht der Verbrauch von 550 auf 450 W herunter. Noch dazu liegt der Heizenergieverbrauch 5% unter dem der supergedämmten Wand 4a - obwohl der k-Wert mit 0,46 W/m²K das 2,875-fache des k-Wertes der supergedämmten wand beträgt.

Fazit: die Wissenschaftler vom Fraunhofer IBP stellen nachvollziehbar unter Beweis, dass der U-Wert ein Laborwert unter idealisierten Bedingungen ist, dem keine Praxisrelevanz unter instationären Verhältnissen zuzusprechen ist.

Wand Ziegel Dämmung k-Wert Heizleistung
Nr. cm cm W/m²K W
2 36,5   0,78 530
3 49   0,46 450
4a 24 23 0,33 470
5 24 10 0,32 480
6 24+11,5   0,62 530

Übersichtstabelle zu k-Werten und Heizleistungen

Wand Ziegel Dämmung k-Wert Heizleistung
Nr. cm cm W/m²K W
2 36,5   487,5% 112,8%
3 49   287,5% 95,7%
4a 24 23 100,0% 100,0%
5 24 10 200,0% 102,1%
6 24+11,5   387,5% 112,8%

Übersichtstabelle wie vor, relativ (Wand 4a = 100%)


Grafik: DIMaGB

Querverweise:
praktische Auswirkungen:
:: Zur Relation von WDVS und dem Endenergieverbrauch der Haushalte, 1990-2004
   bei richtigsanieren.de
:: Wirksamkeit von WDVS (Statistik)
und dennoch:
:: Wärmedämmung und Energiesparwunder
:: Mit WDVS mehr einsparen als verbrauchen

DIMaGB, 15.08.2006

Der Untersuchungsbericht liegt dem Autor in Kopie vollständig vor.
Einen Auszug aus dem Bericht erhalten Sie im :: Download.


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