Bauphysik Lexikon:
Atmen der Wände
Quelle #1
4. Grundlagen des Wärmeschutzes
4.2 Luftdurchlässigkeit der Bauteile, besonders der Außenbauteile
4.2.2. Ein Atmen der Wände im Sinne der Lufterneuerung der Innenräume findet
nicht statt. Dagegen ist aus hygienischen und bautechnischen Gründen auf der
Innenseite der Wände eine gewisse Aufnahmefähigkeit für Wasserdampf erwünscht;
aus: DIN 4108, Wärmeschutz im Hochbau, Ausgabe Mai 1960
Quelle #2
Nach Raisch, E:: Die Luftdurchlässigkeit von Baustoffen und
Baukonstruktionsteilen, Gesundheitsingenieur 1928 S. 485, beträgt der
Luftdurchgang bei einer Druckdifferenz von 1 mmWS (das sind 9,8076 Pascal bzw.
0,0001 Bar) für eine beiderseits verputzte Ziegelmauer von 0,4 m Stärke 0,28
m³/m²h. Für Ziegelsteinmaterial von 6,5 cm Stärke sind es 0,0043 m³/m²h.
Quelle #3
Durch normale Wandflächen, die verputzt sind, ist auch bei starkem Windanfall
ein nennenswerter Luftdurchgang nicht möglich. In diesem Sinne gibt es also ein
"Atmen der Wände" nicht und das, was diesem Ausdruck tatsächlich Berechtigung
verleiht, ist nicht der Luftdurchgang, sondern das Wandern der Feuchtigkeit mit
dem Wärmestrom in den Wandporen, das, wie in Abschnitt 4 gezeigt, nicht
behindert werden darf, wenn es nicht zu den unangenehmsten
Feuchtigkeitsstörungen kommen soll.
aus: Cammerer, J.S. Dr.-Ing. habil:: Die konstruktiven Grundlagen des Wärme- und
Kälteschutzes im Wohn- und Industriebau, 10. Der Luftaustausch durch wände,
Fenster und Türen, Seite 59
Quelle #4
zeigt uns, dass anderenorts die Wände doch atmen:
::
Breatheability in Buildings – die atmende Außenwand (06.2006)
Quelle #5

Prospekt der Fa. Bayosan zum Produkt "open KlimaFassade", S. 5
Querverweis
::
„Atmende Wände“ - und kein Ende
(12.2006)
bei richtigsanieren.de
:: WDVS auf Mauerwerkswänden - von innen nach außen dichter
bei richtigsanieren.de
sozusagen ein Beispiel für die nicht mehr atmende Wand
Daten, Berechnungen, Grafiken zu
Diffusionsoffenheit &
Diffusionsdichtigkeit
Infolink:
::
Sorption (Fachartikel, 04.2005)
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