Breatheability in
Buildings – die atmende Außenwand
“Breathability is a key to understanding
not only building performance, but how
we should design, build and renovate
our buildings from now on.”
Neil May, 16.04.2005
“Breathability:
The Key to Building Performance” lautet ein Fachartikel von Mr. Neil May,
Managing Director der
Natural Building Technologies Ltd.,
der unter Mitwirken der
Herren Dr. Tim Padfield,
Richard Oxley, Peter Warm, Nick Grant, Phil Allen and Gary Newman in 2005
entstand und den Durchgang von Gasen und besonders Wasser durch Außenwände
hinsichtlich deren Wirkmechanismen und Auswirkungen behandelt.
Die Reduzierung des Wärmeschutzes infolge des Faktors Feuchte wird neben
gesundheitlichen Auswirkungen und ökologischen Aspekten behandelt. Zum
theoretischen Teil wird u.a. das Fraunhofer IBP mit den in der Fachwelt nicht
unbekannten Berichten zum hygrothermischen Verhalten von Baustoffen zitiert. Der
Praxisbezug wird z.B. in Form von Auswertungen des auf der Internetseite
www.dimagb.de bereit gestellten Daten- und Informationsmaterials
hergestellt.

Faksimile von Seite 21
Textauszug: “External wall insulation
We have already spoken about external walls insulation as regards rain
penetration and hygroscopic substrates. In regard to the effect on thermal
performance there are also some serious issues as regards the breathability of
the materials.
The web site www.dimagb.de is full of case
studies from Germany, Switzerland and Scandinavia illustrating the
under-performance and health problems of External Wall Insulation systems
utilising polystyrene. The performance of many of the buildings is usually at
least 30% worse than the designed (theoretical) thermal performance. This is due
to several factors including bad application (incomplete insulation, cold
bridging etc). However the main cause is identified as being due to the fact
that the polystyrene and render systems are relatively vapour impermeable and
thus increase the amount of moisture in the original solid masonry. This is
particularly critical in the ground floors of solid wall buildings without damp
proof courses. This moisture is also trapped because the effect of the sun and
wind in drying the outer face of the masonry is also eliminated. The consequence
is that the thermal resistance of the masonry reduces, giving an overall
reduction in the wall U value. Combined as EWI often is, with new windows and
draught proofing, there is the consequence that moulds also grow on the inside
of the now damp wall.
Vapour permeability in EWI systems is thus an important factor to be considered,
particularly on older buildings where effective ventilation systems are not
installed. In addition the hygroscopic qualities of some external wall
insulations should also be considered.”
Textauszug in der Übersetzung: “Außenwandisolierung
Wir hatten bereits über externe Wandisolierung, was Regendurchdringung und
hygroskopische Substrate betrifft, gesprochen. Hinsichtlich der Auswirkungen auf
den Wärmeschutz gibt es auch einige ernsthafte Hinweise, was die
Atmungsfähigkeit der Materialien betrifft.
Die Website www.dimagb.de ist voll von den
Fallstudien aus Deutschland, der Schweiz und Skandinavien, welche die
Fehlleistungen und die gesundheitlichen Probleme von
Außenwand-Isolierungssystemen mit Polystyrol veranschaulichen. Die tatsächliche
Leistung von vielen der Gebäude liegt meist mindestens 30% unter dem geplanten
(theoretischen) Wärmeschutz. Dies liegt an mehreren Faktoren einschließlich
schlechter Verarbeitung (unvollständige Isolierung, Kältebrücken usw.). Jedoch
ist die Hauptursache durch die Tatsache gekennzeichnet, dass Polystyrol und
ähnliche Systeme für Dampf verhältnismäßig undurchlässig sind und folglich die
Menge an Feuchtigkeit erhöhen, die in die bestehende massive Mauerwerkswand
eingetragen wird. Dies ist insbesondere in den Erdgeschossen der Massivgebäude
ohne feuchtigkeitsbeständige Überzüge kritisch. Die Feuchtigkeit wird außerdem
eingeschlossen, weil der Effekt der Sonne und des Windes, die auf die äußere
Oberfläche der Mauerwerkswand trocknend wirken, unterbunden wird. Die Konsequenz
ist, dass sich der Wärmewiderstand der Mauerwerkswand verringert und eine
Verringerung des U-Wertes der gesamten Wand ergibt. Da WDVS häufig mit dem
Einbau neuer Fenster und dem Herstellen von Luftdichtigkeit kombiniert werden,
ergibt sich die Konsequenz, dass Schimmelpilze auch auf der Innenseite der jetzt
feuchten Wand wachsen.
Die Dampfdurchlässigkeit von WDVS ist folglich ein wichtiger Faktor, der
besondere Beachtung bei älteren Gebäuden verdient, in denen keine wirkungsvollen
Lüftungssysteme eingebaut werden. Zusätzlich sollten die hygroskopischen der
Außenwandisolierungen betrachtet werden.“
Der Autor kommt zum Schluss: Atmungsfähigkeit ist ein Schlüssel, wie wir nicht
nur die Gebäudeeigenschaften verstehen, sondern auch wie wir unsere Gebäude ab
sofort entwerfen, errichten und erneuern sollten.

http://www.naturalbuildings.co.uk
Der 34-seitige Fachartikel steht als PDF zum Download bereit auf der
Internetseite der NBT Ltd::
::
http://naturalbuildingproductscouk.ntitemp.com/pdfs/Breathability_in_buildings.pdf
Internetseiten auf Deutsch:
::
www.dimagb.de
::
www.richtigbauen.de
::
www.richtigsanieren.de
::
www.schimmelpilz-sanieren.de
DIMaGB, M. Bumann, 26.06.2006
nach oben