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Verteilung des Jahresheizenergieverbrauchs
(nach IEU)



Bild 1: Verteilung des Jahresheizenergieverbrauchs nach IEU (Monate 3:9)



Bild 2: zu den Daten von Bild 1 die Relation des Jahreszeitanteils



Bild 3: Verteilung des Jahresheizenergieverbrauchs nach IEU (Monate 5:7)



Bild 4: zu den Daten von Bild 3 die Relation des Jahreszeitanteils

4 Grafiken: DIMaGB
08.01.2008

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Zum Anteil der Haushalte am Energieverbrauch


Heutzutage betet es jede Zeitung und Zeitschrift nach, dass der "Energieverbrauch der Haushalte" im Bundesmaßstab 30% ausmache. Diese Phrase ist so oft kolportiert worden, dass mit Sicherheit niemand darüber nachdenkt, ob das denn auch zutreffen mag.

Das Verb kolportieren beschreibt in Anlehnung an seine ursprüngliche Bedeutung abwertend das Verbreiten von Gerüchten und Gesellschaftsklatsch. Im Folgenden soll untersucht werden, ob etwas daran ist an diesem Gerücht.

Aktuelle Daten liefert die AGEB, die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Im Oktober 2007 wurde das Energieflussbild für 2006 veröffentlicht.




Bild1: Energieflussbild 2006 (AGEB) in Mio. t SKE


Beim Vergleich der Zahlen (89 : 90 : 91,3 : 48,9) schneiden die Haushalte mit 28,6% offensichtlich wirklich schlecht ab - die viel beschworenen 30% sind demnach fast erreicht. Berücksichtigt man noch die Pos. "statistische Differenzen", kommt man auf 28,5%.




Bild 2: Anteil der Haushalte am Endenergieverbrauch 2006


Dem aufmerksamen Betrachter wird sicher nicht entgangen sein, dass im Energieflussbild oberhalb vom Endenergieverbrauch noch einige weitere Post4en stehen, deren zahlenmäßige Beträge nicht unbedeutend zu sein scheinen. Der Primärenergieverbrauch liegt mit 497,8 zu 319,2 Mio t. SKE rd. 56% über dem Endenergieverbrauch.




Bild 3: Anteil des Endenergieverbrauchs der Haushalte am Primärenergieverbrauch 2006


Bezogen auf den Primärenergieverbrauch beträgt der Endenergieverbrauch der Haushalte 18% statt 30%. Es liegt ja auch auf der hand, dass sich diese Relationen verschieben, wenn eine andere Gesamtmenge die Basis bildet. Hieran wird deutlich, dass die Redewendung,  der "Energieverbrauch der Haushalte" betrage im Bundesmaßstab 30%, falsch ist.

Hiermit wird ein falsches Bild erzeugt und Schuld suggeriert. Die bösen, verschwenderischen Hausbewohner schurigeln mithilfe ihres Anteils an diesen 30% die arme geplagte Umwelt, die unvorstellbar unter dem daraus resultierenden CO2-Ausstoß leidet.

Aus dem Energieflussbild ergeben sich die verschiednen Stufen und Bestandteile der "Erzeugung" und des Verbrauchs von Energie. Wen es genauer interessiert, der kann das auf der Internetseite der AGEB nachlesen, wo die Begriffe erläutert werden: http://www.ag-energiebilanzen.de/daten/VorwortA.pdf.

"Der energetisch genutzte Teil des Energieangebots im Inland nach Umwandlung wird unter dem Endenergieverbrauch verbucht, der unmittelbar der Erzeugung von Nutzenergie dient. Der Endenergieverbrauch wird nach bestimmten Verbrauchergruppen und Wirtschaftszweigen aufgeschlüsselt." definiert die AGEB den Begriff Endenergieverbrauch.

Das heißt, dass was die Industrie liefert, wird verbraucht. Umwandlungsverluste sind bereits abgezogen, die werden schließlich nicht mitgeliefert, daher auch der Begriff Verluste. Immerhin sind es (122,4 + 34,8 + 20,9) : 497,8 = 178,1 : 497,8 = 35,8% Anteil der Verluste am Primärenergieverbrauch. Dagegen nehmen sich die 18% der Haushalte schon eher bescheiden aus.
 

Jahr Primäre. Enden. EEV:PEV
2004 500,1 318,1 64%
2005 485,9 312,5 64%
2006 497,8 319,2 64%

Tabelle 1: Primär- und Endenergieverbrauch 2004-2006




Bild 4: Die Verluste aus Umwandlung betragen mit Faktor 1,95 fast das Doppelte
          des Endenergieverbrauchs der Haushalte


Offensichtlich gibt es Gründe dafür, dass die Quote des Endenergieverbrauchs, bezogen auf den Primärenergieverbrauch, in den Jahren 2004 bis 2006 64% beträgt. Das bedeutet, dass konsequent 36% der Energie beim Erzeugungsprozess verloren gehen. Dabei sollte jedem klar sein, dass nun gerade die Haushalte keinerlei Einfluss hierauf haben und noch dazu teuer dafür drauflegen müssen.


Die Energieeinsparverordnung bestraft die Haushalte

Liefert die AGEB noch halbwegs handfeste Daten, die durch Verbrauchswerte definiert sind, gönnt man sich mit der EnEV einen etwas anderen Blick auf die Dinge. Das beginnt mit den Definitionen zu den Begriffen.

Primärenergiebedarf

"Der Primärenergiebedarf bildet die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes ab. Er berücksichtigt neben der Endenergie auch die so genannte „Vorkette“ (Erkundung, Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger (z. B. Heizöl, Gas, Strom, erneuerbare Energien etc.). Kleine Werte signalisieren einen geringen Bedarf und damit eine hohe Energieeffizienz und eine die Ressourcen und die Umwelt schonende Energienutzung. Zusätzlich können die mit dem Energiebedarf verbundenen CO2-Emissionen des Gebäudes freiwillig angegeben werden."

EnEV 2007, Anlage 6 zu §16, Energieausweis für Wohngebäude, Seite 4

Endenergiebedarf

"Der Endenergiebedarf gibt die nach technischen Regeln berechnete, jährlich benötigte Energiemenge für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung an. Er wird unter Standardklima- und Standardnutzungsbedingungen errechnet und ist ein Maß für die Energieeffizienz eines Gebäudes und seiner Anlagentechnik. Der Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die dem Gebäude bei standardisierten Bedingungen unter Berücksichtigung der Energieverluste zugeführt werden muss, damit die standardisierte Innentemperatur, der Warmwasserbedarf und die notwendige Lüftung sichergestellt werden können. Kleine Werte signalisieren einen geringen Bedarf und damit eine hohe Energieeffizienz.
Die Vergleichswerte für den Energiebedarf sind modellhaft ermittelte Werte und sollen Anhaltspunkte für grobe Vergleiche der Werte dieses Gebäudes mit den Vergleichswerten ermöglichen. Es sind ungefähre Bereiche angegeben, in denen die Werte für die einzelnen Vergleichskategorien liegen. Im Einzelfall können diese Werte auch außerhalb der angegebenen Bereiche liegen."

EnEV 2007, Anlage 6 zu §16, Energieausweis für Wohngebäude, Seite 4


Unter dem Jahresheizwärmebedarf kann sich Otto Normalverbraucher noch etwas vorstellen. In der Heizperiode will er es warm haben und das bewerkstelligt er mittels der im Hause eingebauten Technik. Hat der Kessel einen schlechten Wirkungsgrad, geht mehr durch den Schornstein raus - der Verbrauch ist höher als nötig, die Anlage arbeitet nicht effizient. Dazu kommen noch Verteilungen, Pumpen, Ventile usw. usf. Diese Verluste und Nebenverbräuche hinzugerechnet, erhält man den Endenergieverbrauch.

Im so genannten Vereinfachten Berechnungsverfahren für Wohngebäude (zu § 3 Abs. 2 Nr. 1 und § 9 Abs. 2 EnEV) ist der Jahres-Primärenergiebedarf wie folgt zu ermitteln: Qp = (Qh + Qw ) ep in kWh/(m²a). Dabei bedeuten Qh der Jahres-Heizwärmebedarf in kWh/(m²a), Qw der Zuschlag für Warmwasser und ep die Anlagenaufwandszahl.

Mit der Einführung des Jahresprimärenergieverbrauchs nach EnEV wird nun der Hausbewohner für die Sünden in der so genannten „Vorkette“ (Erkundung, Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger bestraft. Die Berechnungen auch der Anlagenaufwandszahl enthält Faktoren, mithilfe derer sich bestimmte Systeme und Industriezweige bevorzugen lassen.

Davon abgesehen, dass (auch!) die Berechnung der Anlagenaufwandszahl ein Geheimnis der Normen- und Formelakrobaten der EnEV bleiben wird, wird deutlich: Otto Normalverbraucher wird dafür bestraft, dass die Industrie die bereitzustellende Energie zu schlecht "umwandelt" bzw. zu verlustreich "erzeugt".

Damit das Häusel nicht solch einen grottenschlechten Wert für den Jahresprimärenergieverbrauch bekommt, ist auf Teufel komm raus energetisch zu sanieren. Zumindest wird das dem Otto Normalverbraucher so eingebläut. Dabei wird unterschlagen, dass es trotz der vielen Jubelberichte im Zeitraum 1990 bis 2005 lediglich gelungen ist, den spezifischen Endenergieverbrauch der deutschen Haushalte um lächerliche 5% zu senken. Dass dies ein Ergebnis "erfolgreicher Umwelt-, Klima- und Energiepolitik" ist, ist ohnehin in Frage zustellen, da diese 5% statistisch untergehen bzw. auf sparsameren Verbrauch infolge Geiz (besser ausgedrückt: Sparsamkeit) zurückzuführen sind.

Am Ende bleibt (wieder einmal) die Frage: cui bono?
Wem nützt es?

DIMaGB
28.12.2007
Daten: AGEB, Grafiken: AGEB, DIMaGB

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Energieverbrauch im Haus
Das größte Stück vom Kuchen für die Heizung

Überall im Haus wird Energie benötigt, zum Beispiel Strom für Waschmaschine, Fernseher oder Beleuchtung, aber auch Erdgas oder Heizöl für warmes Wasser und beheizte Räume. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt informiert, wofür wie viel Energie benötigt wird.

In deutschen Durchschnittshaushalten spielt die Beleuchtung mit nur zwei Prozent Anteil am Gesamtenergieverbrauch eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Mit neun Prozent schlagen die elektrischen Geräte zu Buche. Diese Zahlen machen deutlich, so der Initiativkreis Erdgas & Umwelt, dass Heizung und Warmwasserbereitung das größte Stück des Energiekuchens für sich beanspruchen. 89 Prozent der benötigten Energie wird für Wärme eingesetzt, 12 Prozent für die Warmwasserbereitung und 77 Prozent für die Raumheizung. Wer hier sparen kann, der spart richtig. Doch wie lässt sich sinnvoll sparen?

An erster Stelle steht der Austausch veralteter Heiztechnik. Zum Beispiel ein Gas-Brennwertgerät spart gegenüber einem herkömmlichen Heizgerät ohne Brennwertnutzung bis zu 15 Prozent Erdgas ein. Wird zudem das warme Wasser mit Sonnenenergie erwärmt, lassen sich zusätzlich 60 Prozent Energie für die Warmwasserbereitung einsparen. Laut Auskunft des Initiativkreises Erdgas & Umwelt können Verbraucher auch durch den Austausch von direkt beheizten Warmwasserspeichern sparen, ganz gleich, ob diese mit Strom, Erdgas oder Heizöl betrieben werden. Indirekt beheizte Speicher haben den Vorteil, dass die Wärme, die im Rücklauf des Heizungskreislaufs enthalten ist, zur Erwärmung des Warmwassers genutzt wird. Wieviel Energie tatsächlich eingespart werden kann, hängt von der Ausgangssituation ab. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt bietet Informationen an, mit denen jeder eine erste Einschätzung vornehmen kann. Diese gibt es unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch) oder unter www.ieu.de.

IEU, 29.10.2007


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Energieflussbild 2006 (AGEB)


Neues Energieflussbild veröffentlicht
Haushalte, Industrie und Verkehr steigern Verbrauch / Weniger heimische Energie

Berlin/Köln – Die Nutzung heimischer Energieressourcen verminderte sich 2006 um 2,3 Prozent auf 133,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Hauptursache war der Rückgang der inländischen Steinkohleförderung um mehr als 15 Prozent auf knapp 22 Mio. t. SKE. Trotz eines Anstiegs bei der Nutzung von Wind- und Wasserkraft und eines stabilen Beitrags der Braunkohle erhöhte sich 2006 die Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung auf über 77 Prozent, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen anlässlich der Erstellung des neuen Energieflussbildes für die Bundesrepublik Deutschland mit. Nach Abzug von Exporten, Speicherungen, Eigenverbräuchen sowie Umwandlungsverlusten und dem nicht-energetischen Verbrauch als Rohstoff verblieben vom gesamten Energieaufkommen knapp 320 Mio. t SKE für den inländischen Endenergieverbrauch.
Größte Verbrauchergruppe blieben auch 2006 die privaten Haushalte mit 91,3 Mio. t SKE, das entspricht unverändert einem Anteil von 28,6 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch. Es folgt der Verkehr mit 90 Mio. t SKE bzw. einem Anteil von 28,2 Prozent und die Industrie mit einem Anteil von 27,9 Prozent. Weniger Energie verbrauchte 2006 der Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Der Energiebedarf sank um 1,4 Prozent auf 48,9 Mio. t SKE. Der Anteil dieses Sektors am Endenergieverbrauch fiel leicht auf 15,3 Prozent.
Das Energieflussbild der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen steht als Download unter http://www.ag-energiebilanzen.de zur Verfügung.

AG Energiebilanzen
Pressedienst Nr. 06/07
05.10.2007



Berlin/Köln - Die Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung ist 2006 infolge geringerer heimischer Produktion und des Verbrauchsanstiegs auf über 77 Prozent gestiegen. Größte Verbrauchergruppe blieben auch 2006 die privaten Haushalte. Es folgt der Verkehr. Die Industrie erhöhte 2006 ihren Energiebedarf um mehr als 2 Prozent. Weniger Energie verbrauchte 2006 der Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Der Energiebedarf sank hier um gut etwa 1,4 Prozent.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
* geschätzt

Kommentar:
Der Endenergieverbrauch der Haushalte beträgt 28,6% des gesamten Endenergieverbrauchs.
Die Umwandlungsverluste betragen 38,3% des gesamten Endenergieverbrauchs (24,6% vom Primärenergiev.).
Die Umwandlungsverluste betragen das 1,34-fache des Endenergieverbrauchs der Haushalte

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VDEW zum Wechsel von Sommer- auf Winterzeit am 28. Oktober:
Zeitumstellung hat so gut wie keine Energieeinsparung gebracht
Verändertes Freizeitverhalten hebt Spareffekt auf /
EU-Kommission legt bis Ende 2007 Erfahrungsbericht über Auswirkungen vor

Berlin, 19. Oktober 2007 - "Die Einführung der Sommerzeit hat so gut wie keine Energieeinsparung gebracht. Seit Jahren können die Stromversorger kaum eine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen." Das erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, zur Umstellung von Sommer- auf Winterzeit.

Die gesamtdeutsche Einführung der Sommerzeit 1980 habe darauf abgezielt, das Tageslicht besser zu nutzen, um so Energie zu sparen. "Durch die längere Helligkeit wird zwar beispielsweise elektrisches Licht gespart, dafür aber wieder mehr Energie bei Freizeitaktivitäten am Abend verbraucht", erläuterte Meller. Außerdem sei das Sparpotential bei Licht, das ohnehin nur etwa ein Prozent des Stromverbrauchs betrage, inzwischen gesunken, da Energiesparlampen immer weiter verbreitet seien.

Über die Auswirkungen der Zeitumstellung in Europa werde die EU-Kommission bis zum 31. Dezember 2007 einen Abschlussbericht vorlegen. Meller: "Für das reibungslose Funktionieren eines angestrebten EU-Energiebinnenmarktes müssen Anfang und Ende der Sommerzeit in der gesamten EU auch weiterhin einheitlich geregelt bleiben." Seit 1996 beginnt die Sommerzeit in allen EU-Mitgliedstaaten jeweils am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober.

2007 endet die Sommerzeit am 28. Oktober. Dann werden in Deutschland die Uhren um drei Uhr nachts um eine Stunde auf Winterzeit zurückgestellt. Die nächste Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit erfolgt am 30. März 2008.

VDEW, 19.10.2007

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EU-Bürger verbrauchen mehr Strom


Brüssel – Der Stromverbrauch der privaten Haushalte in den 25 EU-Mitgliedsstaaten ist zwischen 1999 und 2004 um knapp 11 Prozent gestiegen. Im Bereich Dienstleistungen lag der Zuwachs sogar bei fast 16 Prozent. Die Industrie erhöhte ihre Stromnachfrage innerhalb des Fünf-Jahreszeitraumes um 9,5 Prozent. Damit hat sich der Stromverbrauch in der EU-25 parallel zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes erhöht, eine nennenswerte Entkoppelung von Stromverbrauch und wirtschaftlicher Entwicklung fand nicht statt. Die EU-Kommission schätzt das Effizienzpotenzial der privaten Haushalte beim Stromverbrauch auf mindestens 20 Prozent.

DEBRIV, Infoletter 3-07
21.08.2007

Daten zum Stromverbrauch deutscher haushalte in:

:: Wie man mit Statistik Energie einspart (08.2007) bei richtigsanieren.de

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Stromverbrauch im Standby-Betrieb

Kampf den heimlichen Stromfressern im Haushalt

Elektronische Geräte sollen ohne Standby auskommen, fordern Politiker. Doch ein solches Verbot ist unrealistisch, sagt das Fraunhofer ISI. Statt dessen sollten alle Geräte einen echten Netzschalter haben und mit einem Standby-Label gekennzeichnet werden. Stromfresser lauern überall im Haushalt, wie ein Feldtest des Instituts zeigt, vor allem dort, wo man sie am wenigsten vermutet.

18 Milliarden Kilowattstunden – die Jahresproduktion von zwei Kernkraftwerken – verbrauchen elektronische Geräte in Deutschland im Standby-Betrieb. Politiker fordern deshalb ein Verbot der heimlichen Stromfresser. Doch das ist unrealistisch, sagt das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe. Standby bedeutet Komfort für den Verbraucher – Stichwort: Fernbedienung –, sorgt aber auch für die Speicherfunktion, für den Betrieb eingebauter Uhren, Kontrollanzeigen, Steuerungen und vieles andere. Dennoch könnten rund sechs Milliarden Kilowattstunden eingespart werden, wenn die Hersteller hierfür die modernste Technik einsetzen würden. Die geringen Mehrkosten zahlen sich durch eingesparte Stromkosten schnell aus. Doch woran erkennt der Käufer ein energieeffizientes elektronisches Gerät? „Wir fordern ein Label, das den Energieverbrauch von Computern oder Fernsehern im Standby-Betrieb offenlegt“, sagt Barbara Schlomann, Projektleiterin am Fraunhofer ISI. Außerdem sollten Obergrenzen für den Stand-by-Verbrauch festgelegt werden. Technisch sind heute Werte von unter einem Watt erreichbar. Die Verringerung des Standby-Verbrauchs ist aber nur ein Aspekt. Was die wenigsten Kunden wissen: Selbst wenn sie ein Gerät bewusst ausgeschaltet haben, kann es noch Strom verbrauchen. Dieser Schein-Aus-Zustand verschlingt weitere drei Milliarden Kilowattstunden. Hier empfiehlt das Institut eine gesetzliche Verpflichtung zum Einbau von echten Netzschaltern, die Geräte komplett vom Stromnetz trennen. Weitere Beispiele für verborgene Stromfresser sind die für den Fernsehempfang immer häufiger erforderlichen Set-Top-Boxen, Internet-Router und Niedervolt-Halogenleuchten mit Transformator – alles Geräte, die häufig rund um die Uhr das ganze Jahr unnötig Strom verbrauchen. Ein Feldtest des Fraunhofer ISI hat gezeigt, dass Haushalte mit überwiegend Halogenlampen bis zu 20 Prozent der Stromrechnung für die Beleuchtung ausgeben, in Haushalten mit Energiesparlampen sind es dagegen nur fünf Prozent. Erfreulich: Glühlampen, die nur höchstens zehn Prozent der Energie in Licht verwandeln, sind in den untersuchten Haushalten auf dem Rückzug. Werden sie aber durch energieintensive Halogenlampen statt Energiesparlampen ersetzt, ist für Energiekostensparen und Klimaschutz nichts gewonnen.

Fraunhofer ISI
Presseinformation 07-1/2007
27.03.2007

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Techem-Analyse:
Jedes fünfte Gebäude benötigt zu viel Heizenergie
Kiel: 31,9 Prozent der Gebäude verbrauchen über 20 Liter!

Jedes fünfte Gebäude in Deutschland benötigt zu viel Heizenergie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Deutschlands führendem Energiedienstleister Techem. Zwar ist der Energieverbrauch für Heizzwecke in den letzten 25 Jahren witterungsbereinigt um gut 30 Prozent gesunken. Aber die Verbrauchsunterschiede im Gebäudebestand sind eklatant – und insgesamt noch immer zu hoch.

Nach der Analyse für die Heizperiode 2005/06 schlucken zwar 54 Prozent aller Gebäude nur bis 16 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche (l/m²), und davon immerhin 19 Prozent bereits unter 12 l/m². Aber der Anteil der „Energiefresser“ mit mehr als 20 l/m² ist mit ebenfalls 19 Prozent eindeutig zu hoch.

Auch regional stößt die Techem-Analyse auf frappierende Unterschiede. In Kiel beispielsweise werden durchschnittlich 17,5 l/m² Heizöl verbraucht. Aber fast ein Drittel (31,9 Prozent) der Kieler Anlagen verbraucht mehr als 20 l/m². Lediglich 36,7 Prozent kommen mit weniger als 16 Liter Heizöl pro Quadratmeter aus.

Ein ganz anderes Bild bietet Hannover mit einem Durchschnittsverbrauch von 14,4 l/m². Hier verbrauchen erstaunliche 66,9 Prozent der Gebäude weniger als 16 Liter Heizöl pro Quadratmeter und mit 12,8 Prozent relativ wenige Gebäude mehr als 20 Liter.

Bei der Erdgasversorgung sind die Verhältnisse ähnlich. Allerdings fällt dabei auf, dass der Osten Deutschlands (ohne Berlin) besser abschneidet als der Rest der Republik. 65 Prozent der Gebäude liegen dort unter der Grenze von 160 kWh, die 16 Litern Heizöl entspricht. In Westdeutschland sind es nur 51 Prozent. Nach Aussage von Techem ist dies nicht auf klimatische Unterschiede zurückzuführen, sondern auf schnellere Fortschritte bei der Modernisierung.

Techem-Vorstandsvorsitzender Horst Enzelmüller mahnt zur Eile: „Wenn wir wirklich die Trendwende beim Kohlendioxid wollen, gibt es im Gebäudebereich noch viel zu tun. Wir müssen ran an die Energieschleudern - und das schnell!“ Enzelmüller betont, dass gering-investive Maßnahmen wie hydraulischer Abgleich oder Techems Energiesparsystem ecotech eine hervorragende Ergänzung zu den laufenden Sanierungsprogrammen sind: „Dadurch lassen sich sehr schnell und kostenverträglich Einsparungen von jeweils bis zu zehn Prozent erreichen.“

29.05.07
techem

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Energieverbrauch im Haushalt (vdew)



Grafik: vdew

Heizung   76 %  53 %
Auto     --  30 %
Hausgeräte   11 %    8 %
Warmwasser   12 %    8 %
Licht     1 %    1 %
gesamt 100 % 100 %

Tabelle: DIMaGB

"Auf Industrie, Handel und Gewerbe entfallen zwei Drittel des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland.
...
Die Ausstattung der mehr als 39 Millionen Haushaltskunden mit elektrischen Geräten steigt. Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik wie Computer, TV und Telefon sind heute für zehn Prozent des Stromverbrauchs verantwortlich. Im Jahr 2005 lag der Verbrauch in Privathaushalten bei 140 Milliarden kWh. Das entspricht knapp 26 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Wie können Haushaltskunden Strom sparen? Über 30 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt entfallen heute auf Geräte wie Kühl- und Gefrierschränke. Für Kochen, Trocknen, Bügeln werden 19 Prozent aufgewendet.
...
Die etwa 20 Millionen Geräte in deutschen Haushalten verbrauchen etwa zehn bis zwölf Milliarden kWh im Jahr. "

vdew in: "Effizient erzeugen, sparsam verbrauchen"
gefunden am 10.05.2007

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Wie und wo deutsche Haushalte Energie sparen

 forsa-Umfrage im Auftrag von Techem

Erst das Auto, dann die Heizung: Beim Energiesparen denken deutsche Haushalte zunächst ans Benzin, dann an den Strom und irgendwann auch an die Heizkosten. Das ergab eine von der Techem AG (Eschborn) in Auftrag gegebene Repräsentativumfrage der forsa Gesellschaft für Sozialforschung. Danach sparen 44 Prozent aller Haushalte beim Benzinverbrauch, 40 Prozent beim Strom und gerade einmal neun Prozent bei den Heizkosten.

Wird es ihnen in der Wohnung zu warm oder wollen sie bewusst Energie sparen, drehen 60 Prozent der Mieter die Thermostatventile der Heizung niedriger, bei den Wohnungseigentümern sind es 72 Prozent. Insgesamt senken die meisten Befragten lieber die Temperatur (52 Prozent), als einzelne Zimmer bedarfsgerecht zu heizen (42 Prozent). Zehn Prozent der Befragten zeigen wenig Energiebewusstsein: Sie öffnen ein oder mehrere Fenster und verschwenden damit kostbare Energie. 75 Prozent drosseln die Heizung, lüften aber nicht. 12 Prozent tun beides – wie es Fachleute empfehlen. Erfreuliches Ergebnis der Techem-Umfrage: Rund drei Viertel aller Bundesbürger haben immerhin die Absicht, tatsächlich beim Heizen sparen.

83 Prozent der Befragten gaben an, sie könnten die Zimmertemperatur jeweils einzeln regulieren, elf Prozent in der Lage, die Heizung lediglich insgesamt hoch – oder herunterzufahren. Sechs Prozent hingegen können – wie früher in der DDR – selbst überhaupt keinen Einfluss nehmen. Unterschiede bei Mietern oder Eigentümern gab es dabei keine.

Bedenklich ein anderes Ergebnis: Über die Hälfte der Bevölkerung hat keine klare Vorstellung über die Heizkosten. Was sie monatlich für eine warme Stube ausgeben müsse, wissen gerade einmal 29 Prozent Bescheid. Vor allem bei den 18- bis 29-Jährigen herrscht ein großes Informationsdefizit. Vom Haushaltseinkommen und den Eigentumsverhältnissen ist das Ergebnis relativ unabhängig.

Die Umfrage des Energiedienstleisters brachte zudem zutage, dass in etwa 25 Prozent aller Wohnungen in den letzten drei Jahren energiesparende Maßnahmen eingeleitet wurden. Dabei waren Haushalte mit höherem Einkommen in der Mehrheit.

Die Verteilung der Heizkosten auf die einzelnen Parteien in ihrem Haus halten 66 Prozent der Mieter in Mehrfamilienhäusern für gerecht, 13 Prozent sagen nein, 21 Prozent sind unentschieden. Bei der Frage nach der korrekten Abrechnung der Mietnebenkosten glauben 75 Prozent, dass alles stimmt. 18 Prozent haben Zweifel, sieben Prozent keine Meinung dazu.

12.03.07
techem

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Je größer die Häuser, desto niedriger die Heizkosten

Untersuchung von Techem

Je größer die Häuser, desto niedriger die Heizkosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Eschborner Techem AG. Danach zahlen beispielsweise Haushalte in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung in heizölversorgten Drei-Familienhäusern durchschnittlich 670 Euro (Heizperiode 2004/05). Die Heizkosten in einer gleich großen Wohnung in Gebäuden mit über 40 Wohnungen hingegen betragen lediglich 446 Euro.

Grund für die niedrigeren Heizkosten ist laut Techem das Verhältnis von Umschließungsfläche zu Gebäudevolumen. Dies ist im Geschosswohnungsbau günstiger und führt zu einem geringeren Quadratmeter-Energieverbrauch (im obigen Beispiel 22 Prozent weniger). Außerdem sinkt der Heizölpreis wegen der größeren Bezugsmengen (im Beispiel: rund acht Prozent). Auch die verbrauchsunabhängigen Nebenkosten sind um die Hälfte niedriger, weil einige Positionen wie Wartung, Immissionsmessung oder Kaminreinigung nahezu unabhängig von der Gebäudegröße anfallen.

Die auf Heizölbasis ermittelten Daten gelten ähnlich auch bei Gas und Fernwärme. So lagen die durchschnittlichen Heizkosten für Wohnungen in Dreifamilienhäusern bei rund 800 Euro (Gas) beziehungsweise 780 Euro (Fernwärme), während sie in Geschossbauten lediglich 500 Euro (Gas) beziehungsweise 520 Euro (Fernwärme) betrugen.

Techem-Pressesprecher Stefan Lutz: "Wer also wegen hoher Heizkosten einen Wohnungswechsel plant, sollte in ein Gebäude mit vielen Wohnungen umziehen. Bis zu 300 Euro können jährlich gespart werden. Und mit steigenden Energiepreisen werden die Ersparnisse noch deutlicher ausfallen!"

Aber auch Geschossbauten weisen erhebliche Unterschiede bei den Heizkosten auf. So haben 20 Prozent dieser Gebäude einen Quadratmeter-Heizölverbrauch von weniger als 12 Liter, über zehn Prozent dagegen kommen auf mehr als 20 Liter. Energie sparen ist also mehr denn je angesagt, zumal die Heizkosten immer weiter in die Höhe schießen - in der abgelaufenen Periode allein um 30 Prozent.

Abhilfe gegen die explodierenden Heizkosten versprechen nicht nur teure Modernisierungsmaßnahmen. "ecotech" ist beispielsweise ein Verfahren, das durch intelligente Steuerung der Heizanlage rund zehn Prozent Energie einspart. Das System sammelt per Funk die Verbrauchsdaten der Heizkostenverteiler, die in jedem Mehrfamilienhaus eingesetzt werden müssen, und meldet sie an die Heizungssteuerung. Die Heizung wird dadurch exakt an den tatsächlichen Bedarf angepasst, ohne dass es in den Wohnungen kälter wird.

04.01.07
techem

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Relative Entwicklung energetischer Kenngrößen
1990-2004, 1990 = 100%

 
Klicken Sie auf das Bild.

Legende:
PEV: Primärenergieverbrauch
EEV: Endenergieverbrauch
HH: Haushalte
gestrichelt: Trendlinien
Datenbasis: AG Energiebilanzen (AGEB)
Grafik: DIMaGB

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Primärenergieverbrauch in Deutschland



Bild 2b:
der fast gleich bleibende Energieverbrauch für den Zeitraum 2000-2005
lässt sich als Fortführung der Grafik Bild 2 heranziehen (egal ob PJ o. StKE)
ab 2010 ist geschätzt, also für eine Beurteilung unerheblich
Grafik. ASUE, Quelle: ExxonMobil

Primärenergieverbrauch in Deutschland 2004 auf Vorjahresniveau

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland blieb nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im Jahr 2004 - trotz eines gesamtwirtschaftlichen Wachstums von 1,7 % - mit rund 493 Mill. t SKE (14438 PJ) auf dem Niveau des Vorjahres (Tabelle).

Der Mineralölverbrauch unterschritt mit rund 179 Mill. t SKE nur knapp die Vorjahresmenge. Die Entwicklung verlief bei den einzelnen Produkten unterschiedlich. Der Absatz von leichtem Heizöl ging vor allem preisbedingt kräftig zurück (-9,3 %); derjenige vom schweren Heizöl (-5,3 %) und vom Ottokraftstoff (-2,7 %) nahm ebenfalls ab. Dagegen stieg er bei Dieselkraftstoff (+ 3,4 %) und Rohbenzin (+ 4,7 %) deutlich.

Der Erdgasverbrauch war mit rund 110 Mill. t SKE geringfügig höher als im Vorjahr (+0,3 %) bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Quartalen und Verbrauchssektoren. In der Industrie wurde konjunkturbedingt mehr Erdgas eingesetzt. Während der Einsatz in Kraftwerken etwa konstant blieb, ging die Nachfrage der privaten Haushalte bedingt durch die höheren Temperaturen in der Heizperiode leicht zurück.

Der Steinkohlenverbrauch war mit rund 66 Mill. t SKE um 3,6 % niedriger als vor einem Jahr. Ursächlich für diese Entwicklung war der Rückgang beim Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft. Die Stahlindustrie hat den Verbrauch des Vorjahres bei günstiger Konjunktur leicht übertroffen.

Der Braunkohlenverbrauch blieb wegen der höheren Lieferungen an die Kraftwerke mit rund 56 Mill. t SKE knapp über dem Vorjahresniveau (+0,5 %). Die Stromerzeugung der Braunkohlenkraftwerke war insgesamt etwas höher.

Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke stieg gegenüber dem Vorjahr um etwa 1 %.

Der Beitrag der Wasserkraftwerke wie derjenige der Windkraftanlagen stieg kräftig. Insgesamt erhöhte er sich um reichlich ein Fünftel.

Der Verbrauch von Sonstigen Energieträgern (in erster Linie Brennholz und andere erneuerbare Energieträger) nahm gegenüber 2003 um 1,5 % zu.

Der Beitrag aller erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch belief sich 2004 auf rund 3 %.

Quelle: Pressemitteilung der AGEB, 01.2005

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland hat sich im Jahre 2004 mit rund 493 Mill. t SKE (14 438 Petajoule) gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Dabei standen den verbrauchssteigernden Effekten infolge der konjunktu-rellen Belebung die dämpfenden Einflüsse der im Verlauf des Jahres kräftigen Energiepreissteigerungen gegen-über, die den Anreiz zur Energieeinsparung verstärkt haben.

Der Erdgasverbrauch der privaten Haushalte sowie der Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen (HuK-Sektor) ging aufgrund der höheren Außentemperaturen in der Heizperiode leicht zurück – schätzungsweise um 1 %.

Quelle: DIW

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland blieb nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energie-bilanzen im Jahr 2004 - trotz eines gesamtwirtschaftlichen Wachstums von 1,7 % - mit rund 493 Mill. t SKE (14438 PJ) auf dem Niveau des Vorjahres. Der Mineralölverbrauch unterschritt mit rund 179 Mill. t SKE nur knapp die Vorjahresmenge. Der Erdgasverbrauch war mit rund 110 Mill. t SKE geringfügig höher als im Vorjahr (+0,3 %). Der Verbrauch von Sonstigen Energieträgern (in erster Linie Brennholz und andere erneuerbare Energieträger) nahm gegenüber 2003 um 1,5 % zu.

Quelle: AG Energiebilanzen

Kommentar DIMaGB.de: Die wichtigsten Heizmittel sind Erdöl (also ein Mineralöl) und Erdgas. Hier liegt die Veränderung nahezu bei 0. Wie wir aber immer wieder vorgehalten bekommen, liegen die Privathaushalte mit 40% im Rennen und dabei die Heizung mit einem Anteil von 75%, weswegen man hier ein großes Umweltschädigungs-potenzial sieht. 0,4 x 0,75 = 0,3 = 30% entfallen demnach nur auf die Heizung der Privathaushalte. Aber per Dekret sind wir Deutschen Weltmeister im Dämmen, Modernisieren und Sparen - das lassen wir uns ein Heidengeld kosten. Und der Nutzen?
01.2005

Um die Größenordnung zu verdeutlichen, diese Ergänzung:
Ein Drittel des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Raumheizung, durch die jährlich ca. 250 Mio. Tonnen des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) freigesetzt werden.“ Zitat: Prof. Dr. Wolfgang Seiler, Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung in Karlsruhe. Mitglied im Beirat der Initiative ContraCO2 ("die Initiative versucht dem entgegen zutreten, mit Hilfe von umweltfreundlichen Dämmstoffen, deutlich geringere Energiekosten und dem übergeordneten Ziel, wichtige natürliche Ressourcen zu erhalten").
03.2005

Noch eine ergänzende Mitteilung:
Auf der Internetseite des FV WDVS werden folgende Relationen angegeben:

Anteil der Heizenergie am Gesamtenergieverbrauch:
Haushalte/Kleinverbraucher: 50%
Industrie / Fahrzeugverkehr: je 25%;
eine Quelle hierzu wird nicht angegeben.
14.04.2005

Primärenergieverbrauch 2004

Totalverbrauch 492,6 Mio t SKE
Mineralöl 36,4 %
Erdgas 22,4 %
Steinkohle 13,5 %
Kernenergie 12,6 %
Braunkohle 11,4 %
Sonstige   3,7 %

Quelle: BGW/Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen



Grafik DIMaGB, 08.2005

Grafik: Endenergieverbrauch der Haushalte in Deutschland
Übrige feste Brennstoffe: einschließlich sonstige Energieträger (Solarthermie, Wärmepumpen u.a.)
2001-2003: vorläufige Angaben; Stand: 04.10.2004
Daten: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 10/04

Grafik DIMaGB, 08.2005

Grafik: Entwicklung des Wohnungsbestandes, prozentual
Daten: Statistisches Bundesamt, Fachserie 5 / Reihe 3
WE: 34.547 zu 38.383 (+11,1%), Wfl:: 2.839.665 zu 3.245.487 m2 (+14,3%)

Primärenergieverbrauch im ersten Halbjahr 2005 niedriger als im Vorjahr

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland betrug nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft  Energiebilanzen im ersten Halbjahr 2005 rund 244 Mill. t SKE (7155 Petajoule). Das waren 3 Mill. t oder 1,2 % weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres (Tabelle). Bei nur schwachem Wirtschaftswachstum und geringen Temperatureinflüssen im Vorjahresvergleich dominierten vor allem Preiseffekte diese Entwicklung.

Der Mineralölverbrauch war mit insgesamt knapp 84 Mill. t SKE im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 um 2,0 % niedriger. Dies ist insbesondere das Ergebnis eines erneuten Rückgangs des Absatzes von leichtem Heizöl (-8 %), der in erster Linie durch einen drastischen Anstieg der Preise von Mineralölprodukten ausgelöst wurde. Der Verbrauch von Kraftstoffen entwickelte sich unterschiedlich: Während der Absatz von Ottokraftstoff (-5 %) und von Dieselkraftstoff (-2 %) zurückging, nahm die Ablieferung von Flugtreibstoff zu (6 %). Der Verbrauch von Rohbenzin stieg ebenfalls (1,5 %).

Der Erdgasverbrauch stieg um rund 1 % auf etwa 60 Mill. t SKE, maßgeblich bedingt durch die im Vorjahresvergleich kühleren Temperaturen im ersten Quartal. Eine überdurchschnittlich gestiegene Erdgasnachfrage verzeichneten dabei der Haushaltssektor und die Industrie.



Grafik DIMaGB, 08.2005
Quelle: AGEB, 07/2005



Primärenergieverbrauch inD 1950 - 1994 in Mio. t SKE,
nach dem Substitutionsprinzip, alte und neue Länder
Grafik DIMaGB, 08.2005, Quelle: Daten von AGEB

Energiedaten Deutschland

Es sind Daten zusammengestellt, die für den Zeitraum 1990-2003 einen Überblick zu relevanten Größen liefert: Energieverbräuche und -kosten, Bevölkerung, Haushalte usw. Der Schwerpunkt liegt bei den Haushalten. Das Datenmaterial kommt vom BMWA.

Es sind Dateien zu den Rohdaten und zur Veränderung in % .

DIMaGB, 11.08.2005



Energieverbrauch in Deutschland:
Ein Drittel allein für Heizung und Warmwasser

In Deutschland wird mit rund 35 Prozent mehr als ein Drittel des Primärenergiebedarfs allein für die Raumheizung und Warmwasserbereitung benötigt. Das hat eine Untersuchung des Forschungszentrums Jülich ergeben. Nach Ansicht der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. könnte dieser Energieverbrauch durch rationellen Energieeinsatz deutlich gesenkt werden.

ASUE, 29.07.2005

ENERGIEVERBRAUCH
Leicht gesunken
Berlin/Köln - Der Verbrauch an Primärenergieträgern hat sich in Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres um ein Prozent verringert. Nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) ist diese Entwicklung im Wesentlichen auf die hohen Energiepreise und die schwache Konjunktur zurückzuführen. *

Der Verbrauch an Steinkohlen ging in den ersten drei Quartalen um 3,5 Prozent zurück. Sowohl die Elektrizitätswirtschaft wie auch die Stahlindustrie verringerten ihren Bedarf. Ursache waren zum einen die hohen Weltmarktpreise sowie die Kostenbelastung durch den CO2- Emissionshandel. Die Braunkohle konnte sich als wettbewerbsfähige Energie für die Grundlaststromerzeugung behaupten. Wegen einiger längerer Stillstände von Kraftwerken sank die Stromerzeugung aus Braunkohle um zwei Prozent. Der Mineralölverbrauch lag um ein Prozent unter dem Vorjahreswert. Absatzeinbußen bei Ottokraftstoffen (minus 6 Prozent), Heizöl (minus 2 Prozent) und Diesel (minus 1 Prozent) standen ein stabiler Absatz beim Rohbenzin für die chemische Industrie und ein deutlicher Verbrauchszuwachs beim Flugbenzin (plus 9 Prozent) gegenüber. Der Verbrauch von Mineralöl zeigt damit von allen Primärenergieträgern die größte Preis-Sensibilität. Ein höherer Bedarf von Industrie und Kraftwerken ließen den Verbrauch von Erdgas in den ersten neun Monaten des Jahres um knapp ein Prozent ansteigen. Die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken erreichte annähernd den Vorjahreswert. Die erneuerbaren Energien konnten ihren Anteil an der Energieversorgung vor allem durch den Zubau von rund 300 Windenergieanlagen allein im ersten Halbjahr weiter ausbauen. Die Stromerzeugung aus Wasser- und Windkraftwerken stieg um sieben Prozent. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch erhöhte sich auf reichlich vier Prozent. Die aktuellen Daten zum Energieverbrauch bietet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im Internet unter www.ag-energiebilanzen.de/daten/inhalt1.htm.

Quelle: DEBRIV-Newsletter, 4/2005

* Kommentar DIMaGB: also an der Dämmung liegt es nicht,
sondern an der Sparsamkeit infolge gestiegener Preise.



Grafik: DEBRIV



Grafik: DEBRIV

"Der Primärenergieverbrauch in Deutschland hat sich im Jahre 2004 mit rund 493 Mill. t SKE (14 438 Petajoule) gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Dabei standen den verbrauchssteigernden Effekten infolge der konjunkturellen Belebung die dämpfenden Einflüsse der im Verlauf des Jahres kräftigen Energiepreis-steigerungen gegenüber, die den Anreiz zur Energieeinsparung verstärkt haben. Der Rückgang beim registrierten Mineralölverbrauch überzeichnet freilich die tatsächliche Verbrauchsentwicklung. So haben die hohen Preise insbesondere beim leichten Heizöl zu einer erheblichen Kaufzurückhaltung geführt; der tatsächliche Ölverbrauch ging aber nicht in gleichem Umfang zurück, da die Verbraucher ihre Lagerbestände deutlich abgebaut haben. Der Einfluss der Temperatur war im vergangenen Jahr nicht eindeutig: Während die Witterung in der Heizperiode wärmer war als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, fiel sie wegen der vergleichsweise niedrigen Temperaturen in den Sommermonaten über das gesamte Jahr gerechnet etwas kühler aus. Bereinigt um den Temperatureffekt und um den – nur grob abschätzbaren – Lagerbestandseffekt dürfte der Primärenergieverbrauch 2004 gegenüber 2003 um rund 1% höher ausgefallen sein."

Quelle: Wochenbericht DIW, Nr. 7/2005, 72. Jahrgang/16. Februar 2005
1. Bericht, Primärenergieverbrauch in Deutschland, Zahlenbeilage
abzurufen bei der AGEB unter "Daten/Presse"

Querverweis:
:: Zur Relation von WDVS und dem Endenergieverbrauch der Haushalte, 1990-2004
   bei richtigsanieren.de

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Energieverbrauch 2006 in Deutschland

Energieverbrauch legt leicht zu
Hohe Preise dämpfen Zuwachs / Erneuerbare steigern Beitrag

Berlin/Köln (29.1.2007) - Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2006 leicht angestiegen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) berechnete einen Zuwachs von 1,2 Prozent auf 493,6 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE), das entspricht 14 464 Petajoule (PJ), gegenüber dem Vorjahr. Gebremst wurde der Zuwachs durch die milde Witterung in den letzten Monaten des Jahres sowie das hohe Preisniveau.

Beim Mineralöl standen einem deutlich höheren Verbrauch von Diesel, Heizöl und Flugbenzin Verbrauchsrückgänge bei Ottokraftstoffen und Chemiebenzin gegenüber. Insgesamt erhöhte sich der Mineralölverbrauch um 0,2 Prozent auf 176,2 Mio. t SKE. Mit einem Anteil von über 35 Prozent bleibt Mineralöl der mit Abstand wichtigste Energieträger in Deutschland. Förderlich für den Mineralölabsatz waren der aus steuerlichen Gründen vorgezogene Heizöleinkauf vieler Verbraucher sowie die fallenden Preise im letzten Quartal.

Der Erdgasverbrauch erhöhte sich im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 112,6 Mio. t SKE. In der Stromerzeugung stieg der Erdgaseinsatz kräftig um rund vier Prozent. Auch die Industrie verbrauchte mehr Erdgas als im Vorjahr. Die Auswirkungen der kalten Witterung in den ersten vier Monaten und des ungewöhnlich milden letzten Quartals auf den Bedarf an Raumwärme glichen sich in etwa aus, sodass der Erdgasverbrauch im Bereich Haushalte und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen auf Vorjahresniveau lag.

Der Verbrauch von Steinkohlen lag mit 64,0 Mio. t SKE um 1,7 Prozent über dem Vorjahr. Zu dieser Entwicklung trugen sowohl die höhere Nachfrage der Elektrizitätswirtschaft als auch der Stahlindustrie bei. Der Braunkohlenverbrauch war wegen geringerer Kraftwerksverfügbarkeit mit 53,7 Mio. t SKE um 1,5 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Stromerzeugung in den Braunkohlenkraftwerken verringerte sich entsprechend. Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent.

Der Beitrag der Wasserkraftwerke und Windkraftanlagen stieg insgesamt um rund 9 Prozent. Die Stromerzeugung aus Windenergie nahm um 12 Prozent, diejenige aus Wasserkraft um knapp 4 Prozent zu. Der Verbrauch von sonstigen Energieträgern stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch belief sich 2006 auf 5,3 Prozent gegenüber 4,7 Prozent im Vorjahr.

pressedienst AGEB Nr. 01/07
29.01.2007

Energieverbrauch legt leicht zu
Vorläufige Prognose für 2006 / Kalter Jahresanfang und weniger Wind

Berlin/Köln (3.11.2006) - Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2006 leicht ansteigen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) erwartet nach ersten vorläufigen Berechungen einen Zuwachs von gut 1 Prozent auf 493 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE), das entspricht etwa 14 450 Petajoule (PJ). Am stärksten fällt der Zuwachs beim Erdgas mit einem Plus von rund 4 Prozent aus. Erdgas verzeichnete vor allem im ersten Quartal 2006 infolge der sehr niedrigen Temperaturen kräftige Zuwächse, die sich im Jahresverlauf abschwächten. Der Anteil des Erdgases am gesamten Primärenergieverbrauch in Deutschland steigt leicht auf über 23 Prozent.

Auch das leichte Heizöl verbucht 2006 Absatzzuwächse in der Größenordnung von fast 6 Prozent. Dieser Entwicklung stehen jedoch Absatzrückgänge bei den Ottokraftstoffen und beim Rohbenzin für die chemische Industrie gegenüber. Der gesamte Verbrauch von Mineralölprodukten wird voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Mit einem Anteil von über 35 Prozent bleibt Mineralöl jedoch der mit Abstand wichtigste Energieträger.

Der Einsatz von Steinkohle wird sich 2006 sowohl in der Elektrizitätswirtschaft wie in der Stahlindustrie erhöhen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen rechnet mit einem Zuwachs von knapp 2 Prozent. Damit deckt Steinkohle 13 Prozent des gesamten Primärenergiebedarfs in Deutschland. Der Verbrauch an Braunkohle bleibt voraussichtlich stabil. Braunkohle deckt rund 11 Prozent des Energiebedarfs und wird zu über 90 Prozent in der Verstromung eingesetzt.

Die deutschen Kernkraftwerke werden ihre Stromproduktion 2006 voraussichtlich um über 2 Prozent erhöhen. Kernkraft hat damit einen Anteil von 12,6 Prozent am gesamten Energiebedarf. Weniger Wind und Wasser verringern den Beitrag der beiden wichtigsten erneuerbaren Energieträger zur Stromerzeugung um 4,5 sowie 1,2 Prozent. Dem stehen Zuwächse bei Holz, Biokraftstoffen und anderen erneuerbaren Energien gegenüber. Ingesamt wird der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch bei unverändert 4,5 Prozent liegen.

pressedienst AGEB Nr. 07/06
03.11.2007

Haushalte und Verkehr führen Energieverbrauch an
Ein Viertel Verluste / Energieflussbild erschienen

Berlin/Köln – Haushalte und Verkehr sind die größten Energieverbraucher. Die beiden Sektoren hatten 2005 nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) einen Anteil von jeweils mehr als 28 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland. Es folgen die Industrie mit einem Anteil von knapp 27 Prozent sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen mit zusammen rund 16 Prozent.
Zur Deckung des inländischen Energiebedarfs wurden 2005 nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft rund 433 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) an Energieträgern importiert. Knapp 130 Mio. t SKE stammten aus heimischer Gewinnung. Damit lag die Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung bei über 77 Prozent. Vom gesamten Energieaufkommen von über 560 Mio. t SKE wurden etwa 14 Prozent erneut exportiert. Für den inländischen Verbrauch standen 485,9 Mio. t SKE zur Verfügung. Abzüglich des nichtenergetischen Einsatzes, Eigenverbräuchen und Umwandlungsverlusten standen den Verbrauchern 312,5 Mio. t SKE an Endenergie zur Verfügung, ermittelte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen.
Die von der Bundesregierung bis 2020 angestrebte Verdoppelung der Energieproduktivität zielt darauf ab, Energie im Rahmen des technisch und physikalisch Möglichen effizienter bereitzustellen. Derzeit entfällt knapp ein Viertel des Primärenergieverbrauchs auf Umwandlungsverluste.
Einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Energieproduktivität leistet unter anderem der Ersatz alter Kraftwerke durch neue Anlagen mit höheren Wirkungsgraden. Weitere Maßnahmen sind die Anschaffung sparsamer Energieverbrauchsgeräte, bessere Wärmedämmungen sowie eine Stärkung des Energiesparbewusstseins bei den Verbrauchern. Um das gesetzte Ziel zu erreichen, müsste sich die Energieproduktivität, die sich aus dem Verhältnis von Energieverbrauch und wirtschaftlicher Leistung ergibt, künftig um knapp 3 Prozent pro Jahr erhöhen. In den zurückliegenden Jahren lag der Wert bei durchschnittlich 1,7 Prozent, wobei die Effzienzgewinne zuletzt deutlich geringer ausfielen.
Das Energieflussbild der AGEB steht als Download unter http://www.ag-energiebilanzen.de/ zur Verfügung. Haushalte und Verkehr führen Energieverbrauch an Ein Viertel Verluste / Energieflussbild erschienen

pressedienst AGEB Nr. 06/06
23.10.2006

Primärenergieverbrauch im ersten Halbjahr kräftig gestiegen
Öl und Gas profitieren vom kalten Jahresanfang

Berlin/Köln – Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um knapp drei Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) stieg der Bedarf an Primärenergieträgern im ersten Halbjahr 2006 um 6,8 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) auf insgesamt 251,7 Mio. t SKE.
Verantwortlich für den ungewöhnlichen Verbrauchsanstieg war die kalte Witterung in den ersten Monaten des Kalenderjahres. Besonders stark profitierten das leichte Heizöl vom Witterungsverlauf mit einem Absatzzuwachs von fast 13 Prozent und das Erdgas mit einem Zuwachs von über 9 Prozent.
Der gesamte Mineralölverbrauch erhöhte sich nur leicht um 0,7 Prozent infolge rückläufiger Absätze beim Ottokraftstoff von knapp 7 Prozent und beim Rohbenzin um fast 5 Prozent. Auch beim Diesel gab es ein leichtes Minus. Flugbenzin lag dagegen mit fast 6 Prozent im Plus. Der Verbrauch von Steinkohle blieb stabil. Der Verbrauch an Braunkohle stieg infolge der höheren Stromerzeugung leicht an. Die Kernenergie konnte ihren Beitrag zur Primärenergiebilanz des ersten Halbjahrs um über 3 Prozent steigern.
Die Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung brach witterungsbedingt um ein Fünftel ein, obwohl allein 2005 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1 800 Megawatt neu errichtet wurden. Die Wasserkraftwerke erzeugten 4 Prozent weniger Strom. Biomasse und andere erneuerbare Energien steigerten ihren Beitrag um rund 5 Prozent. Insgesamt konnten etwa 4,5 (Vorjahr: 4) Prozent des inländischen Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.



Berlin/Köln - Der Verbrauch an Primärenergieträgern stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 in Deutschland nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um knapp 3 Prozent. Ursache war der strenge Winter. Von den kühlen Temperaturen profitierten vor allem die Wärmeenergien Erdgas und Heizöl. Witterungsbedingt nahm die Energiegewinnung aus Wind und Wasser ab. Es kam zu einer verstärkten Nutzung von Kohle und Kernenergie in der Stromerzeugung.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB)

pressedienst AGEB Nr. 05/06
01.08.2006

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Haushalte: Anteil am Energieverbrauch

#1

"What we know is this:
40% of Europe's energy is used in buildings, this is more than any other sector including industry and transport."
[40% von Europas Energie wird in den Gebäuden verbraucht, dies ist mehr als jeder andere Sektor einschließlich Industrie und Transport.]

Quelle: Internetseite der EURIMA
(European Association of Insulation Manufacturers)
gelesen am 24.01.2007

#2

Anteil der Sektoren am Endenergieverbrauch in Prozent
Haushalte 1990-2003
25,1  26,8  26,7  28,3  28,1  28,5  29,8  29,9  29,4  28,1  28,3  30,1  29,5  30,0

Quelle: AG Energiebilanzen - Auswertungstabellen zur Energiebilanz für die Bundesrepublik Deutschland 1990 bis 2003 - Berechnungen auf Basis des Wirkungsgradansatzes - Stand: Oktober 2004, Berlin 2004

#3

Wärmebedarf in Abhängigkeit vom Alter der Gebäude

Das Alter spielt eine wesentliche Rolle bei dem Energieverbrauch, je nachdem ob es sich um Gebäude der Vorkriegsjahre, der Zeit vor der Energiekrise oder der Bauperioden zwischen den verschiedenen Wärmeschutzverordnungen handelt. Seit 1975 ist ein Rückgang des Energieverbrauchs um 38 % zu verzeichnen. Allein nach der Veränderung der Wärmeschutzverordnung wäre eine Verminderung um rund 60 % zu erwarten gewesen. Die Differenz weist auf das Vollzugsdefizit hin. Weder bei der Planung noch bei der Bauausführung findet eine ausreichende Kontrolle der Standards statt. Doch auch das Wohnverhalten (höhere Raumtemperaturen, Beheizung der gesamten Wohnung) mögen die Energiesparbemühungen überkompensiert haben.

Umweltbundesamt
http://www.env-it.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=3143
gelesen am 24.01.2007

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Energieverbrauch privater Haushalte weiter gestiegen
Umweltbundesamt: Einsparpotenziale besser nutzen

Private Haushalte gehen noch immer zu verschwenderisch mit Energie und Fläche um. Das belegen Zahlen aus der Umweltökonomischen Gesamtrechung (UGR) des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Umweltbundesamt (UBA) in Berlin vorgestellt wurden. Danach ist der Energieverbrauch deutscher Haushalte für Wohnen von 1995 bis 2005 um 3,5 Prozent gestiegen. Neben zunehmenden Wohnflächen ist ein weiterer Grund hierfür die wachsende Ausstattung der Haushalte mit Elektrogeräten. UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge: „Sollte unser Energiehunger weiter wachsen, so könnten wir dem Klimawandel kaum begegnen. Wir müssen in Deutschland den gesamten Energiebedarf bis 2050 halbieren. Die privaten Haushalte können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.“ Auch beim erhöhten Flächenverbrauch ist keine Trendwende in Sicht: In den vergangenen zehn Jahren wuchs die Wohnfläche für private Haushalte um etwa 13 Prozent.

Vor allem beim Stromverbrauch sind die Potenziale zum Energiesparen bislang nur unzureichend ausgeschöpft: Allein die Leerlaufverluste bei Elektrogeräten – wie Fernsehern und Computern – betragen derzeit in den Privathaushalten 17 Milliarden Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Das entspricht Stromkosten von 3,3 Milliarden Euro. Schon ein einfach zugänglicher Netzschalter, der elektrische Geräte vollständig vom Stromnetz trennt, kann helfen, Leerlaufverluste zu vermeiden.

Auch bei der „Weißen Ware“ – zum Beispiel Kühl-Gefrierkombinationen, Waschmaschinen und Geschirrspüler – gibt es erhebliche Einsparpotenziale. Hier sind mit Hilfe effizienter Techniken jährliche Einsparungen in Höhe von sieben Milliarden kWh möglich, dies sind etwa 5,8 Prozent des Stromverbrauchs der Haushalte.

Um den Stromverbrauch der Elektrogeräte zu verringern, schlägt das Umweltbundesamt auf Ebene der Europäischen Union (EU) rechtlich verbindliche Effizienzstandards für diese Geräte vor. Diese Standards sollten sich nach dem durchschnittlichen Stromverbrauch des besten Viertels der auf dem Markt verfügbaren Geräte richten. Jeder Hersteller und Importeur müsste nach einer mehrjährigen Anpassungsfrist die Standards für seine Geräte einhalten. Erfüllte ein Hersteller die neuen Effizienzstandards innerhalb der Frist nicht, drohten – je nach Gestaltung des Gesetzes – ein Bußgeld und/oder ein Verkaufsverbot. Diese Lösung lässt sich allerdings nicht im nationalen Alleingang durchsetzen; hier ist wegen des EU-Binnenmarkts eine EU-Regelung erforderlich.

Fast 60 Prozent des Energiebedarfs – vor allem für Raumwärme – lassen sich bei Wohngebäuden, die bis Ende der siebziger Jahre entstanden sind, einsparen. Die dazu notwendigen Investitionen, etwa zur Wärmedämmung oder zur Erneuerung der Heizungsanlage, amortisieren sich oft bereits in weniger als zehn Jahren. Bislang haben Vermieter jedoch kaum Anreize, in Energiespartechnik für ihre Wohnungen zu investieren. Der Grund: Vermieter können die Kosten für Energiespar-Investitionen im Allgemeinen nur mit jährlich elf Prozent auf die Kaltmiete umlegen. Um dieses „Investor-Nutzer-Dilemma“ aufzuheben, sollte der Gesetzgeber – ausschließlich für Energieeinsparinvestitionen – eine höhere Umlage als elf Prozent zulassen. Zum Schutz der Mieterinnen und Mieter müsste sie befristet und gestaffelt nach dem Einsparerfolg angelegt sein. Ferner sollte die Bundesregierung das „KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm“ auch künftig in mindestens gleicher Intensität fortführen.

Eine entscheidende Ursache für den Anstieg des direkten Energieverbrauchs der Haushalte ist die Zunahme der Wohnfläche, die private Haushalte nutzen. Diese Entwicklung ist auch auf die demografischen Veränderungen zurückzuführen: Die Menschen werden immer älter; immer mehr ältere Bürgerinnen und Bürger leben allein. Die Zahl der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte wuchs zwischen 1995 und 2004 um jeweils zwölf Prozent. Der Energieverbrauch pro Haushaltsmitglied ist in einem Single-Haushalt nahezu doppelt so hoch wie in einem Drei- und Mehr-Personen-Haushalt.

Die Versorgung dieser Wohnungen mit Energie, der Bau und die Instandhaltung der Verkehrs- und sonstigen Infrastruktur für die Anbindung der Wohnungen an die Städte beanspruchen die natürlichen Ressourcen stark. Um diese zu schonen, sollte nach Meinung des UBA die Modernisierung bestehender Gebäude – vor allem in den Städten – Vorrang vor einem Neubau haben. Prof. Dr. Andreas Troge „Wir müssen mehr Wert auf die Entwicklung der Innenstädte und die energetische Modernisierung unserer Altbauten legen, anstatt weitere Bauten auf die ‚Grüne Wiese’ zu setzen. Eine teure Infrastruktur mit langen Verkehrswegen, die immer weniger Menschen nutzen, können wir uns nicht mehr leisten.“

Weiterführende Informationen enthält das UBA-Hintergrundpapier „Wie private Haushalte die Umwelt nutzen – höherer Energieverbrauch trotz Effizienzsteigerungen“. Es steht unter http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/index.htm kostenlos zum Download bereit.

Daten zur Umweltökonomischen Gesamtrechnung (UGR) des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presse/deutsch/pk/2006/ugr_2006b.htm.

UBA
Dessau, den 14.11.2006

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Fakten
(und Behauptungen)

Seit 1973 190 Mrd. kWh eingespart

"Nach Auskunft des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme war es seit 1973 möglich, allein durch eine bessere Wärmedämmung der bundesdeutschen Gebäude ein Energieäquivalent von über 19 Milliarden Litern Heizöl * einzusparen. Damit sind diese seit 40 Jahren in der Praxis bewährten Werkstoffsysteme auch ökologisch sinnvoll, weil sie zur Entlastung der Umwelt Jahr für Jahr aufs neue beitragen."

aus: "Wärmedämmung ist ökologisch sinnvoll "
Pressemitteilung des FV WDV e.V.
Datum unbekannt

* das entspricht bei einem Heizwert von 10 kWh/l: 190.000.000.000 = 190 Mrd. kWh
Man kann aufgrund des fehlenden Datums nur schätzen, dass es um einen Zeitraum von 20 Jahren geht.
Demnach werden durch die WDVS 9,5 Mrd. kWh Energie eingespart.

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Private Haushalte: Die meiste Energie für Heizung und Auto

Rund 53 Prozent ihres Energieverbrauchs nutzen die deutschen Haushalte zum Heizen. Das Auto macht den zweitgrößten Posten mit einem Anteil von rund 30 Prozent aus. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach Daten für 2002.

Jeweils rund acht Prozent der Endenergie seien von den Haushalten für warmes Wasser sowie für Hausgeräte wie Waschmaschine, Spülmaschine, Kühlschrank, Gefriergerät oder Herd verbraucht worden. Schlusslicht beim Energieverbrauch der Haushalte sei die Beleuchtung mit einem Anteil von einem Prozent. Alle privaten Haushalte zusammen hatten nach VDEW-Angaben einen Anteil von rund 43 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland.



Grafik: VDEW
Hausgeräte mit acht Prozent Anteil / Beleuchtung beim Verbrauch Schlusslicht

VDEW, 24.11.2003

  mit Auto ohne Auto destatis (s.u.)
Auto   30 %   ---  
Heizung   53 %   75,7 %   76 %
Warmwasser     8 %   11,4 %   11 %
Hausgeräte     8 %   11,4 %   13 %
Licht     1 %     1,5 %
gesamt 100 % 100,0 % 100 %

Da es auch Haushalte ohne Auto gibt - und überhaupt aus Gründen der Transparenz hinsichtlich Energieverbrauch für Wohnen - gibt die Tabelle eine Umrechnung auf die Variante "ohne Auto" wieder. Die Stromverbraucher sind demnach mit rd. 13% beteiligt.

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Energieverbrauch der privaten Haushalte trotz Effizienzverbesserungen gestiegen

WIESBADEN – Der Energieverbrauch der privaten Haushalte für Wohnen ist im Zeitraum 1995 bis 2005 – bereinigt um die jährlichen Temperaturschwankungen – um 3,5% gestiegen. „Die erheblichen Verbesserungen bei Wärmedämmung, Heizungstechnik und Haushaltsgeräten reichten nicht aus, um den gestiegenen Energieverbrauch der Haushalte auszugleichen, der unter anderem durch eine wachsende Ausstattung mit Elektrogeräten und die zunehmende Wohnfläche verursacht wird“, so der Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, Walter Radermacher, heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Umweltbundesamt in Berlin.

Nach neuen Ergebnissen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) basiert dieses Plus von insgesamt 3,5% auf einer zweigeteilten Entwicklung: Bis zum Jahr 2000 war der Energieverbrauch zunächst um circa 11% gestiegen, um dann – sicher auch beeinflusst von den Energiepreiserhöhungen (+ 42% von 1999 bis 2005) – um rund 7% zu sinken.

Der Bereich Wohnen beansprucht rund 20% des gesamten deutschen Energie­verbrauchs. Von diesem Energieverbrauch für Wohnen werden 76% für Raumwärme verwendet, weitere 11% werden für die Bereitung von Warmwasser benötigt, die restlichen 13% entfallen auf die übrigen Anwendungen, wie Kochen, Elektrogeräte und Beleuchtung. Deren Energieverbrauch stieg zwischen 1995 und 2004 um 17,3%, während sich der Energieverbrauch für Heizen um 2,8% erhöhte und der Energiebedarf für Warmwasser um 1,4% zurückging.

Der deutliche Anstieg der Energienachfrage für den Anwendungsbereich „Kochen, Elektrogeräte, Beleuchtung“ erklärt sich aus dem hohen Zuwachs der Zahl der Elektrogeräte in den Haushalten, der offenbar die erheblichen Einspareffekte, die durch technische Verbesserungen der Geräte in den vergangenen Jahren erreicht wurden, mehr als aufgezehrt hat. Insbesondere hat sich die Ausstattung der privaten Haushalte mit Personalcomputern (+ 213% von 1993 bis 2003), Wäschetrocknern (+ 106%), Geschirrspülmaschinen (+ 103%), Mikrowellengeräten (+ 93%) und Videorecordern (+ 61%) kräftig erhöht.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Raumwärme, für welche die Haushalte im Jahr 2004 2,8% mehr Energie einsetzten als 1995. Der Verbrauch von Heizenergie je m2 Wohnfläche konnte aufgrund verbesserter Wärmedämmung und Heizungstechnik sowie veränderten Heizverhaltens der Haushalte um rund 9% reduziert werden. Diese Einsparerfolge wurden aber durch den Effekt einer Erhöhung der genutzten Wohnfläche, die um 13% stieg, übertroffen. Allerdings haben die Preissteigerungen bei der Heizenergie, die ab 2004 und verstärkt ab 2005 zu beobachten sind, die Energienachfrage gedämpft und ab 2004 zu deutlichen Verbrauchsrückgängen geführt.

Neben dem direkten Energiebedarf verbrauchen die Haushalte auch indirekt Energie. Das ist die Menge, die bei der Herstellung der von den Haushalten konsumierten Güter – einschließlich der importierten Güter – eingesetzt wird. Dieser so genannte indirekte Energieverbrauch war im Jahr 2003 rund 1,5‑mal größer als der direkte. Zwischen den Jahren 1995 und 2003 erhöhte sich der indirekte Verbrauch um 2,4%.

Der Anstieg ist das Ergebnis von belastenden und entlastenden Einflüssen, für die jeweils eigenständige Veränderungsraten ermittelt wurden. Ein deutlicher Entlastungseffekt von 5,3 Prozentpunkten für den indirekten Energieverbrauch ging von einem höheren Anteil solcher Güter am Konsum der privaten Haushalte aus, die weniger energieintensiv sind (zum Beispiel Dienstleistungen). Ebenfalls entlastend mit einem Effekt von 2,5 Prozentpunkten schlug sich der sparsamere Energieeinsatz bei der Herstellung der Güter nieder. Diese Einflüsse reichten aber nicht aus, um den Anstieg des Niveaus der Konsumausgaben, der zu einem belastenden Effekt von 10,2 Prozentpunkten führte, auszugleichen.

Detaillierte Ergebnisse enthält der Bericht „Die Nutzung von Umweltressourcen durch die Konsumaktivitäten der privaten Haushalte“, der kostenlos im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de, Pfad „Presse – Presseveranstaltungen“ abrufbar ist.

Statistisches Bundesamt
Pressemitteilung vom 14. November 2006

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Endenergieverbrauch der Haushalte 2005
Energieflussbild 2005 (AGEB)

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hat im Oktober 2006 das so genannte Energieflussbild für 2005 herausgegeben. Man kann sich dieses Dokument sowie zahlreiche andere umfangreiche Datendokumente auf deren Internetseite herunterladen.



Faksimile aus der Grafik der AGEB (Einheit = Mio. t SKE*)

Greifen wir uns einige wichtige Kenngrößen heraus:

Der Endenergieverbrauch der Haushalte beträgt 90,0 Mio. t SKE, das sind rd. 29% vom Endenergieverbrauch 2005 in Deutschland. Endenergieverbrauch plus Verluste ist der Primärenergieverbrauch. Der Anteil der Verluste am Primärenergieverbrauch (siehe rechts oben die drei Posten) beträgt stolze 35%. Als Endenergie sind also nur 65% nutzbar.

Der Endenergieverbrauch der Haushalte beträgt 52% der Umwandlungsverluste (90,0 zu 172,9 Mio. t SKE), eine interessante Relation. Das Ziel der Energieeinsparverordnung (EnEV) besteht in der Reduzierung des Primärenergieverbrauchs der Haushalte. Nehmen wir als Baispiel: 10% Reduzierung entsprechen 9,0 Mio. t SKE. Diese 9,0 Mio. t SKE entsprechen aber nur rd. 5% der Verluste.

Nun zum Kern der Überlegung: wie aufwändig ist es, diese 10% an Einsparung des Endenergieverbrauchs zu erzielen? Und: was haben Millionen Quadratmeter Wärmedämmung an Fassaden (WDVS) bewirkt? Wie aufwändig wäre es, die Verluste mal eben um 5% zu reduzieren?

:: Relation von WDVS und Energieverbrauch (1990-2004)

* 1 SKE ist die Wärmeenergie, die in einem durchschnittlichen Kilogramm Steinkohle steckt, das sind 7.000 kcal.
Man rechnet so um: 7.000 • 4.187,6047  = 29.313.232,8308 J = 29,3132 MJ = 8,1432 kWh.

24.10.2006

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Stromverbrauch: Die 10 besten Spartipps

› Verwenden Sie Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren.
› Nutzen Sie Sparprogramme bei Waschmaschinen und Geschirrspülern.
› Schalten Sie alle Geräte bei Nichtgebrauch vollständig aus (kein „Stand-by“).
› Verwenden Sie Powersafer oder ausschaltbare Steckerleisten.
› Achten Sie beim Kauf von elektrischen Geräten auf Energiesparklassen.
› Lüften Sie im Winter bewusst (Stoßlüften).
› Prüfen Sie die Wärmedämmung bei Türen und Fenstern.
› Senken Sie die Raumtemperatur um ein Grad, das spart sechs Prozent Energie.
› Nutzen Sie beim Kochen die Nachwärme der Herdplatte und verwenden Sie
  einen Kochtopf mit demselben Durchmesser wie die Kochplatte.
› Kontrollieren Sie regelmäßig die Temperatur im Kühlschrank und tauen Sie das Gefrierfach ab.

Quelle: VDEW; Fakten, September 2006

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Deutsche geizen beim Heizen
Heizenergieverbrauch auf Rekordtief

Studie von Techem in 128 Städten:
Schlusslicht Husum benötigt 63 Prozent mehr Öl als Spitzenreiter Offenburg

Die Deutschen verbrauchen immer weniger Öl für das Beheizen ihrer Wohnung. In der Heizperiode 2004/2005 sank der Durchschnittsverbrauch auf das Rekordtief von 15,66 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche (l/m²). Das ergab eine Studie der Eschborner Techem AG in 128 deutschen Städten. Auffällig dabei das deutliche Nord- Süd- Gefälle: So benötigt Schlusslicht Husum (20,24 l/m²), das schon seit Jahren am Ende der Verbrauchstabelle liegt, 63 Prozent mehr als das badische Offenburg (12,79 l/m²), das damit erstmals seit 1998 wieder die Spitzenposition einnimmt.

Ganz vorn in der Rangliste landeten neben Offenburg noch Dinslaken (12,95 l/m²), Castrop-Rauxel (13,20), Freiburg (13,45) und Unna (13,63) aus. Das Tabellenende zieren allesamt schleswig-holsteinische Städte: Norderstedt (18,73), Rendsburg (19,31), Bad Segeberg (19,56), Schleswig (19,79) und Husum (20,24). Im Mittelfeld: Frankfurt am Main mit dem exakten Durchschnittsverbrauch von 15,66 l/m².

Die Zahlen ermittelte Techem*, einer der europaweit führenden Dienstleister bei der Erfassung und Abrechnung von Energie und Wasser, auf der Basis von 185.000 Wohnungen in zentral beheizten Mehrfamilienhäusern. Die Untersuchung beschränkt sich auf westdeutsche Haushalte. Für Ostdeutschland sind keine verwertbaren Aussagen zum Ölverbrauch möglich, weil hier überwiegend mit Gas oder Fernwärme geheizt wird. Seit Techem 1978 mit der Analyse begann, ging der Ölverbrauch um mehr als 30 Prozent zurück.

Auch wenn der Verbrauch weiter gesunken ist, bleibt ein Wermutstropfen: Die Heizkosten für die abgelaufene Periode werden sich deutlich verteuern. Techem-Pressesprecher Stefan Lutz: "Wir fürchten, dass die Verbraucher auf Grund der langen Heizzeit und der stark gestiegenen Heizölpreise 30 Prozent mehr für eine warme Stube ausgeben müssen. Energie sparen ist also mehr denn je gefragt." Technische Hilfe leistet dazu inzwischen die Industrie. So hat Techem als erstes Unternehmen der Branche ein System ("Ecotech") entwickelt, das den Energieverbrauch um rund zehn Prozent reduziert: Dabei erkennt der Funk-Heizkostenverteiler, wenn der Heizkessel zu viel Wärme liefert. Er drosselt automatisch die Vorlauftemperatur, ohne dass es in der Wohnung kälter wird.

techem AG
Eschborn
05. Juli 2006


Grafik: techem

Kommentar:
Was sagen uns diese Zahlen? Der spezifische Heizölverbrauch in 185.000 westdeutschen Haushalten in Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizung ist über die Jahre zurück gegangen. Fein. Über die Ursachen wird keine Aussage getroffen. Einfamilienhäuser und Gebäude mit Gasheizungen sind nicht erfasst. Bleibt die Frage: wie repräsentativ sind diese Werte? Bekannt ist, dass der Endenergieverbrauch in Deutschland seit Jahren konstant vor sich hin dümpelt, ohne auf die vielfältigen Energiesparmaßnehmen - allen voran die sagenumwobenen WDVS als regelrechtes Energiesparwunder - Rücksicht zu nehmen und endlich mal tendenziell zu sinken. Ist es am Ende nur der geiz, der nicht nur "geil ist", sondern auch warm macht?

Querverweis:
:: Relation von WDVS und Energieverbrauch (1990-2004)

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Endenergieverbrauch 2005





Quelle: BMU 2006
Die Haushalte sind demnach mit 28% am Endenergieverbrauch beteiligt.

Seg-
ment
Potenzial
[TWh]
Aus-
schöpfung
Wasser   24 88 %
Wind 165 15 %
Biomasse 320 25 %
Photovoltaik 105 0,5 %
Solarthermie 290 0,9 %
Geothermie 530 0,3 %

Erschließung des Potenzials regenerativer Energien zur fossilen Substitution
Quelle: ZSW 2005, Viessmann Analyse

Der Verbrauch fossiler Energien lag in 2005 bei 995 TkW. Kurzfristig werden 24% Einsparung durch Effizienzsteigerung mit vorhandenen Technologien prognostiziert, das entspricht 756 TkW. Mittelfristig sieht man* weitere 50% Einsparung durch Substitution durch regenerative Energien.
* = VDEW/AGEE, EWI/Prognos, BDI, ZSW

06.2006

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Energieverbrauch: Entwicklungen und Kennwerte

"Diese Zusammenhänge machen deutlich, dass die energiegerechte Sanierung älterer Gebäude eine Schlüsselrolle bei der Modernisierung der Energieversorgung Deutschlands spielt. Im Gebäudebereich liegen große technische und zum Teil auch wirtschaftlich zu erschließende Energieeinsparpotentiale [1]. Durch rationelle Energieverwendung, effiziente Versorgungssysteme und Nutzung der Solarenergie kann man den Bedarf nach fossiler Energie – ohne Komfortverlust – deutlich zurückführen. Das belegen die großen Erfolge, die in den letzten Jahren bei der Reduktion des Wärmebedarfs im Gebäudebereich erzielt worden sind. So hat sich etwa der spezifische Heizölverbrauch in zentral beheizten Mietwohnungen seit 1970 von ursprünglich über 400 kWh/m2a bis Ende der 90‘er Jahre auf Werte um 200 kWh/m2a halbiert. Heute liegt er bei etwa 170 kWh/m2a (s. Grafik unten).

Der Trend zur Reduktion des spezifischen Energieverbrauchs im Gebäudebereich wird sich fortsetzen. Ursache sind die vielfältigen Möglichkeiten für noch sehr viel weitergehende Energieeinsparungen. Sie reichen von sog. Passivhäusern mit einem Heiz-Wärmebedarf von weniger als 15 kWh/m2a bis hin zu experimentellen energieautarken Solarhäusern, die die gesamte im Gebäude benötigte Energie – thermisch und elektrisch – aus der auf die Gebäudehülle eingestrahlten Sonnenenergie beziehen. Allerdings steigen dabei Aufwand und Kosten überproportional. Künftige Anstrengungen müssen sich daher vor allem darauf konzentrieren, technisch und insbesondere wirtschaftlich akzeptablere Lösungen für diese zukunftsfähigen Modelle zu finden."

Quelle:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Referat Kommunikation und Internet/LP4, Berlin
Innovation und neue Energietechnologien
Das 5. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung
Broschüre, Juli 2005
2.1.1.4 Energieoptimiertes Bauen
S. 33



"Der Trend zur Reduktion des spezifischen Energieverbrauchs im Gebäudebereich wird sich fortsetzen." meint die Bundesregierung. Zumindest ist beim Endenergieverbrauch der Haushalte keine Entwicklung nach unten zu erkennen.



Die Trendlinie (logarithmisch gebildet) zeigt nicht nach unten. Die Zahlen zeigen, dass der Endenergieverbrauch der Haushalte seit 1990 nicht unter diesen Startwert gesunken ist. Um Gründe dafür zu finden, ist zunächst ein Vergleich zu relevanten Kenngrößen erforderlich.



Wohnbevölkerung, Anzahl der Haushalte, Wohnungsbestand und Wohnfläche nehmen beständig zu. Eine Korrelation zwischen diesen Kenngrößen und dem Endenergieverbrauch der Haushalte ist mit Sicherheit nicht erkennbar, dafür dürfte die Streuung zu groß sein.



Angesichts der Grafik, die leider aufgrund des Datenmaterials in 2002 endet, stellt sich die Frage, ob denn nun der Durchbruch erreicht ist.



Und wenn ja, warum erst ab 1996 eine Nach-unten-Entwicklung greift. Und wieso steigt der spezifische Energieverbrauch wieder an in 2001? Am Wetter wird es nicht liegen, denn witterungsbereinigt sind die Daten bereits. Für eine Erfolgsverkündung scheinen die Daten (noch) nicht so recht geeignet zu sein, zumal der Unterschied in der Balkenhöhe bei anderem Maßstab deutlich bescheidener ausfällt.

Die starken Schwankungen und Diskontinuitäten lassen vermuten, dass es außer der Bezugsgröße Wohnfläche sowie der Korrekturgröße Witterung noch andere Faktoren geben muss.

"79. Energieeffizienz
Weltweit ist der Primärenergieverbrauch seit Beginn der 90er Jahre erheblich gestiegen. Der „Energiehunger“ großer Schwellenländer wie China oder Indien ist enorm: gegenüber 1990 verbraucht China 60 % mehr Energie, Indien 52 %. Aber auch in den industrialisierten Ländern zeigt der Trend nach oben. Die USA verzeichnen ein Plus von knapp 20 %, die OECD-Mitgliedstaaten in Europa ein Plus von rd. 13 %.

Deutschland hat eine andere Entwicklung aufzuweisen. Der Primärenergieverbrauch liegt heute – sowohl insgesamt als auch pro Kopf der Bevölkerung – unter dem Verbrauch des Jahres 1990. Da die negativen Folgen des weltweiten Trends zu steigendem Energieverbrauch jedoch auch Deutschland treffen, ist der sparsame und rationelle Umgang mit Energie ein ganz wesentlicher Beitrag zur dauerhaften Sicherstellung der Versorgung mit bezahlbarer Energie. In diesem Sinne müssen die Weichen gestellt werden.

In 2006 wird mit der anstehenden Novelle der Energieeinsparverordnung – neben dem bereits bestehenden Ausweis für Neubauten und Sanierungen – auch für vorhandene Gebäude ein Energieausweis verpflichtend, der bei Verkauf oder Vermietung vorgelegt sowie bei öffentlichen Gebäuden mit großem Publikumsverkehr deutlich sichtbar ausgehängt werden muss. Damit wird die EU-Gebäude-Richtlinie vollständig umgesetzt."

Jahreswirtschaftsbericht 2006
Reformieren, investieren, Zukunft gestalten –
Politik für mehr Arbeit in Deutschland
Text und Redaktion: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Öffentlichkeitsarbeit
Januar 2006
S. 70

Kommentar DIMaGB:

Zunächst sei ein Blick auf die Daten gestattet.

Jahr PEV PEV PEV PEV PEV PEV
  D AL D NL D ges. D AL D NL D ges.
  Subst. Subst. Subst. Wirk. Wirk. Wirk.
  PEV-S.xls PEV-S.xls PEV-S.xls PEV-W.xls PEV-W.xls PEV-W.xls
  [Mio tSEK] [Mio tSEK] [Mio tSEK] [Mio tSEK] [Mio tSEK] [Mio tSEK]
1950 135,5          
1951 149,8          
1952 158,2          
1953 155,5          
1954 167,2          
1955 183,4          
1956 195,2          
1957 196,1          
1958 190,7          
1959 194,0          
1960 211,5          
1961 215,7          
1962 231,3          
1963 248,9          
1964 257,1          
1965 264,6          
1966 266,7          
1967 266,8          
1968 288,5          
1969 315,0          
1970 336,8 104,1 440,8      
1971 339,4 103,9 443,3      
1972 354,3 105,4 459,7      
1973 378,5 108,3 486,8      
1974 365,9 109,7 475,6      
1975 347,7 112,4 460,1      
1976 370,3 116,3 486,6      
1977 372,3 118,8 491,1      
1978 389,0 122,1 511,1      
1979 408,2 123,9 532,1      
1980 390,2 121,7 511,9 387,4 120,7 508,1
1981 374,1 122,8 496,9 371,1 121,8 492,9
1982 361,5 119,7 481,2 359,2 118,8 478,0
1983 364,7 120,3 485,0 362,0 119,6 481,6
1984 376,1 122,3 498,4 376,0 121,9 497,9
1985 385,0 128,0 513,0 387,1 127,6 514,7
1986 386,9 128,7 515,5 388,2 128,0 516,2
1987 388,0 133,9 521,9 390,1 132,5 522,6
1988 389,8 130,1 519,9 393,1 129,4 522,5
1989 382,8 128,3 511,1 386,8 127,8 514,6
1990 392,2 112,6 504,9 396,9 111,7 508,9
1991 409,1 84,5 493,6 413,5 85,0 498,5
1992 406,6 76,2 482,8 412,1 76,5 488,4
1993 409,7 74,1 483,8 413,9 74,3 488,1
1994 407,7 72,6 480,4 411,1 72,9 483,9
1995           486,9
1996           503,1
1997           498,6
1998           495,5
1999           488,7
2000           491,4
2001           500,8
2002           491,8
2003           493,3
2004           492,3
2005           485,8

Tabelle: Primärenergieverbrauch in Deutschland
Legende:
PEV = Primärenergieverbrauch, D = Deutschland, AL = alte Länder, NL = neue Länder, ges. = gesamt
PEV-S.xls und PEV-W.xls = die Dateien als Quellen von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
Subst. = Substitutionsprinzip, Wirk. = Wirkungsgradmethode

Zur Erläuterung der Berechnungsmethoden:

Substitutionsprinzip:

Bei der Bewertung derjenigen Energieträger, für die es keinen einheitlichen Umrechnungsmaßstab wie den Heizwert gibt, wurde bei den deutschen Energiebilanzen bis 1995 der Substitutionsmethode gefolgt. Das betraf den Außenhandel mit Strom sowie die Stromerzeugung auf Basis von Wasserkraft, Wind und Sonnenenergie, Kernenergie und Müll.
Bei der Bewertung dieser Energieversorgungsbeiträge wurde von der methodischen Überlegung ausgegangen, daß dadurch eine entsprechende Stromerzeugung in konventionellen Wärmekraftwerken substituiert wird. Als vereinfachende Hilfsgröße für die primärenergetische Bewertung wurde der durchschnittliche spezifische Brennstoffverbrauch in konventionellen öffentlichen Wärmekraftwerken herangezogen. Die Kernenergie, die Wasserkraft usw. wurden im Rahmen des Primärenergieverbrauchs also so bewertet, als ob die jeweilige Strommenge in konventionellen Wärmekraftwerken mit dem entsprechenden Brennstoffaufwand erzeugt worden wäre.

Wirkungsgradmethode:

Die Bewertung der Stromerzeugung auf der Basis von Kernenergie, Wasser- und Windkraft sowie des Außenhandels mit Strom beruht auf der sog. Wirkungsgradmethode. Dabei werden die Stromerzeugung aus Kernenergie mit einem Wirkungsgrad von 33 vH, die übrigen genannten Energieträger sowie der Stromaußenhandel auf der Basis des Heizwertes der elektrischen Energie von
3.600 kJ/kWh, das entspricht einem Wirkungsgrad von 100 vH, bewertet. Im Vergleich zu dem früher üblichen Substitutionsansatz führt dies bei der Kernenergie zu einem höheren, bei den anderen
Energieträgern zu einem niedrigeren Primärenergieverbrauch.

Zur Veranschaulichung:



Grafik zu den Werten der letzten Spalte aus der Tabelle oben. Hierbei drängt sich die Frage auf, woran man den angeblichen erfolg der bundesdeutschen Energiepolitik messen soll. Das Auf-und-Ab des Primärenergieverbrauchs scheint ein schlechter Indikator zu sein.



"Der Primärenergieverbrauch liegt heute ... unter dem Verbrauch des Jahres 1990." - siehe oben.
Das ist wahr. Das ist aber auch nur relativ.



Der Primärenergieverbrauch liegt heute über dem Verbrauch des Jahres 1982." - siehe oben.
Das ist auch wahr. Das ist aber auch relativ.

"Damit wird die EU-Gebäude-Richtlinie vollständig umgesetzt." Gemeint ist der so genannte Energieausweis. Damit wird jedoch nur ein klitzekleines Stück der Intentionen der EU Richtlinie umgesetzt, von einer vollständigen Umsetzung kann überhaupt keine Rede sein. Dies wird im Folgenden begründet.

RICHTLINIE 2002/91/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 16. Dezember 2002 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden = gesetzliche Grundlagen für Effizienz und Wirtschaftlichkeit

- Gebäudeenergiepass
- Steigerung der Energieeffizienz
- Kostenwirksamkeit
- zusätzlich zur Wärmedämmung auch andere Faktoren
- Berechnungsmethode rasch anpassen
- Hinblick auf den technischen Fortschritt
- künftige Entwicklungen der Normung
- mehrere numerische Indikatoren darzustellen
- einschließlich Innenraumklima

Zu diesen Stichworten gibt es eine
:: Langfassung mit Textauszügen

Es ist also nicht nur ein Gebäudeenergiepass vorgegeben, sondern die Richtlinie sieht viel mehr vor, wie man hier aufgelistet sieht. Insofern ist die Einschätzung, mit dem Energiepass würde die EU-Gebäude-Richtlinie vollständig umgesetzt, falsch. Das Problem ist nur, dass die Richtlinie (nationale Politik = Kompromisse, EU-Politik = Kompromisse ²) zu viele Kann-Bestimmungen enthält. Den nationalen Gesetzgebern wird vieles offen gelassen. Das ist der Grund dafür, dass man an falschen bzw. realitätsfernen Berechnungsmethoden (Stichwort: U-Wert-Theorie, Glaser-Verfahren) festhält und diesbezügliche Normen (DIN 4108) mittels Bauregelliste A kühn zur allgemein anerkannten Regel der Technik erklärt. In der Praxis bedeutet das z.B., dass die Regeln der Baukunst vorgeben, dass man von innen nach außen diffusionsoffener baut - dennoch wird mit einem WDVS von innen nach außen dichter gebaut, mithin ein klarer Verstoß gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik, wie sie vor der Einführung des Styropors als Außenwanddämmstoff in der DIN 4108 festgeschrieben waren: "4. Grundlagen des Wärmeschutzes, 4.1.2.2. Vergrößerung des Dampfwiderstandes auf der warmen Seite der Wände und Decken, 4.1.2.3. Verringerung des Dampfwiderstandes auf der kalten Seite der Wände (z.B. Verwendung von Stoffen mit geringem Dampfwiderstand, so daß die kalte Seite verdunstungsfähig ist)." Quelle: DIN 4108, Wärmeschutz im Hochbau, Ausgabe Mai 1960.

vertiefende Informationen:
:: Glaser-Verfahren: Theorie und Praxis

:: Bauphysik, Physikalische Grundlagen und Phänomene

DIMaGB
03.04.2006

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Energieverbrauch in Bürogebäuden

Statistisch gesehen steigt der Energieverbrauch in Ihrem Bürogebäude jährlich um 1,6 %. Zusätzlich steigen auch die Energiepreise – eine Doppelbelastung für jeden Betrieb. Viele Beispiele zeigen aber, dass - bei entsprechenden Maßnahmen - 20 % Energieeinsparung in Bürogebäuden und entsprechende Kostensenkungen keine Seltenheit sind.

aus. Stadt München bezuschusst Energieoptimierung in Bürogebäuden
Pressemitteilung der Stadt München, 19.08.06

Kommentar:
In dieser Meldung geht es um die Bezuschussung von Energieanalysen und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Eigentlich interessant ist jedoch die Tatsache, dass der Verbrauch jährlich um 1,6% steigt. Wichtig wären einige Hintergrundinformationen, die leider nicht vorliegen. Was sind die Ursachen für den Anstieg? Ist diese Tendenz nur in München vorzufinden? Neben immer energieeffizienteren Bauweisen werden auch die Bürogeräte immer energieeffizienter, was also mag die Ursache sein?


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Weniger Stromverbrauch mit Standby-Label?

Alle klagen über die hohen Energiepreise. Dabei ist Strom sparen ganz leicht – einfach die elektrischen Geräte ganz abschalten und nicht im Standby-Modus laufen lassen. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat untersucht, wie man die Verbraucher auf die Energieverluste im Schlummer-Betrieb aufmerksam machen kann.

Allein im Jahr 2004 verschleuderten elektrische Geräte in deutschen Haushalten und Büros rund 18 Milliarden Kilowattstunden Strom im Standby-Zustand. Dies entspricht fast der gesamten Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland. Bei vielen Geräten aus der Unterhaltungselektronik liegt der Standby-Anteil am Stromverbrauch bei über 50 Prozent. »Eine Set-Top-Box beispielsweise, die künftig in jedem Haushalt, der Digital-Fernsehen empfangen will, stehen wird, verbraucht im Standby-Modus tagaus tagein rund acht Watt«, erklärt Barbara Schlomann vom ISI. Das klingt nach nicht viel. Umgerechnet auf ein Jahr sind es pro Haushalt aber rund 54 Kilowattstunden. Bei knapp 60 Millionen Fernsehern werden daraus über drei Milliarden Kilowattstunden. An den enormen Stromverlusten aus dem Standby-Betrieb wird sich bis 2015 wenig ändern. Zwar gab es bei einigen Geräten wie PCs oder Fernsehern in den letzten Jahren technische Verbesserungen von Seiten der Hersteller, doch die Zunahme bei den Gerätezahlen und die Verbreitung neuer Geräte gleicht diese Einsparungen nahezu aus. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe in einer neuen Studie für das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.

Die Fraunhofer-Forscher sollten klären, ob sich dieser unnütze Stromkonsum durch eine Kennzeichnung der Geräte mit einem Standby-Label verringern ließe. Ein solches Label könnte etwa angeben, wie viel Strom das Gerät im Standby- und im »Schein-aus«-Zustand benötigt. Im Schein-aus-Modus ist das Gerät scheinbar ausgeschaltet, verbraucht aber in Wirklichkeit immer noch etwas Strom. Das Potenzial ist immens: Rund neun Milliarden Kilowattstunden pro Jahr ließen sich sparen, wenn die jeweils besten Technologien eingesetzt würden, hat die Forschungsstelle für Energiewirtschaft in München ausgerechnet. Rechtlich wäre die Einführung einer solchen Kennzeichnungspflicht nach Einschätzung der Projektpartner an der TU Dresden auch in einem nationalen Alleingang möglich.

In ihrer Studie machen die ISI-Experten Vorschläge, wie ein Label für Geräte und Verpackungen aussehen könnte. Einen Aufkleber mit Klassifizierung der Energieeffizienz von A bis G, wie er derzeit schon bei Kühlschränken oder Waschmaschinen üblich ist, halten die Wissenschaftler für weniger sinnvoll. Denn bei Großgeräten wird der Strom fast nur im laufenden Betrieb verbraucht. Eine Kennzeichnung für Geräte wie Computer, Drucker, Fernseher, Set-Top-Boxen, Espressomaschinen – so die ISI-Forscher – sollte dagegen den Standby-Verbrauch in Watt ausweisen und zusätzlich auch noch den Verbrauch im Schein-Aus-Zustand angeben. Alternativen für die Kennzeichnung erwähnt die Studie auch: freiwillige Selbstverpflichtungen der Hersteller, Mindeststandards, Verbot des Schein-Aus-Zustands und Ausbau bestehender Kennzeichnungen wie etwa Energy-Star- oder EU-Öko-Label.

Fraunhofer ISI
Presseinformation
28.09.2005

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Wo bleibt das warme Wasser - wie viel Liter verbraucht werden



Wer mit der richtigen Heiztechnik warmes
Wasser erzeugt, spart Energiekosten ein.

Der Verbrauch von warmem Wasser hängt wesentlich von den Waschgewohnheiten ab. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt fasst zusammen, welche Mengen Warmwasser anfallen und wie jeder dabei Energie sparen kann.

Die Badewanne ist mit durchschnittlich 160 Litern der Spitzenreiter im Haus. Etwa 6,5 Kilowattstunden Energie sind zur Erwärmung des Wassers notwendig. Betrachtet man die Energiekosten, so ist eine Kilowattstunde Strom deutlich teurer als eine Kilowattstunde Erdgas. Laut Aussage des Initiativkreises Erdgas & Umwelt können Hauseigentümer ohne Komfortverzicht Energie einsparen, wenn sie das richtige Heizsystem einsetzen, beispielsweise eine Gas-Brennwertheizung mit angeschlossenem Warmwasserspeicher.

Beim Duschen fallen je nach Dauer zwischen 40 und 75 Liter Warmwasser an, beim Waschen am Waschtisch nur 17 Liter. An einem Handwaschbecken im Gäste-WC werden durchschnittlich neun Liter verbraucht, bei der Reinigung von Geschirr in der Küchenspüle fließen 30 Liter.

Wie Verbraucher Energie beim Heizen und bei der Warmwasserbereitung einsparen können, darüber informiert der Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/ 34 34 52 (6 Cent/Gespräch). Informationen gibt es auch im Internet unter www.ieu.de.

IEU, 24.08.2005

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Typische Wärmeverluste eines Einfamilienhauses (Baujahr vor 1984)

"
Fast 90 % der Gebäudesubstanz Deutschlands ist vor 1990 erbaut worden. Diese sehr spezifische Altersstruktur ergibt sich aus der langen Lebenszeit von Gebäuden. Wohngebäude haben eine Lebensdauer von über 100 Jahren mit einem Renovierungszyklus von ca. 30 - 60 Jahren. Innerhalb dieser Fristen werden in aller Regel energierelevante Gebäudeteile wie Fenster, Außenwände und Dächer, aber auch die Heizungsanlagen mindestens einmal renoviert oder ersetzt. Im Zuge dieser Sanierung können abhängig vom Baujahr, Gebäudetyp und Zustand des Gebäudes Energieeinsparungen von 50 bis 80 % erzielt werden. Ansatzpunkte sind insbesondere die Wärmeverluste durch ungenügend gedämmte Außenwände, Dachflächen und Bodenflächen, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie alte Fensterkonstruktionen, die zu schlechten Energiekennziffern dieser Gebäude beitragen (s. Abb. unten)."



Deckblatt Energieforschungsprogramm






Quelle:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Referat Kommunikation und Internet/LP4, Berlin
Innovation und neue Energietechnologien
Das 5. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung
Broschüre, Juli 2005
2.1.1.4 Energieoptimiertes Bauen
S. 33

Das Dokument ist aktuell als PDF abrufbar beim BMWi.

Kommentar DIMaGB:
Prüfung auf Plausibilität:

Bauteil von bis
Dach 15 20
Heizung 30 35
Fenster 20 25
Lüftung 10 20
Wand 20 25
Boden 5 10
gesamt 100% 135%

Die Summe der von-Werte beträgt 100%. Da die Summe nicht größer als 100% sein kann, kommt eine Kombination mit den angegebenen bis-Werten nicht in Frage.



Grafik: DIMaGB, Daten: BMWi

02.04.2006

Sie finden mehr Informationen und Daten
bei richtigsanieren.de

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Ihnen genügen diese Werte nicht?
Sie wollen noch mehr einsparen?
Dann dämmen Sie doch Ihre Fassade:
:: Dämmolympiade, Lügenmärchen, Einsparträume


Wohin verfliegt die Heizenergie?

Steigende Heizkosten und das zunehmende Umweltbewusstsein lenken den Blick verstärkt auf den Heizenergiebedarf von Häusern. Viele Hausverkäufer werben mit hohen Dämmwerten der Außenwände. Sie nutzen dabei aus, dass viele Bauherren oder Käufer nicht wissen, wie gering deren Einfluss auf den Primärenergiebedarf ist. Wohin die Heizenergie im einzelnen verfliegt, erläutert die kostenlose Broschüre "Massiv bauen...besser leben" der Informationszentrale Massiv Mein Haus e.V. .

Wegen der vielen verschiedenen Verlustquellen verlangt der Gesetzgeber ganz bewusst nur einen maximalen Primärenergiebedarf des Gebäudes und keine extrem hohen Dämmwerte einzelner Bauteile. "Damit Bauherren ihr Haus energetisch wirtschaftlich planen können, sollten sie wissen, auf welchen Wegen die Heizenergie verfliegt", empfiehlt Reiner Pohl, Geschäftsführer von Massiv Mein Haus. Etwa 37 % der Primärenergie geht über die Gebäudehülle verloren. Davon benötigen die Wände lediglich 10% bis 15%. Die Aufbereitung und der Transport des Energieträgers Öl oder Gas, die Verluste des Heizkessels und die Wärmeverluste bei der Verteilung der Heizwärme verbrauchen - selbst bei sparsamen Brennwertkesseln - ca. 30 %, die Belüftung des Gebäudes ca. 25 % und die Warmwasserbereitung ca. 8% der Energie.

In den letzten Jahren hat die Baustoffindustrie ihre Mauersteine wärmetechnisch stark optimiert. Gemauerte Wände können damit besser dämmen, als eine gleich dicke Holzwand. Bei den heute üblichen hohen Dämmwerten gemauerter Außenwände und ihrem geringen Anteil an den gesamten Energieverlusten beeinflusst eine weitere Verbesserung ihres Dämmwertes den Primärenergiebedarf nur wenig.

Massivbauten aus Mauerwerk und Beton halten aber nicht nur durch niedrige U-Werte die Wärme im Haus. Weil sie spätestens nach dem Verputzen dicht sind und bleiben, kann der Wind auch nach Jahren keine Wärme durch Ritzen und Spalten aus dem Haus blasen. Ihre Wärmespeichermassen nutzen im Winter die Sonnenenergie besonders gut aus und halten im Sommer die Räume angenehm kühl. Schwere massive Wände und Decken schirmen gegen Lärm ab und brennen nicht. Familien mit Kindern schätzen dies besonders. Ein wichtiges Argument für die Altersvorsorge ist, dass Massivhäuser robust und damit pflegeleicht sind. Maklerumfragen beweisen immer wieder ihre Wertbeständigkeit. Sie lassen sich im allgemeinen schnell und zu einem guten Preis verkaufen.

Weitere interessante Tipps zum Hausbau können unter www.massivhaus-ratgeber.de abgerufen oder kostenlos bei der Informationszentrale Massiv Mein Haus e.V., Falkensteinstr. 9, 86316 Friedberg, Tel:: 0821-7849773, Fax 0821-784447, E-Mail: info@massivhaus-ratgeber.de angefordert werden.



Anteilige Verluste der Primärenergie am Beispiel eines freistehenden Einfamilienhauses
(Quelle: Massiv Mein Haus e.V.)

Massiv Mein haus e.V.
11.05.2004

Kommentar DIMaGB:
Den Energieverlusten über die Außenwand werden 15% zugeordnet. Bezugsgröße ist die Primärenergie. Rechnet man um auf die Wärmeverluste, sind es rd. 21% (15% : 0,7).

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Energieverbrauch von Haushalten und Gewerbe unter der Lupe

Das Fraunhofer ISI hat gemeinsam mit dem DIW Berlin, dem Marktforschungs­institut GfK, dem Institut für Energetik und Umwelt in Leipzig und der TU München für das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit den Umgang mit der Energie genauer untersucht, als dies die üblichen Energiestatistiken tun – und überraschende Erkenntnisse gewonnen.

Wie hoch ist der Energieverbrauch in deutschen Haushalten, im Gewerbe und in öffentlichen Einrichtungen tatsächlich und wodurch wird er beeinflusst? Diesen Fragen ging eine Studie unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung in Karlsruhe nach. Danach haben die immer wieder verschärften Wärmeschutzanforderungen im Lauf der letzten 25 Jahre erhebliche Heizenergieeinsparungen gebracht, aber bei weitem nicht so viel wie erwartet. Es mangelt an der Bauausführung, aber auch am sparsamen Verhalten der Bewohner. Laut Studienleiterin Barbara Schlomann bringt ein Grad weniger im Wohnzimmer immerhin eine um drei Prozent niedrigere Heizkostenrechnung. Fast die Hälfte der deutschen Haushalte verpulvert außerdem über stundenlang gekippte Fenster im Schlafzimmer unnötig Heizenergie. Und um den Verbrauch an Heizenergie zu senken, sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Denn allein durch die immer größer werdende Wohnfläche, die jede Person für sich beansprucht, erhöht sich der Energiebedarf beträchtlich. Einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung könnten auch effiziente Holzheizungen leisten. Heute haben sie in den Wohnungen nur einen Anteil von sechs Prozent.

Die Befragung von über 20.000 Haushalten, die von der GfK ausgeführt wurde, zeigt auch, wo die Stromfresser unter den elektrischen Geräten und Anlagen lauern: So erhöht ein Klimagerät den Stromverbrauch um 120 Kilowattstunden pro Jahr, eine Sauna schlägt gar mit 450 Kilowattstunden zu Buche. Auch die Stromkosten für Wasserbetten, Aquarien, Geschirrspüler, Kühlschränke und elektronische Geräte fallen ins Gewicht, viele dieser Geräte sind auf dem Vormarsch. Mit Energiesparlampen sind die Haushalte noch spärlich ausgestattet – nur jede siebte Lampe ist energiesparend. Und auch ein Blick auf den Spritverbrauch könnte nicht schaden: Privat-Pkw fahren über 13.000 Kilometer pro Jahr und verbrauchen dabei fast 1.100 Liter Kraftstoff.

Im gewerblichen Bereich sind der Handel und die Büros die größten Energieverbraucher in Deutschland. Hier schlägt vor allem die Zunahme der klimatisierten Flächen und die wachsende Zahl von Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik zu Buche.

Insgesamt liefert die Studie eine Fülle wertvoller Daten zum Energieverbrauch der privaten Haushalte und des gewerblichen Bereichs, die eine wichtige

Ergänzung der herkömmlichen Energiestatistik darstellen. Solche Daten werden immer wichtiger, wenn es um die Frage geht, wie Deutschland die internationalen Vereinbarungen zum Klimaschutz einhalten kann.
Den vollständigen Bericht finden Sie unter www.isi.fhg.de/e/projekte/122s.htm

Fraunhofer ISI
Presseinformation 11/2004
26.05.2004

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Haushalte: Acht Prozent des Stroms für Licht

Rund acht Prozent ihres Stroms oder 11,4 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) nutzten die 39 Millionen deutschen Haushalte zur Beleuchtung ihrer Wohnung. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach jüngsten Berechnungen für 2002.

Auf Unterhaltungselektronik, Telekommunikation und Computer seien mit 13,8 Mrd. kWh Strom zehn Prozent des Stromverbrauchs der Haushalte entfallen. Kühl- und Gefrierschränke sowie andere Haushaltsgeräte kamen nach Angaben des Branchenverbandes mit 40,7 Mrd. kWh auf rund 30 Prozent.

Gut die Hälfte des Stroms im Haushalt für Wärme und Klima: Kochen, Bügeln oder Wäsche trocknen machten etwa 18 Prozent oder 25,2 Mrd. kWh aus. Warmwasser und Heiz- oder Klimaanlagen schlugen jeweils mit 17 Prozent oder 22,8 Mrd. kWh zu Buche, ermittelte VDEW.

Wieviel Strom wofür? Anteile am Stromverbrauch der Haushalte 2002 in Prozent (Quellen: VDEW, Statistisches Bundesamt):

 •  Kühl- und Gefrierschränke, andere Haushaltsgeräte 30
 •  Bügeln, Kochen, Trocknen 18
 •  Heizung, Klimaanlagen 17
 •  Warmwasser 17
 •  Unterhaltungselektronik, Telekommunikation, Computer 10
 •  Licht 8

VDEW, 26.1.2004

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Energieverbrauch der privaten Haushalte:
Über 80 Prozent für Heizung und Auto

Etwa die Hälfte ihrer Endenergie verbrauchten die rund 37 Millionen deutschen Haushalte 2000 zum Heizen. Dahinter folgte das privat genutzte Auto mit einem Anteil von rund 32 Prozent. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach jüngsten Berechnungen für 2000.

In die Warmwasserbereitung seien bei den privaten Haushalten rund acht Prozent der Energie geflossen. Auf Hausgeräte wie Fernseher oder Kühltruhe entfielen laut VDEW fünf Prozent. Für Wärmeanwendungen wie Kochen seien etwa drei Prozent verbraucht worden. Die Beleuchtung habe einen Anteil von einem Prozent gehabt.

Insgesamt habe der Energieverbrauch der privaten Haushalte 2000 bei rund 128 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) gelegen. Der Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei vor allem witterungsbedingt gewesen.

VDEW, 08.04.2002

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