|
Verteilung des Jahresheizenergieverbrauchs
(nach IEU)

Bild 1: Verteilung des Jahresheizenergieverbrauchs nach IEU (Monate 3:9)

Bild 2: zu den Daten von Bild 1 die Relation des Jahreszeitanteils

Bild 3: Verteilung des Jahresheizenergieverbrauchs nach IEU (Monate 5:7)

Bild 4: zu den Daten von Bild 3 die Relation des Jahreszeitanteils
4 Grafiken: DIMaGB
08.01.2008
nach oben
Zum Anteil der Haushalte am Energieverbrauch
Heutzutage betet es jede Zeitung und Zeitschrift nach, dass der
"Energieverbrauch der Haushalte" im Bundesmaßstab 30% ausmache. Diese Phrase ist
so oft kolportiert worden, dass mit Sicherheit niemand darüber nachdenkt, ob das
denn auch zutreffen mag.
Das Verb kolportieren beschreibt in Anlehnung an seine ursprüngliche Bedeutung
abwertend das Verbreiten von Gerüchten und Gesellschaftsklatsch. Im Folgenden
soll untersucht werden, ob etwas daran ist an diesem Gerücht.
Aktuelle Daten liefert die AGEB, die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Im
Oktober 2007 wurde das Energieflussbild für 2006 veröffentlicht.

Bild1: Energieflussbild 2006 (AGEB) in Mio. t SKE
Beim Vergleich der Zahlen (89 : 90 : 91,3 : 48,9) schneiden die Haushalte mit
28,6% offensichtlich wirklich schlecht ab - die viel beschworenen 30% sind
demnach fast erreicht. Berücksichtigt man noch die Pos. "statistische
Differenzen", kommt man auf 28,5%.

Bild 2: Anteil der Haushalte am Endenergieverbrauch 2006
Dem aufmerksamen Betrachter wird sicher nicht entgangen sein, dass im
Energieflussbild oberhalb vom Endenergieverbrauch noch einige weitere Post4en
stehen, deren zahlenmäßige Beträge nicht unbedeutend zu sein scheinen. Der
Primärenergieverbrauch liegt mit 497,8 zu 319,2 Mio t. SKE rd. 56% über dem
Endenergieverbrauch.

Bild 3: Anteil des Endenergieverbrauchs der Haushalte am Primärenergieverbrauch
2006
Bezogen auf den Primärenergieverbrauch beträgt der Endenergieverbrauch der
Haushalte 18% statt 30%. Es liegt ja auch auf der hand, dass sich diese
Relationen verschieben, wenn eine andere Gesamtmenge die Basis bildet. Hieran
wird deutlich, dass die Redewendung, der "Energieverbrauch der Haushalte"
betrage im Bundesmaßstab 30%, falsch ist.
Hiermit wird ein falsches Bild erzeugt und Schuld suggeriert. Die bösen,
verschwenderischen Hausbewohner schurigeln mithilfe ihres Anteils an diesen 30%
die arme geplagte Umwelt, die unvorstellbar unter dem daraus resultierenden
CO2-Ausstoß leidet.
Aus dem Energieflussbild ergeben sich die verschiednen Stufen und Bestandteile
der "Erzeugung" und des Verbrauchs von Energie. Wen es genauer interessiert, der
kann das auf der Internetseite der AGEB nachlesen, wo die Begriffe erläutert
werden: http://www.ag-energiebilanzen.de/daten/VorwortA.pdf.
"Der energetisch genutzte Teil des Energieangebots im Inland nach Umwandlung
wird unter dem Endenergieverbrauch verbucht, der unmittelbar der Erzeugung von
Nutzenergie dient. Der Endenergieverbrauch wird nach bestimmten
Verbrauchergruppen und Wirtschaftszweigen aufgeschlüsselt." definiert die AGEB
den Begriff Endenergieverbrauch.
Das heißt, dass was die Industrie liefert, wird verbraucht. Umwandlungsverluste
sind bereits abgezogen, die werden schließlich nicht mitgeliefert, daher auch
der Begriff Verluste. Immerhin sind es (122,4 + 34,8 + 20,9) : 497,8 = 178,1 :
497,8 = 35,8% Anteil der Verluste am Primärenergieverbrauch. Dagegen nehmen sich
die 18% der Haushalte schon eher bescheiden aus.
|
Jahr |
Primäre. |
Enden. |
EEV:PEV |
|
2004 |
500,1 |
318,1 |
64% |
|
2005 |
485,9 |
312,5 |
64% |
|
2006 |
497,8 |
319,2 |
64% |
Tabelle 1: Primär- und Endenergieverbrauch 2004-2006

Bild 4: Die Verluste aus Umwandlung betragen mit Faktor 1,95 fast das Doppelte
des Endenergieverbrauchs
der Haushalte
Offensichtlich gibt es Gründe dafür, dass die Quote des Endenergieverbrauchs,
bezogen auf den Primärenergieverbrauch, in den Jahren 2004 bis 2006 64% beträgt.
Das bedeutet, dass konsequent 36% der Energie beim Erzeugungsprozess verloren
gehen. Dabei sollte jedem klar sein, dass nun gerade die Haushalte keinerlei
Einfluss hierauf haben und noch dazu teuer dafür drauflegen müssen.
Die Energieeinsparverordnung bestraft die Haushalte
Liefert die AGEB noch halbwegs handfeste Daten, die durch Verbrauchswerte
definiert sind, gönnt man sich mit der EnEV einen etwas anderen Blick auf die
Dinge. Das beginnt mit den Definitionen zu den Begriffen.
Primärenergiebedarf
"Der Primärenergiebedarf bildet die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes ab. Er
berücksichtigt neben der Endenergie auch die so genannte „Vorkette“ (Erkundung,
Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger (z. B.
Heizöl, Gas, Strom, erneuerbare Energien etc.). Kleine Werte signalisieren einen
geringen Bedarf und damit eine hohe Energieeffizienz und eine die Ressourcen und
die Umwelt schonende Energienutzung. Zusätzlich können die mit dem Energiebedarf
verbundenen CO2-Emissionen des Gebäudes freiwillig angegeben werden."
EnEV 2007, Anlage 6 zu §16, Energieausweis für Wohngebäude, Seite 4
Endenergiebedarf
"Der Endenergiebedarf gibt die nach technischen Regeln berechnete, jährlich
benötigte Energiemenge für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung an. Er wird
unter Standardklima- und Standardnutzungsbedingungen errechnet und ist ein Maß
für die Energieeffizienz eines Gebäudes und seiner Anlagentechnik. Der
Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die dem Gebäude bei standardisierten
Bedingungen unter Berücksichtigung der Energieverluste zugeführt werden muss,
damit die standardisierte Innentemperatur, der Warmwasserbedarf und die
notwendige Lüftung sichergestellt werden können. Kleine Werte signalisieren
einen geringen Bedarf und damit eine hohe Energieeffizienz.
Die Vergleichswerte für den Energiebedarf sind modellhaft ermittelte Werte und
sollen Anhaltspunkte für grobe Vergleiche der Werte dieses Gebäudes mit den
Vergleichswerten ermöglichen. Es sind ungefähre Bereiche angegeben, in denen die
Werte für die einzelnen Vergleichskategorien liegen. Im Einzelfall können diese
Werte auch außerhalb der angegebenen Bereiche liegen."
EnEV 2007, Anlage 6 zu §16, Energieausweis für Wohngebäude, Seite 4
Unter dem Jahresheizwärmebedarf kann sich Otto Normalverbraucher noch etwas
vorstellen. In der Heizperiode will er es warm haben und das bewerkstelligt er
mittels der im Hause eingebauten Technik. Hat der Kessel einen schlechten
Wirkungsgrad, geht mehr durch den Schornstein raus - der Verbrauch ist höher als
nötig, die Anlage arbeitet nicht effizient. Dazu kommen noch Verteilungen,
Pumpen, Ventile usw. usf. Diese Verluste und Nebenverbräuche hinzugerechnet,
erhält man den Endenergieverbrauch.
Im so genannten Vereinfachten Berechnungsverfahren für Wohngebäude (zu § 3 Abs.
2 Nr. 1 und § 9 Abs. 2 EnEV) ist der Jahres-Primärenergiebedarf wie folgt zu
ermitteln: Qp = (Qh + Qw ) ep in kWh/(m²a). Dabei bedeuten Qh der
Jahres-Heizwärmebedarf in kWh/(m²a), Qw der Zuschlag für Warmwasser und ep die
Anlagenaufwandszahl.
Mit der Einführung des Jahresprimärenergieverbrauchs nach EnEV wird nun der
Hausbewohner für die Sünden in der so genannten „Vorkette“ (Erkundung,
Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger
bestraft. Die Berechnungen auch der Anlagenaufwandszahl enthält Faktoren,
mithilfe derer sich bestimmte Systeme und Industriezweige bevorzugen lassen.
Davon abgesehen, dass (auch!) die Berechnung der Anlagenaufwandszahl ein
Geheimnis der Normen- und Formelakrobaten der EnEV bleiben wird, wird deutlich:
Otto Normalverbraucher wird dafür bestraft, dass die Industrie die
bereitzustellende Energie zu schlecht "umwandelt" bzw. zu verlustreich
"erzeugt".
Damit das Häusel nicht solch einen grottenschlechten Wert für den
Jahresprimärenergieverbrauch bekommt, ist auf Teufel komm raus energetisch zu
sanieren. Zumindest wird das dem Otto Normalverbraucher so eingebläut. Dabei
wird unterschlagen, dass es trotz der vielen Jubelberichte im Zeitraum 1990 bis
2005 lediglich gelungen ist, den spezifischen Endenergieverbrauch der deutschen
Haushalte um lächerliche 5% zu senken. Dass dies ein Ergebnis "erfolgreicher
Umwelt-, Klima- und Energiepolitik" ist, ist ohnehin in Frage zustellen, da
diese 5% statistisch untergehen bzw. auf sparsameren Verbrauch infolge Geiz
(besser ausgedrückt: Sparsamkeit) zurückzuführen sind.
Am Ende bleibt (wieder einmal) die Frage: cui bono?
Wem nützt es?
DIMaGB
28.12.2007
Daten: AGEB, Grafiken: AGEB, DIMaGB
nach oben
Energieverbrauch im Haus
Das größte Stück vom Kuchen für die Heizung
Überall im Haus wird Energie benötigt, zum Beispiel Strom für Waschmaschine,
Fernseher oder Beleuchtung, aber auch Erdgas oder Heizöl für warmes Wasser und
beheizte Räume. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt informiert, wofür wie viel
Energie benötigt wird.
In deutschen Durchschnittshaushalten spielt die Beleuchtung mit nur zwei Prozent
Anteil am Gesamtenergieverbrauch eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Mit
neun Prozent schlagen die elektrischen Geräte zu Buche. Diese Zahlen machen
deutlich, so der Initiativkreis Erdgas & Umwelt, dass Heizung und
Warmwasserbereitung das größte Stück des Energiekuchens für sich beanspruchen.
89 Prozent der benötigten Energie wird für Wärme eingesetzt, 12 Prozent für die
Warmwasserbereitung und 77 Prozent für die Raumheizung. Wer hier sparen kann,
der spart richtig. Doch wie lässt sich sinnvoll sparen?
An erster
Stelle steht der Austausch veralteter Heiztechnik. Zum Beispiel ein
Gas-Brennwertgerät spart gegenüber einem herkömmlichen Heizgerät ohne
Brennwertnutzung bis zu 15 Prozent Erdgas ein. Wird zudem das warme Wasser mit
Sonnenenergie erwärmt, lassen sich zusätzlich 60 Prozent Energie für die
Warmwasserbereitung einsparen. Laut Auskunft des Initiativkreises Erdgas &
Umwelt können Verbraucher auch durch den Austausch von direkt beheizten
Warmwasserspeichern sparen, ganz gleich, ob diese mit Strom, Erdgas oder Heizöl
betrieben werden. Indirekt beheizte Speicher haben den Vorteil, dass die Wärme,
die im Rücklauf des Heizungskreislaufs enthalten ist, zur Erwärmung des
Warmwassers genutzt wird. Wieviel Energie tatsächlich eingespart werden kann,
hängt von der Ausgangssituation ab. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt bietet
Informationen an, mit denen jeder eine erste Einschätzung vornehmen kann. Diese
gibt es unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch) oder unter
www.ieu.de.
IEU, 29.10.2007
nach oben
Energieflussbild 2006 (AGEB)
Neues Energieflussbild veröffentlicht
Haushalte, Industrie und Verkehr steigern Verbrauch / Weniger heimische Energie
Berlin/Köln – Die Nutzung heimischer Energieressourcen verminderte sich 2006 um
2,3 Prozent auf 133,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE).
Hauptursache war der Rückgang der inländischen Steinkohleförderung um mehr als
15 Prozent auf knapp 22 Mio. t. SKE. Trotz eines Anstiegs bei der Nutzung von
Wind- und Wasserkraft und eines stabilen Beitrags der Braunkohle erhöhte sich
2006 die Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung auf über 77 Prozent,
teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen anlässlich der Erstellung des
neuen Energieflussbildes für die Bundesrepublik Deutschland mit. Nach Abzug von
Exporten, Speicherungen, Eigenverbräuchen sowie Umwandlungsverlusten und dem
nicht-energetischen Verbrauch als Rohstoff verblieben vom gesamten
Energieaufkommen knapp 320 Mio. t SKE für den inländischen Endenergieverbrauch.
Größte Verbrauchergruppe blieben auch 2006 die privaten Haushalte mit 91,3 Mio.
t SKE, das entspricht unverändert einem Anteil von 28,6 Prozent am gesamten
Endenergieverbrauch. Es folgt der Verkehr mit 90 Mio. t SKE bzw. einem Anteil
von 28,2 Prozent und die Industrie mit einem Anteil von 27,9 Prozent. Weniger
Energie verbrauchte 2006 der Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Der
Energiebedarf sank um 1,4 Prozent auf 48,9 Mio. t SKE. Der Anteil dieses Sektors
am Endenergieverbrauch fiel leicht auf 15,3 Prozent.
Das Energieflussbild der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen steht als Download
unter http://www.ag-energiebilanzen.de zur Verfügung.
AG Energiebilanzen
Pressedienst Nr. 06/07
05.10.2007

Berlin/Köln - Die Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung ist 2006
infolge geringerer heimischer Produktion und des Verbrauchsanstiegs auf über 77
Prozent gestiegen. Größte Verbrauchergruppe blieben auch 2006 die privaten
Haushalte. Es folgt der Verkehr. Die Industrie erhöhte 2006 ihren Energiebedarf
um mehr als 2 Prozent. Weniger Energie verbrauchte 2006 der Bereich Gewerbe,
Handel und Dienstleistungen. Der Energiebedarf sank hier um gut etwa 1,4
Prozent.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
* geschätzt
Kommentar:
Der Endenergieverbrauch der Haushalte beträgt 28,6% des gesamten
Endenergieverbrauchs.
Die Umwandlungsverluste betragen 38,3% des gesamten Endenergieverbrauchs (24,6%
vom Primärenergiev.).
Die Umwandlungsverluste betragen das 1,34-fache des Endenergieverbrauchs der
Haushalte
nach oben
VDEW zum Wechsel von Sommer- auf Winterzeit am 28. Oktober:
Zeitumstellung hat so gut wie keine Energieeinsparung gebracht
Verändertes Freizeitverhalten hebt Spareffekt auf /
EU-Kommission legt bis Ende 2007 Erfahrungsbericht über Auswirkungen vor
Berlin, 19. Oktober 2007 - "Die Einführung der Sommerzeit hat so gut wie keine
Energieeinsparung gebracht. Seit Jahren können die Stromversorger kaum eine
Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen." Das erklärte Eberhard Meller,
Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin,
zur Umstellung von Sommer- auf Winterzeit.
Die gesamtdeutsche Einführung der Sommerzeit 1980 habe darauf abgezielt, das
Tageslicht besser zu nutzen, um so Energie zu sparen. "Durch die längere
Helligkeit wird zwar beispielsweise elektrisches Licht gespart, dafür aber
wieder mehr Energie bei Freizeitaktivitäten am Abend verbraucht", erläuterte
Meller. Außerdem sei das Sparpotential bei Licht, das ohnehin nur etwa ein
Prozent des Stromverbrauchs betrage, inzwischen gesunken, da Energiesparlampen
immer weiter verbreitet seien.
Über die Auswirkungen der Zeitumstellung in Europa werde die EU-Kommission bis
zum 31. Dezember 2007 einen Abschlussbericht vorlegen. Meller: "Für das
reibungslose Funktionieren eines angestrebten EU-Energiebinnenmarktes müssen
Anfang und Ende der Sommerzeit in der gesamten EU auch weiterhin einheitlich
geregelt bleiben." Seit 1996 beginnt die Sommerzeit in allen EU-Mitgliedstaaten
jeweils am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober.
2007 endet die Sommerzeit am 28. Oktober. Dann werden in Deutschland die Uhren
um drei Uhr nachts um eine Stunde auf Winterzeit zurückgestellt. Die nächste
Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit erfolgt am 30. März 2008.
VDEW, 19.10.2007
nach oben
EU-Bürger verbrauchen mehr Strom
Brüssel – Der Stromverbrauch der privaten Haushalte in den 25
EU-Mitgliedsstaaten ist zwischen 1999 und 2004 um knapp 11 Prozent gestiegen. Im
Bereich Dienstleistungen lag der Zuwachs sogar bei fast 16 Prozent. Die
Industrie erhöhte ihre Stromnachfrage innerhalb des Fünf-Jahreszeitraumes um 9,5
Prozent. Damit hat sich der Stromverbrauch in der EU-25 parallel zur Entwicklung
des Bruttoinlandsproduktes erhöht, eine nennenswerte Entkoppelung von
Stromverbrauch und wirtschaftlicher Entwicklung fand nicht statt. Die
EU-Kommission schätzt das Effizienzpotenzial der privaten Haushalte beim
Stromverbrauch auf mindestens 20 Prozent.
DEBRIV, Infoletter 3-07
21.08.2007
Daten zum Stromverbrauch deutscher haushalte in:
:: Wie man mit Statistik Energie einspart
(08.2007) bei richtigsanieren.de
nach oben
Stromverbrauch im Standby-Betrieb
Kampf den heimlichen Stromfressern im Haushalt
Elektronische Geräte sollen ohne Standby auskommen, fordern Politiker. Doch ein
solches Verbot ist unrealistisch, sagt das Fraunhofer ISI. Statt dessen sollten
alle Geräte einen echten Netzschalter haben und mit einem Standby-Label
gekennzeichnet werden. Stromfresser lauern überall im Haushalt, wie ein Feldtest
des Instituts zeigt, vor allem dort, wo man sie am wenigsten vermutet.
18 Milliarden Kilowattstunden – die Jahresproduktion von zwei Kernkraftwerken –
verbrauchen elektronische Geräte in Deutschland im Standby-Betrieb. Politiker
fordern deshalb ein Verbot der heimlichen Stromfresser. Doch das ist
unrealistisch, sagt das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung
in Karlsruhe. Standby bedeutet Komfort für den Verbraucher – Stichwort:
Fernbedienung –, sorgt aber auch für die Speicherfunktion, für den Betrieb
eingebauter Uhren, Kontrollanzeigen, Steuerungen und vieles andere. Dennoch
könnten rund sechs Milliarden Kilowattstunden eingespart werden, wenn die
Hersteller hierfür die modernste Technik einsetzen würden. Die geringen
Mehrkosten zahlen sich durch eingesparte Stromkosten schnell aus. Doch woran
erkennt der Käufer ein energieeffizientes elektronisches Gerät? „Wir fordern ein
Label, das den Energieverbrauch von Computern oder Fernsehern im Standby-Betrieb
offenlegt“, sagt Barbara Schlomann, Projektleiterin am Fraunhofer ISI. Außerdem
sollten Obergrenzen für den Stand-by-Verbrauch festgelegt werden. Technisch sind
heute Werte von unter einem Watt erreichbar. Die Verringerung des
Standby-Verbrauchs ist aber nur ein Aspekt. Was die wenigsten Kunden wissen:
Selbst wenn sie ein Gerät bewusst ausgeschaltet haben, kann es noch Strom
verbrauchen. Dieser Schein-Aus-Zustand verschlingt weitere drei Milliarden
Kilowattstunden. Hier empfiehlt das Institut eine gesetzliche Verpflichtung zum
Einbau von echten Netzschaltern, die Geräte komplett vom Stromnetz trennen.
Weitere Beispiele für verborgene Stromfresser sind die für den Fernsehempfang
immer häufiger erforderlichen Set-Top-Boxen, Internet-Router und
Niedervolt-Halogenleuchten mit Transformator – alles Geräte, die häufig rund um
die Uhr das ganze Jahr unnötig Strom verbrauchen. Ein Feldtest des Fraunhofer
ISI hat gezeigt, dass Haushalte mit überwiegend Halogenlampen bis zu 20 Prozent
der Stromrechnung für die Beleuchtung ausgeben, in Haushalten mit
Energiesparlampen sind es dagegen nur fünf Prozent. Erfreulich: Glühlampen, die
nur höchstens zehn Prozent der Energie in Licht verwandeln, sind in den
untersuchten Haushalten auf dem Rückzug. Werden sie aber durch energieintensive
Halogenlampen statt Energiesparlampen ersetzt, ist für Energiekostensparen und
Klimaschutz nichts gewonnen.
Fraunhofer ISI
Presseinformation 07-1/2007
27.03.2007
nach oben
Techem-Analyse:
Jedes fünfte Gebäude benötigt zu viel Heizenergie
Kiel: 31,9 Prozent der Gebäude verbrauchen über 20 Liter!
Jedes fünfte Gebäude in Deutschland benötigt zu viel Heizenergie. Zu diesem
Ergebnis kommt eine Analyse von Deutschlands führendem Energiedienstleister
Techem. Zwar ist der Energieverbrauch für Heizzwecke in den letzten 25 Jahren
witterungsbereinigt um gut 30 Prozent gesunken. Aber die Verbrauchsunterschiede
im Gebäudebestand sind eklatant – und insgesamt noch immer zu hoch.
Nach der Analyse für die Heizperiode 2005/06 schlucken zwar 54 Prozent aller
Gebäude nur bis 16 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche (l/m²), und davon
immerhin 19 Prozent bereits unter 12 l/m². Aber der Anteil der „Energiefresser“
mit mehr als 20 l/m² ist mit ebenfalls 19 Prozent eindeutig zu hoch.
Auch regional stößt die Techem-Analyse auf frappierende Unterschiede. In Kiel
beispielsweise werden durchschnittlich 17,5 l/m² Heizöl verbraucht. Aber fast
ein Drittel (31,9 Prozent) der Kieler Anlagen verbraucht mehr als 20 l/m².
Lediglich 36,7 Prozent kommen mit weniger als 16 Liter Heizöl pro Quadratmeter
aus.
Ein ganz anderes Bild bietet Hannover mit einem Durchschnittsverbrauch von 14,4
l/m². Hier verbrauchen erstaunliche 66,9 Prozent der Gebäude weniger als 16
Liter Heizöl pro Quadratmeter und mit 12,8 Prozent relativ wenige Gebäude mehr
als 20 Liter.
Bei der Erdgasversorgung sind die Verhältnisse ähnlich. Allerdings fällt dabei
auf, dass der Osten Deutschlands (ohne Berlin) besser abschneidet als der Rest
der Republik. 65 Prozent der Gebäude liegen dort unter der Grenze von 160 kWh,
die 16 Litern Heizöl entspricht. In Westdeutschland sind es nur 51 Prozent. Nach
Aussage von Techem ist dies nicht auf klimatische Unterschiede zurückzuführen,
sondern auf schnellere Fortschritte bei der Modernisierung.
Techem-Vorstandsvorsitzender Horst Enzelmüller mahnt zur Eile: „Wenn wir
wirklich die Trendwende beim Kohlendioxid wollen, gibt es im Gebäudebereich noch
viel zu tun. Wir müssen ran an die Energieschleudern - und das schnell!“
Enzelmüller betont, dass gering-investive Maßnahmen wie hydraulischer Abgleich
oder Techems Energiesparsystem ecotech eine hervorragende Ergänzung zu den
laufenden Sanierungsprogrammen sind: „Dadurch lassen sich sehr schnell und
kostenverträglich Einsparungen von jeweils bis zu zehn Prozent erreichen.“
29.05.07
techem
nach oben
Energieverbrauch im Haushalt (vdew)

Grafik: vdew
| Heizung |
76 % |
53 % |
| Auto |
-- |
30 % |
| Hausgeräte |
11 % |
8 % |
| Warmwasser |
12 % |
8 % |
| Licht |
1 % |
1 % |
| gesamt |
100 % |
100 % |
Tabelle: DIMaGB
"Auf Industrie, Handel und Gewerbe entfallen zwei Drittel des gesamten
Stromverbrauchs in Deutschland.
...
Die Ausstattung der mehr als 39 Millionen Haushaltskunden mit elektrischen
Geräten steigt. Unterhaltungs- und Kommunikationstechnik wie Computer, TV und
Telefon sind heute für zehn Prozent des Stromverbrauchs verantwortlich. Im Jahr
2005 lag der Verbrauch in Privathaushalten bei 140 Milliarden kWh. Das
entspricht knapp 26 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Wie können
Haushaltskunden Strom sparen? Über 30 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt
entfallen heute auf Geräte wie Kühl- und Gefrierschränke. Für Kochen, Trocknen,
Bügeln werden 19 Prozent aufgewendet.
...
Die etwa 20 Millionen Geräte in deutschen Haushalten verbrauchen etwa zehn bis
zwölf Milliarden kWh im Jahr. "
vdew in: "Effizient erzeugen, sparsam verbrauchen"
gefunden am 10.05.2007
nach oben
Wie und wo deutsche Haushalte Energie sparen
forsa-Umfrage im Auftrag von Techem
Erst das Auto, dann die Heizung: Beim Energiesparen denken deutsche Haushalte
zunächst ans Benzin, dann an den Strom und irgendwann auch an die Heizkosten.
Das ergab eine von der Techem AG (Eschborn) in Auftrag gegebene
Repräsentativumfrage der forsa Gesellschaft für Sozialforschung. Danach sparen
44 Prozent aller Haushalte beim Benzinverbrauch, 40 Prozent beim Strom und
gerade einmal neun Prozent bei den Heizkosten.
Wird es ihnen in der Wohnung zu warm oder wollen sie bewusst Energie sparen,
drehen 60 Prozent der Mieter die Thermostatventile der Heizung niedriger, bei
den Wohnungseigentümern sind es 72 Prozent. Insgesamt senken die meisten
Befragten lieber die Temperatur (52 Prozent), als einzelne Zimmer bedarfsgerecht
zu heizen (42 Prozent). Zehn Prozent der Befragten zeigen wenig
Energiebewusstsein: Sie öffnen ein oder mehrere Fenster und verschwenden damit
kostbare Energie. 75 Prozent drosseln die Heizung, lüften aber nicht. 12 Prozent
tun beides – wie es Fachleute empfehlen. Erfreuliches Ergebnis der
Techem-Umfrage: Rund drei Viertel aller Bundesbürger haben immerhin die Absicht,
tatsächlich beim Heizen sparen.
83 Prozent der Befragten gaben an, sie könnten die Zimmertemperatur jeweils
einzeln regulieren, elf Prozent in der Lage, die Heizung lediglich insgesamt
hoch – oder herunterzufahren. Sechs Prozent hingegen können – wie früher in der
DDR – selbst überhaupt keinen Einfluss nehmen. Unterschiede bei Mietern oder
Eigentümern gab es dabei keine.
Bedenklich ein anderes Ergebnis: Über die Hälfte der Bevölkerung hat keine klare
Vorstellung über die Heizkosten. Was sie monatlich für eine warme Stube ausgeben
müsse, wissen gerade einmal 29 Prozent Bescheid. Vor allem bei den 18- bis
29-Jährigen herrscht ein großes Informationsdefizit. Vom Haushaltseinkommen und
den Eigentumsverhältnissen ist das Ergebnis relativ unabhängig.
Die Umfrage des Energiedienstleisters brachte zudem zutage, dass in etwa 25
Prozent aller Wohnungen in den letzten drei Jahren energiesparende Maßnahmen
eingeleitet wurden. Dabei waren Haushalte mit höherem Einkommen in der Mehrheit.
Die Verteilung der Heizkosten auf die einzelnen Parteien in ihrem Haus halten 66
Prozent der Mieter in Mehrfamilienhäusern für gerecht, 13 Prozent sagen nein, 21
Prozent sind unentschieden. Bei der Frage nach der korrekten Abrechnung der
Mietnebenkosten glauben 75 Prozent, dass alles stimmt. 18 Prozent haben Zweifel,
sieben Prozent keine Meinung dazu.
12.03.07
techem
nach oben
Je größer die Häuser, desto niedriger die Heizkosten
Untersuchung von Techem
Je größer die Häuser, desto niedriger die Heizkosten. Zu diesem Ergebnis kommt
eine Untersuchung der Eschborner Techem AG. Danach zahlen beispielsweise
Haushalte in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung in heizölversorgten
Drei-Familienhäusern durchschnittlich 670 Euro (Heizperiode 2004/05). Die
Heizkosten in einer gleich großen Wohnung in Gebäuden mit über 40 Wohnungen
hingegen betragen lediglich 446 Euro.
Grund für die niedrigeren Heizkosten ist laut Techem das Verhältnis von
Umschließungsfläche zu Gebäudevolumen. Dies ist im Geschosswohnungsbau günstiger
und führt zu einem geringeren Quadratmeter-Energieverbrauch (im obigen Beispiel
22 Prozent weniger). Außerdem sinkt der Heizölpreis wegen der größeren
Bezugsmengen (im Beispiel: rund acht Prozent). Auch die verbrauchsunabhängigen
Nebenkosten sind um die Hälfte niedriger, weil einige Positionen wie Wartung,
Immissionsmessung oder Kaminreinigung nahezu unabhängig von der Gebäudegröße
anfallen.
Die auf Heizölbasis ermittelten Daten gelten ähnlich auch bei Gas und Fernwärme.
So lagen die durchschnittlichen Heizkosten für Wohnungen in Dreifamilienhäusern
bei rund 800 Euro (Gas) beziehungsweise 780 Euro (Fernwärme), während sie in
Geschossbauten lediglich 500 Euro (Gas) beziehungsweise 520 Euro (Fernwärme)
betrugen.
Techem-Pressesprecher Stefan Lutz: "Wer also wegen hoher Heizkosten einen
Wohnungswechsel plant, sollte in ein Gebäude mit vielen Wohnungen umziehen. Bis
zu 300 Euro können jährlich gespart werden. Und mit steigenden Energiepreisen
werden die Ersparnisse noch deutlicher ausfallen!"
Aber auch Geschossbauten weisen erhebliche Unterschiede bei den Heizkosten auf.
So haben 20 Prozent dieser Gebäude einen Quadratmeter-Heizölverbrauch von
weniger als 12 Liter, über zehn Prozent dagegen kommen auf mehr als 20 Liter.
Energie sparen ist also mehr denn je angesagt, zumal die Heizkosten immer weiter
in die Höhe schießen - in der abgelaufenen Periode allein um 30 Prozent.
Abhilfe gegen die explodierenden Heizkosten versprechen nicht nur teure
Modernisierungsmaßnahmen. "ecotech" ist beispielsweise ein Verfahren, das durch
intelligente Steuerung der Heizanlage rund zehn Prozent Energie einspart. Das
System sammelt per Funk die Verbrauchsdaten der Heizkostenverteiler, die in
jedem Mehrfamilienhaus eingesetzt werden müssen, und meldet sie an die
Heizungssteuerung. Die Heizung wird dadurch exakt an den tatsächlichen Bedarf
angepasst, ohne dass es in den Wohnungen kälter wird.
04.01.07
techem
nach oben
Relative Entwicklung energetischer Kenngrößen
1990-2004, 1990 = 100%
Klicken Sie auf das Bild.
Legende:
PEV: Primärenergieverbrauch
EEV: Endenergieverbrauch
HH: Haushalte
gestrichelt: Trendlinien
Datenbasis: AG Energiebilanzen (AGEB)
Grafik: DIMaGB
nach oben
Primärenergieverbrauch in Deutschland

Bild 2b:
der fast gleich bleibende Energieverbrauch für den Zeitraum 2000-2005
lässt sich als Fortführung der Grafik Bild 2 heranziehen (egal ob PJ o.
StKE)
ab 2010 ist geschätzt, also für eine Beurteilung unerheblich
Grafik. ASUE, Quelle: ExxonMobil
Primärenergieverbrauch in Deutschland 2004 auf Vorjahresniveau
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland blieb nach ersten Berechnungen
der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im Jahr 2004 - trotz eines
gesamtwirtschaftlichen Wachstums von 1,7 % - mit rund 493 Mill. t SKE
(14438 PJ) auf dem Niveau des Vorjahres (Tabelle).
Der Mineralölverbrauch unterschritt mit rund 179 Mill. t SKE nur knapp die
Vorjahresmenge. Die Entwicklung verlief bei den einzelnen Produkten
unterschiedlich. Der Absatz von leichtem Heizöl ging vor allem
preisbedingt kräftig zurück (-9,3 %); derjenige vom schweren Heizöl (-5,3
%) und vom Ottokraftstoff (-2,7 %) nahm ebenfalls ab. Dagegen stieg er bei
Dieselkraftstoff (+ 3,4 %) und Rohbenzin (+ 4,7 %) deutlich.
Der Erdgasverbrauch war mit rund 110 Mill. t SKE geringfügig höher als im
Vorjahr (+0,3 %) bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen
Quartalen und Verbrauchssektoren. In der Industrie wurde konjunkturbedingt
mehr Erdgas eingesetzt. Während der Einsatz in Kraftwerken etwa konstant
blieb, ging die Nachfrage der privaten Haushalte bedingt durch die höheren
Temperaturen in der Heizperiode leicht zurück.
Der Steinkohlenverbrauch war mit rund 66 Mill. t SKE um 3,6 % niedriger
als vor einem Jahr. Ursächlich für diese Entwicklung war der Rückgang beim
Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft. Die Stahlindustrie hat den
Verbrauch des Vorjahres bei günstiger Konjunktur leicht übertroffen.
Der Braunkohlenverbrauch blieb wegen der höheren Lieferungen an die
Kraftwerke mit rund 56 Mill. t SKE knapp über dem Vorjahresniveau (+0,5
%). Die Stromerzeugung der Braunkohlenkraftwerke war insgesamt etwas
höher.
Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke stieg gegenüber dem Vorjahr um etwa
1 %.
Der Beitrag der Wasserkraftwerke wie derjenige der Windkraftanlagen stieg
kräftig. Insgesamt erhöhte er sich um reichlich ein Fünftel.
Der Verbrauch von Sonstigen Energieträgern (in erster Linie Brennholz und
andere erneuerbare Energieträger) nahm gegenüber 2003 um 1,5 % zu.
Der Beitrag aller erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch belief
sich 2004 auf rund 3 %.

Quelle: Pressemitteilung der AGEB, 01.2005
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland hat sich im Jahre 2004 mit
rund 493 Mill. t SKE (14 438 Petajoule) gegenüber dem Vorjahr kaum
verändert. Dabei standen den verbrauchssteigernden Effekten infolge der
konjunktu-rellen Belebung die dämpfenden Einflüsse der im Verlauf des
Jahres kräftigen Energiepreissteigerungen gegen-über, die den Anreiz zur
Energieeinsparung verstärkt haben.
Der Erdgasverbrauch der privaten Haushalte sowie der Gewerbe- und
Dienstleistungsunternehmen (HuK-Sektor) ging aufgrund der höheren
Außentemperaturen in der Heizperiode leicht zurück – schätzungsweise um 1
%.
Quelle: DIW
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland blieb nach ersten Berechnungen
der Arbeitsgemeinschaft Energie-bilanzen im Jahr 2004 - trotz eines
gesamtwirtschaftlichen Wachstums von 1,7 % - mit rund 493 Mill. t SKE
(14438 PJ) auf dem Niveau des Vorjahres. Der Mineralölverbrauch
unterschritt mit rund 179 Mill. t SKE nur knapp die Vorjahresmenge. Der
Erdgasverbrauch war mit rund 110 Mill. t SKE geringfügig höher als im
Vorjahr (+0,3 %). Der Verbrauch von Sonstigen Energieträgern (in erster
Linie Brennholz und andere erneuerbare Energieträger) nahm gegenüber 2003
um 1,5 % zu.
Quelle: AG Energiebilanzen
Kommentar DIMaGB.de: Die wichtigsten Heizmittel sind Erdöl (also ein
Mineralöl) und Erdgas. Hier liegt die Veränderung nahezu bei 0. Wie wir
aber immer wieder vorgehalten bekommen, liegen die Privathaushalte mit 40%
im Rennen und dabei die Heizung mit einem Anteil von 75%, weswegen man
hier ein großes Umweltschädigungs-potenzial sieht. 0,4 x 0,75 = 0,3 = 30%
entfallen demnach nur auf die Heizung der Privathaushalte. Aber per Dekret
sind wir Deutschen Weltmeister im Dämmen, Modernisieren und Sparen - das
lassen wir uns ein Heidengeld kosten. Und der Nutzen?
01.2005
Um die Größenordnung zu verdeutlichen, diese Ergänzung:
„Ein Drittel des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die
Raumheizung, durch die jährlich ca. 250 Mio. Tonnen des wichtigsten
Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) freigesetzt werden.“ Zitat: Prof. Dr.
Wolfgang Seiler, Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung
in Karlsruhe. Mitglied im Beirat der Initiative ContraCO2 ("die Initiative
versucht dem entgegen zutreten, mit Hilfe von umweltfreundlichen
Dämmstoffen, deutlich geringere Energiekosten und dem übergeordneten Ziel,
wichtige natürliche Ressourcen zu erhalten").
03.2005
Noch eine ergänzende Mitteilung:
Auf der Internetseite des FV WDVS werden folgende Relationen angegeben:
Anteil der Heizenergie am Gesamtenergieverbrauch:
Haushalte/Kleinverbraucher: 50%
Industrie / Fahrzeugverkehr: je 25%;
eine Quelle hierzu wird nicht angegeben.
14.04.2005
Primärenergieverbrauch 2004
| Totalverbrauch |
492,6 Mio t SKE |
| Mineralöl |
36,4 % |
| Erdgas |
22,4 % |
| Steinkohle |
13,5 % |
| Kernenergie |
12,6 % |
| Braunkohle |
11,4 % |
| Sonstige |
3,7 % |
Quelle: BGW/Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

Grafik DIMaGB, 08.2005
Grafik: Endenergieverbrauch der Haushalte in Deutschland
Übrige feste Brennstoffe: einschließlich sonstige Energieträger (Solarthermie,
Wärmepumpen u.a.)
2001-2003: vorläufige Angaben; Stand: 04.10.2004
Daten: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 10/04

Grafik DIMaGB, 08.2005
Grafik: Entwicklung des Wohnungsbestandes, prozentual
Daten: Statistisches Bundesamt, Fachserie 5 / Reihe 3
WE: 34.547 zu 38.383 (+11,1%), Wfl:: 2.839.665 zu 3.245.487 m2 (+14,3%)
Primärenergieverbrauch im ersten Halbjahr 2005 niedriger als im
Vorjahr
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland betrug nach Schätzungen der
Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im ersten Halbjahr 2005 rund 244
Mill. t SKE (7155 Petajoule). Das waren 3 Mill. t oder 1,2 % weniger als
im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres (Tabelle). Bei nur schwachem
Wirtschaftswachstum und geringen Temperatureinflüssen im
Vorjahresvergleich dominierten vor allem Preiseffekte diese Entwicklung.
Der Mineralölverbrauch war mit insgesamt knapp 84 Mill. t SKE im Vergleich
zum ersten Halbjahr 2004 um 2,0 % niedriger. Dies ist insbesondere das
Ergebnis eines erneuten Rückgangs des Absatzes von leichtem Heizöl (-8
%), der in erster Linie durch einen drastischen Anstieg der Preise von
Mineralölprodukten ausgelöst wurde. Der Verbrauch von Kraftstoffen
entwickelte sich unterschiedlich: Während der Absatz von Ottokraftstoff
(-5 %) und von Dieselkraftstoff (-2 %) zurückging, nahm die Ablieferung
von Flugtreibstoff zu (6 %). Der Verbrauch von Rohbenzin stieg ebenfalls
(1,5 %).
Der Erdgasverbrauch stieg um rund 1 % auf etwa 60 Mill. t SKE, maßgeblich
bedingt durch die im Vorjahresvergleich kühleren Temperaturen im ersten
Quartal. Eine überdurchschnittlich gestiegene Erdgasnachfrage
verzeichneten dabei der Haushaltssektor und die Industrie.

Grafik DIMaGB, 08.2005
Quelle: AGEB, 07/2005

Primärenergieverbrauch inD 1950 - 1994 in Mio. t SKE,
nach dem Substitutionsprinzip, alte und neue Länder
Grafik DIMaGB, 08.2005, Quelle: Daten von AGEB
Energiedaten Deutschland
Es sind Daten zusammengestellt, die für den Zeitraum 1990-2003 einen
Überblick zu relevanten Größen liefert: Energieverbräuche und -kosten,
Bevölkerung, Haushalte usw. Der Schwerpunkt liegt bei den Haushalten. Das
Datenmaterial kommt vom BMWA.
Es sind Dateien zu den Rohdaten
und zur Veränderung in %
.
DIMaGB, 11.08.2005

Energieverbrauch in Deutschland:
Ein Drittel allein für Heizung und
Warmwasser
In Deutschland wird mit rund 35 Prozent mehr als ein Drittel des
Primärenergiebedarfs allein für die Raumheizung und Warmwasserbereitung
benötigt. Das hat eine Untersuchung des Forschungszentrums Jülich ergeben.
Nach Ansicht der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und
umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. könnte dieser Energieverbrauch
durch rationellen Energieeinsatz deutlich gesenkt werden.
ASUE, 29.07.2005
ENERGIEVERBRAUCH
Leicht gesunken
Berlin/Köln - Der Verbrauch an Primärenergieträgern hat sich in
Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres um ein Prozent
verringert. Nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB)
ist diese Entwicklung im Wesentlichen auf die hohen Energiepreise und die
schwache Konjunktur zurückzuführen. *
Der Verbrauch an Steinkohlen ging in den ersten drei Quartalen um 3,5
Prozent zurück. Sowohl die Elektrizitätswirtschaft wie auch die
Stahlindustrie verringerten ihren Bedarf. Ursache waren zum einen die
hohen Weltmarktpreise sowie die Kostenbelastung durch den CO2-
Emissionshandel. Die Braunkohle konnte sich als wettbewerbsfähige Energie
für die Grundlaststromerzeugung behaupten. Wegen einiger längerer
Stillstände von Kraftwerken sank die Stromerzeugung aus Braunkohle um zwei
Prozent. Der Mineralölverbrauch lag um ein Prozent unter dem
Vorjahreswert. Absatzeinbußen bei Ottokraftstoffen (minus 6 Prozent),
Heizöl (minus 2 Prozent) und Diesel (minus 1 Prozent) standen ein stabiler
Absatz beim Rohbenzin für die chemische Industrie und ein deutlicher
Verbrauchszuwachs beim Flugbenzin (plus 9 Prozent) gegenüber. Der
Verbrauch von Mineralöl zeigt damit von allen Primärenergieträgern die
größte Preis-Sensibilität. Ein höherer Bedarf von Industrie und
Kraftwerken ließen den Verbrauch von Erdgas in den ersten neun Monaten des
Jahres um knapp ein Prozent ansteigen. Die Stromerzeugung aus
Kernkraftwerken erreichte annähernd den Vorjahreswert. Die erneuerbaren
Energien konnten ihren Anteil an der Energieversorgung vor allem durch den
Zubau von rund 300 Windenergieanlagen allein im ersten Halbjahr weiter
ausbauen. Die Stromerzeugung aus Wasser- und Windkraftwerken stieg um
sieben Prozent. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten
Energieverbrauch erhöhte sich auf reichlich vier Prozent. Die aktuellen
Daten zum Energieverbrauch bietet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
im Internet unter www.ag-energiebilanzen.de/daten/inhalt1.htm.
Quelle: DEBRIV-Newsletter, 4/2005
* Kommentar DIMaGB: also an der Dämmung liegt es nicht,
sondern an der Sparsamkeit infolge gestiegener Preise.
Grafik: DEBRIV
Grafik: DEBRIV
"Der Primärenergieverbrauch in Deutschland hat sich im Jahre 2004 mit rund
493 Mill. t SKE (14 438 Petajoule) gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.
Dabei standen den verbrauchssteigernden Effekten infolge der
konjunkturellen Belebung die dämpfenden Einflüsse der im Verlauf
des Jahres kräftigen Energiepreis-steigerungen gegenüber, die den
Anreiz zur Energieeinsparung verstärkt haben. Der Rückgang beim
registrierten Mineralölverbrauch überzeichnet freilich die tatsächliche
Verbrauchsentwicklung. So haben die hohen Preise insbesondere beim
leichten Heizöl zu einer erheblichen Kaufzurückhaltung geführt; der
tatsächliche Ölverbrauch ging aber nicht in gleichem Umfang zurück, da
die Verbraucher ihre Lagerbestände deutlich abgebaut haben. Der
Einfluss der Temperatur war im vergangenen Jahr nicht eindeutig:
Während die Witterung in der Heizperiode wärmer war als im entsprechenden
Vorjahreszeitraum, fiel sie wegen der vergleichsweise niedrigen
Temperaturen in den Sommermonaten über das gesamte Jahr gerechnet etwas
kühler aus. Bereinigt um den Temperatureffekt und um den – nur grob
abschätzbaren – Lagerbestandseffekt dürfte der Primärenergieverbrauch
2004 gegenüber 2003 um rund 1% höher ausgefallen sein."
Quelle: Wochenbericht DIW, Nr. 7/2005, 72. Jahrgang/16. Februar 2005
1. Bericht, Primärenergieverbrauch in Deutschland, Zahlenbeilage
abzurufen bei der AGEB unter "Daten/Presse"
Querverweis:
:: Zur Relation von WDVS und dem Endenergieverbrauch der Haushalte,
1990-2004
bei richtigsanieren.de
nach oben
Energieverbrauch 2006 in Deutschland
Energieverbrauch legt leicht zu
Hohe Preise dämpfen Zuwachs / Erneuerbare steigern Beitrag
Berlin/Köln (29.1.2007) - Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2006 leicht
angestiegen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) berechnete einen
Zuwachs von 1,2 Prozent auf 493,6 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t
SKE), das entspricht 14 464 Petajoule (PJ), gegenüber dem Vorjahr. Gebremst
wurde der Zuwachs durch die milde Witterung in den letzten Monaten des Jahres
sowie das hohe Preisniveau.
Beim Mineralöl standen einem deutlich höheren Verbrauch von Diesel, Heizöl und
Flugbenzin Verbrauchsrückgänge bei Ottokraftstoffen und Chemiebenzin gegenüber.
Insgesamt erhöhte sich der Mineralölverbrauch um 0,2 Prozent auf 176,2 Mio. t
SKE. Mit einem Anteil von über 35 Prozent bleibt Mineralöl der mit Abstand
wichtigste Energieträger in Deutschland. Förderlich für den Mineralölabsatz
waren der aus steuerlichen Gründen vorgezogene Heizöleinkauf vieler Verbraucher
sowie die fallenden Preise im letzten Quartal.
Der Erdgasverbrauch erhöhte sich im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um 1,5
Prozent auf 112,6 Mio. t SKE. In der Stromerzeugung stieg der Erdgaseinsatz
kräftig um rund vier Prozent. Auch die Industrie verbrauchte mehr Erdgas als im
Vorjahr. Die Auswirkungen der kalten Witterung in den ersten vier Monaten und
des ungewöhnlich milden letzten Quartals auf den Bedarf an Raumwärme glichen
sich in etwa aus, sodass der Erdgasverbrauch im Bereich Haushalte und Gewerbe,
Handel, Dienstleistungen auf Vorjahresniveau lag.
Der Verbrauch von Steinkohlen lag mit 64,0 Mio. t SKE um 1,7 Prozent über dem
Vorjahr. Zu dieser Entwicklung trugen sowohl die höhere Nachfrage der
Elektrizitätswirtschaft als auch der Stahlindustrie bei. Der
Braunkohlenverbrauch war wegen geringerer Kraftwerksverfügbarkeit mit 53,7 Mio.
t SKE um 1,5 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Stromerzeugung in den
Braunkohlenkraftwerken verringerte sich entsprechend. Die Stromerzeugung der
Kernkraftwerke stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent.
Der Beitrag der Wasserkraftwerke und Windkraftanlagen stieg insgesamt um rund 9
Prozent. Die Stromerzeugung aus Windenergie nahm um 12 Prozent, diejenige aus
Wasserkraft um knapp 4 Prozent zu. Der Verbrauch von sonstigen Energieträgern
stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent. Der Anteil der erneuerbaren Energien
am Primärenergieverbrauch belief sich 2006 auf 5,3 Prozent gegenüber 4,7 Prozent
im Vorjahr.
pressedienst AGEB Nr. 01/07
29.01.2007
Energieverbrauch legt leicht zu
Vorläufige Prognose für 2006 / Kalter Jahresanfang und weniger Wind
Berlin/Köln (3.11.2006) - Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2006 leicht
ansteigen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) erwartet nach ersten
vorläufigen Berechungen einen Zuwachs von gut 1 Prozent auf 493 Millionen Tonnen
Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE), das entspricht etwa 14 450 Petajoule (PJ). Am
stärksten fällt der Zuwachs beim Erdgas mit einem Plus von rund 4 Prozent aus.
Erdgas verzeichnete vor allem im ersten Quartal 2006 infolge der sehr niedrigen
Temperaturen kräftige Zuwächse, die sich im Jahresverlauf abschwächten. Der
Anteil des Erdgases am gesamten Primärenergieverbrauch in Deutschland steigt
leicht auf über 23 Prozent.
Auch das leichte Heizöl verbucht 2006 Absatzzuwächse in der Größenordnung von
fast 6 Prozent. Dieser Entwicklung stehen jedoch Absatzrückgänge bei den
Ottokraftstoffen und beim Rohbenzin für die chemische Industrie gegenüber. Der
gesamte Verbrauch von Mineralölprodukten wird voraussichtlich auf dem Niveau des
Vorjahres liegen. Mit einem Anteil von über 35 Prozent bleibt Mineralöl jedoch
der mit Abstand wichtigste Energieträger.
Der Einsatz von Steinkohle wird sich 2006 sowohl in der Elektrizitätswirtschaft
wie in der Stahlindustrie erhöhen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
rechnet mit einem Zuwachs von knapp 2 Prozent. Damit deckt Steinkohle 13 Prozent
des gesamten Primärenergiebedarfs in Deutschland. Der Verbrauch an Braunkohle
bleibt voraussichtlich stabil. Braunkohle deckt rund 11 Prozent des
Energiebedarfs und wird zu über 90 Prozent in der Verstromung eingesetzt.
Die deutschen Kernkraftwerke werden ihre Stromproduktion 2006 voraussichtlich um
über 2 Prozent erhöhen. Kernkraft hat damit einen Anteil von 12,6 Prozent am
gesamten Energiebedarf. Weniger Wind und Wasser verringern den Beitrag der
beiden wichtigsten erneuerbaren Energieträger zur Stromerzeugung um 4,5 sowie
1,2 Prozent. Dem stehen Zuwächse bei Holz, Biokraftstoffen und anderen
erneuerbaren Energien gegenüber. Ingesamt wird der Anteil erneuerbarer Energien
am Primärenergieverbrauch bei unverändert 4,5 Prozent liegen.
pressedienst AGEB Nr. 07/06
03.11.2007
Haushalte und Verkehr führen Energieverbrauch an
Ein Viertel Verluste / Energieflussbild erschienen
Berlin/Köln – Haushalte und Verkehr sind die größten Energieverbraucher. Die
beiden Sektoren hatten 2005 nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft
Energiebilanzen (AGEB) einen Anteil von jeweils mehr als 28 Prozent am gesamten
Endenergieverbrauch in Deutschland. Es folgen die Industrie mit einem Anteil von
knapp 27 Prozent sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen mit zusammen rund 16
Prozent.
Zur Deckung des inländischen Energiebedarfs wurden 2005 nach Berechnungen der
Arbeitsgemeinschaft rund 433 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE)
an Energieträgern importiert. Knapp 130 Mio. t SKE stammten aus heimischer
Gewinnung. Damit lag die Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung bei
über 77 Prozent. Vom gesamten Energieaufkommen von über 560 Mio. t SKE wurden
etwa 14 Prozent erneut exportiert. Für den inländischen Verbrauch standen 485,9
Mio. t SKE zur Verfügung. Abzüglich des nichtenergetischen Einsatzes,
Eigenverbräuchen und Umwandlungsverlusten standen den Verbrauchern 312,5 Mio. t
SKE an Endenergie zur Verfügung, ermittelte die Arbeitsgemeinschaft
Energiebilanzen.
Die von der Bundesregierung bis 2020 angestrebte Verdoppelung der
Energieproduktivität zielt darauf ab, Energie im Rahmen des technisch und
physikalisch Möglichen effizienter bereitzustellen. Derzeit entfällt knapp ein
Viertel des Primärenergieverbrauchs auf Umwandlungsverluste.
Einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Energieproduktivität leistet unter
anderem der Ersatz alter Kraftwerke durch neue Anlagen mit höheren
Wirkungsgraden. Weitere Maßnahmen sind die Anschaffung sparsamer
Energieverbrauchsgeräte, bessere Wärmedämmungen sowie eine Stärkung des
Energiesparbewusstseins bei den Verbrauchern. Um das gesetzte Ziel zu erreichen,
müsste sich die Energieproduktivität, die sich aus dem Verhältnis von
Energieverbrauch und wirtschaftlicher Leistung ergibt, künftig um knapp 3
Prozent pro Jahr erhöhen. In den zurückliegenden Jahren lag der Wert bei
durchschnittlich 1,7 Prozent, wobei die Effzienzgewinne zuletzt deutlich
geringer ausfielen.
Das Energieflussbild der AGEB steht als Download unter
http://www.ag-energiebilanzen.de/ zur Verfügung. Haushalte und Verkehr führen
Energieverbrauch an Ein Viertel Verluste / Energieflussbild erschienen
pressedienst AGEB Nr. 06/06
23.10.2006
Primärenergieverbrauch im ersten Halbjahr kräftig gestiegen
Öl und Gas profitieren vom kalten Jahresanfang
Berlin/Köln – Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten sechs
Monaten des laufenden Jahres um knapp drei Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) stieg der
Bedarf an Primärenergieträgern im ersten Halbjahr 2006 um 6,8 Millionen Tonnen
Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) auf insgesamt 251,7 Mio. t SKE.
Verantwortlich für den ungewöhnlichen Verbrauchsanstieg war die kalte Witterung
in den ersten Monaten des Kalenderjahres. Besonders stark profitierten das
leichte Heizöl vom Witterungsverlauf mit einem Absatzzuwachs von fast 13 Prozent
und das Erdgas mit einem Zuwachs von über 9 Prozent.
Der gesamte Mineralölverbrauch erhöhte sich nur leicht um 0,7 Prozent infolge
rückläufiger Absätze beim Ottokraftstoff von knapp 7 Prozent und beim Rohbenzin
um fast 5 Prozent. Auch beim Diesel gab es ein leichtes Minus. Flugbenzin lag
dagegen mit fast 6 Prozent im Plus. Der Verbrauch von Steinkohle blieb stabil.
Der Verbrauch an Braunkohle stieg infolge der höheren Stromerzeugung leicht an.
Die Kernenergie konnte ihren Beitrag zur Primärenergiebilanz des ersten
Halbjahrs um über 3 Prozent steigern.
Die Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung brach witterungsbedingt um ein
Fünftel ein, obwohl allein 2005 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1 800
Megawatt neu errichtet wurden. Die Wasserkraftwerke erzeugten 4 Prozent weniger
Strom. Biomasse und andere erneuerbare Energien steigerten ihren Beitrag um rund
5 Prozent. Insgesamt konnten etwa 4,5 (Vorjahr: 4) Prozent des inländischen
Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Berlin/Köln - Der Verbrauch an Primärenergieträgern stieg in den ersten sechs
Monaten des Jahres 2006 in Deutschland nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft
Energiebilanzen um knapp 3 Prozent. Ursache war der strenge Winter. Von den
kühlen Temperaturen profitierten vor allem die Wärmeenergien Erdgas und Heizöl.
Witterungsbedingt nahm die Energiegewinnung aus Wind und Wasser ab. Es kam zu
einer verstärkten Nutzung von Kohle und Kernenergie in der Stromerzeugung.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB)
pressedienst AGEB Nr. 05/06
01.08.2006
nach oben
Haushalte: Anteil am Energieverbrauch
#1
"What we know is this:
40% of Europe's energy is used in buildings, this is more than any other sector
including industry and transport."
[40% von Europas Energie wird in den Gebäuden verbraucht, dies ist mehr als
jeder andere Sektor einschließlich Industrie und Transport.]
Quelle: Internetseite der EURIMA
(European Association of Insulation Manufacturers)
gelesen am 24.01.2007
#2
Anteil der Sektoren am Endenergieverbrauch in Prozent
Haushalte 1990-2003
25,1 26,8 26,7 28,3 28,1 28,5 29,8
29,9 29,4 28,1 28,3 30,1 29,5 30,0
Quelle: AG Energiebilanzen - Auswertungstabellen zur Energiebilanz für die
Bundesrepublik Deutschland 1990 bis 2003 - Berechnungen auf Basis des
Wirkungsgradansatzes - Stand: Oktober 2004, Berlin 2004
#3
Wärmebedarf in Abhängigkeit vom Alter der Gebäude
Das Alter spielt eine wesentliche Rolle bei dem Energieverbrauch, je nachdem ob
es sich um Gebäude der Vorkriegsjahre, der Zeit vor der Energiekrise oder der
Bauperioden zwischen den verschiedenen Wärmeschutzverordnungen handelt. Seit
1975 ist ein Rückgang des Energieverbrauchs um 38 % zu verzeichnen. Allein nach
der Veränderung der Wärmeschutzverordnung wäre eine Verminderung um rund 60 % zu
erwarten gewesen. Die Differenz weist auf das Vollzugsdefizit hin. Weder bei der
Planung noch bei der Bauausführung findet eine ausreichende Kontrolle der
Standards statt. Doch auch das Wohnverhalten (höhere Raumtemperaturen, Beheizung
der gesamten Wohnung) mögen die Energiesparbemühungen überkompensiert haben.
Umweltbundesamt
http://www.env-it.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=3143
gelesen am 24.01.2007
nach oben
Energieverbrauch privater Haushalte weiter gestiegen
Umweltbundesamt: Einsparpotenziale besser nutzen
Private Haushalte gehen noch immer zu verschwenderisch mit Energie und Fläche
um. Das belegen Zahlen aus der Umweltökonomischen Gesamtrechung (UGR) des
Statistischen Bundesamtes (Destatis), die heute auf einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit dem Umweltbundesamt (UBA) in Berlin vorgestellt wurden.
Danach ist der Energieverbrauch deutscher Haushalte für Wohnen von 1995 bis 2005
um 3,5 Prozent gestiegen. Neben zunehmenden Wohnflächen ist ein weiterer
Grund hierfür die wachsende Ausstattung der Haushalte mit Elektrogeräten.
UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge: „Sollte unser Energiehunger weiter
wachsen, so könnten wir dem Klimawandel kaum begegnen. Wir müssen in Deutschland
den gesamten Energiebedarf bis 2050 halbieren. Die privaten Haushalte können
dazu einen wichtigen Beitrag leisten.“ Auch beim erhöhten Flächenverbrauch ist
keine Trendwende in Sicht: In den vergangenen zehn Jahren wuchs die Wohnfläche
für private Haushalte um etwa 13 Prozent.
Vor allem beim Stromverbrauch sind die Potenziale zum Energiesparen bislang nur
unzureichend ausgeschöpft: Allein die Leerlaufverluste bei Elektrogeräten – wie
Fernsehern und Computern – betragen derzeit in den Privathaushalten 17
Milliarden Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Das entspricht Stromkosten von 3,3
Milliarden Euro. Schon ein einfach zugänglicher Netzschalter, der elektrische
Geräte vollständig vom Stromnetz trennt, kann helfen, Leerlaufverluste zu
vermeiden.
Auch bei der „Weißen Ware“ – zum Beispiel Kühl-Gefrierkombinationen,
Waschmaschinen und Geschirrspüler – gibt es erhebliche Einsparpotenziale. Hier
sind mit Hilfe effizienter Techniken jährliche Einsparungen in Höhe von sieben
Milliarden kWh möglich, dies sind etwa 5,8 Prozent des Stromverbrauchs der
Haushalte.
Um den Stromverbrauch der Elektrogeräte zu verringern, schlägt das
Umweltbundesamt auf Ebene der Europäischen Union (EU) rechtlich verbindliche
Effizienzstandards für diese Geräte vor. Diese Standards sollten sich nach dem
durchschnittlichen Stromverbrauch des besten Viertels der auf dem Markt
verfügbaren Geräte richten. Jeder Hersteller und Importeur müsste nach einer
mehrjährigen Anpassungsfrist die Standards für seine Geräte einhalten. Erfüllte
ein Hersteller die neuen Effizienzstandards innerhalb der Frist nicht, drohten –
je nach Gestaltung des Gesetzes – ein Bußgeld und/oder ein Verkaufsverbot. Diese
Lösung lässt sich allerdings nicht im nationalen Alleingang durchsetzen; hier
ist wegen des EU-Binnenmarkts eine EU-Regelung erforderlich.
Fast 60 Prozent des Energiebedarfs – vor allem für Raumwärme – lassen sich bei
Wohngebäuden, die bis Ende der siebziger Jahre entstanden sind, einsparen. Die
dazu notwendigen Investitionen, etwa zur Wärmedämmung oder zur Erneuerung der
Heizungsanlage, amortisieren sich oft bereits in weniger als zehn Jahren.
Bislang haben Vermieter jedoch kaum Anreize, in Energiespartechnik für ihre
Wohnungen zu investieren. Der Grund: Vermieter können die Kosten für
Energiespar-Investitionen im Allgemeinen nur mit jährlich elf Prozent auf die
Kaltmiete umlegen. Um dieses „Investor-Nutzer-Dilemma“ aufzuheben, sollte der
Gesetzgeber – ausschließlich für Energieeinsparinvestitionen – eine höhere
Umlage als elf Prozent zulassen. Zum Schutz der Mieterinnen und Mieter müsste
sie befristet und gestaffelt nach dem Einsparerfolg angelegt sein. Ferner sollte
die Bundesregierung das „KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm“ auch künftig in
mindestens gleicher Intensität fortführen.
Eine entscheidende Ursache für den Anstieg des direkten Energieverbrauchs der
Haushalte ist die Zunahme der Wohnfläche, die private Haushalte nutzen. Diese
Entwicklung ist auch auf die demografischen Veränderungen zurückzuführen: Die
Menschen werden immer älter; immer mehr ältere Bürgerinnen und Bürger leben
allein. Die Zahl der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte wuchs zwischen 1995 und
2004 um jeweils zwölf Prozent. Der Energieverbrauch pro Haushaltsmitglied ist in
einem Single-Haushalt nahezu doppelt so hoch wie in einem Drei- und
Mehr-Personen-Haushalt.
Die Versorgung dieser Wohnungen mit Energie, der Bau und die Instandhaltung der
Verkehrs- und sonstigen Infrastruktur für die Anbindung der Wohnungen an die
Städte beanspruchen die natürlichen Ressourcen stark. Um diese zu schonen,
sollte nach Meinung des UBA die Modernisierung bestehender Gebäude – vor allem
in den Städten – Vorrang vor einem Neubau haben. Prof. Dr. Andreas Troge „Wir
müssen mehr Wert auf die Entwicklung der Innenstädte und die energetische
Modernisierung unserer Altbauten legen, anstatt weitere Bauten auf die ‚Grüne
Wiese’ zu setzen. Eine teure Infrastruktur mit langen Verkehrswegen, die immer
weniger Menschen nutzen, können wir uns nicht mehr leisten.“
Weiterführende Informationen enthält das UBA-Hintergrundpapier „Wie private
Haushalte die Umwelt nutzen – höherer Energieverbrauch trotz
Effizienzsteigerungen“. Es steht unter http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/index.htm
kostenlos zum Download bereit.
Daten zur Umweltökonomischen Gesamtrechnung (UGR) des Statistischen Bundesamtes
unter http://www.destatis.de/presse/deutsch/pk/2006/ugr_2006b.htm.
UBA
Dessau, den 14.11.2006
nach oben
Fakten
(und Behauptungen)
Seit 1973 190 Mrd. kWh eingespart
"Nach Auskunft des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme war es seit 1973
möglich, allein durch eine bessere Wärmedämmung der bundesdeutschen Gebäude ein
Energieäquivalent von über 19 Milliarden Litern Heizöl * einzusparen. Damit sind
diese seit 40 Jahren in der Praxis bewährten Werkstoffsysteme auch ökologisch
sinnvoll, weil sie zur Entlastung der Umwelt Jahr für Jahr aufs neue beitragen."
aus: "Wärmedämmung ist ökologisch sinnvoll "
Pressemitteilung des FV WDV e.V.
Datum unbekannt
* das entspricht bei einem Heizwert von 10 kWh/l: 190.000.000.000 = 190 Mrd.
kWh
Man kann aufgrund des fehlenden Datums nur schätzen, dass es um einen Zeitraum
von 20 Jahren geht.
Demnach werden durch die WDVS 9,5 Mrd. kWh Energie eingespart.
nach oben
Private Haushalte:
Die meiste Energie für Heizung und Auto
Rund 53 Prozent ihres Energieverbrauchs nutzen die deutschen Haushalte zum
Heizen. Das Auto macht den zweitgrößten Posten mit einem Anteil von rund
30 Prozent aus. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW),
Berlin, nach Daten für 2002.
Jeweils rund acht Prozent der Endenergie seien von den Haushalten für
warmes Wasser sowie für Hausgeräte wie Waschmaschine, Spülmaschine,
Kühlschrank, Gefriergerät oder Herd verbraucht worden. Schlusslicht beim
Energieverbrauch der Haushalte sei die Beleuchtung mit einem Anteil von
einem Prozent. Alle privaten Haushalte zusammen hatten nach VDEW-Angaben
einen Anteil von rund 43 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch in
Deutschland.

Grafik: VDEW
Hausgeräte mit acht Prozent Anteil /
Beleuchtung beim Verbrauch Schlusslicht
VDEW, 24.11.2003
| |
mit Auto |
ohne Auto |
destatis (s.u.) |
| Auto |
30 % |
--- |
|
| Heizung |
53 % |
75,7 % |
76 % |
| Warmwasser |
8 % |
11,4 % |
11 % |
| Hausgeräte |
8 % |
11,4 % |
13 % |
| Licht |
1 % |
1,5 % |
| gesamt |
100 % |
100,0 % |
100 % |
Da es auch Haushalte ohne Auto gibt - und überhaupt aus
Gründen der Transparenz hinsichtlich Energieverbrauch für Wohnen - gibt die
Tabelle eine Umrechnung auf die Variante "ohne Auto" wieder. Die
Stromverbraucher sind demnach mit rd. 13% beteiligt.
nach oben
Energieverbrauch der privaten Haushalte trotz Effizienzverbesserungen
gestiegen
WIESBADEN – Der Energieverbrauch der privaten Haushalte für Wohnen ist im
Zeitraum 1995 bis 2005 – bereinigt um die jährlichen Temperaturschwankungen – um
3,5% gestiegen. „Die erheblichen Verbesserungen bei Wärmedämmung,
Heizungstechnik und Haushaltsgeräten reichten nicht aus, um den gestiegenen
Energieverbrauch der Haushalte auszugleichen, der unter anderem durch eine
wachsende Ausstattung mit Elektrogeräten und die zunehmende Wohnfläche
verursacht wird“, so der Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, Walter
Radermacher, heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Umweltbundesamt
in Berlin.
Nach neuen Ergebnissen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) basiert
dieses Plus von insgesamt 3,5% auf einer zweigeteilten Entwicklung: Bis zum Jahr
2000 war der Energieverbrauch zunächst um circa 11% gestiegen, um dann – sicher
auch beeinflusst von den Energiepreiserhöhungen (+ 42% von 1999 bis 2005) – um
rund 7% zu sinken.
Der Bereich Wohnen beansprucht rund 20% des gesamten deutschen
Energieverbrauchs. Von diesem Energieverbrauch für Wohnen werden 76% für
Raumwärme verwendet, weitere 11% werden für die Bereitung von Warmwasser
benötigt, die restlichen 13% entfallen auf die übrigen Anwendungen, wie Kochen,
Elektrogeräte und Beleuchtung. Deren Energieverbrauch stieg zwischen 1995 und
2004 um 17,3%, während sich der Energieverbrauch für Heizen um 2,8% erhöhte und
der Energiebedarf für Warmwasser um 1,4% zurückging.
Der deutliche Anstieg der Energienachfrage für den Anwendungsbereich „Kochen,
Elektrogeräte, Beleuchtung“ erklärt sich aus dem hohen Zuwachs der Zahl der
Elektrogeräte in den Haushalten, der offenbar die erheblichen Einspareffekte,
die durch technische Verbesserungen der Geräte in den vergangenen Jahren
erreicht wurden, mehr als aufgezehrt hat. Insbesondere hat sich die Ausstattung
der privaten Haushalte mit Personalcomputern (+ 213% von 1993 bis 2003),
Wäschetrocknern (+ 106%), Geschirrspülmaschinen (+ 103%), Mikrowellengeräten (+
93%) und Videorecordern (+ 61%) kräftig erhöht.
Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Raumwärme, für welche die Haushalte im
Jahr 2004 2,8% mehr Energie einsetzten als 1995. Der Verbrauch von Heizenergie
je m2 Wohnfläche konnte aufgrund verbesserter Wärmedämmung und Heizungstechnik
sowie veränderten Heizverhaltens der Haushalte um rund 9% reduziert werden.
Diese Einsparerfolge wurden aber durch den Effekt einer Erhöhung der genutzten
Wohnfläche, die um 13% stieg, übertroffen. Allerdings haben die
Preissteigerungen bei der Heizenergie, die ab 2004 und verstärkt ab 2005 zu
beobachten sind, die Energienachfrage gedämpft und ab 2004 zu deutlichen
Verbrauchsrückgängen geführt.
Neben dem direkten Energiebedarf verbrauchen die Haushalte auch indirekt
Energie. Das ist die Menge, die bei der Herstellung der von den Haushalten
konsumierten Güter – einschließlich der importierten Güter – eingesetzt wird.
Dieser so genannte indirekte Energieverbrauch war im Jahr 2003 rund 1,5‑mal
größer als der direkte. Zwischen den Jahren 1995 und 2003 erhöhte sich der
indirekte Verbrauch um 2,4%.
Der Anstieg ist das Ergebnis von belastenden und entlastenden Einflüssen, für
die jeweils eigenständige Veränderungsraten ermittelt wurden. Ein deutlicher
Entlastungseffekt von 5,3 Prozentpunkten für den indirekten Energieverbrauch
ging von einem höheren Anteil solcher Güter am Konsum der privaten Haushalte
aus, die weniger energieintensiv sind (zum Beispiel Dienstleistungen). Ebenfalls
entlastend mit einem Effekt von 2,5 Prozentpunkten schlug sich der sparsamere
Energieeinsatz bei der Herstellung der Güter nieder. Diese Einflüsse reichten
aber nicht aus, um den Anstieg des Niveaus der Konsumausgaben, der zu einem
belastenden Effekt von 10,2 Prozentpunkten führte, auszugleichen.
Detaillierte Ergebnisse enthält der Bericht „Die Nutzung von Umweltressourcen
durch die Konsumaktivitäten der privaten Haushalte“, der kostenlos im
Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de, Pfad
„Presse – Presseveranstaltungen“ abrufbar ist.
Statistisches Bundesamt
Pressemitteilung vom 14. November 2006
nach oben
Endenergieverbrauch der Haushalte 2005
Energieflussbild 2005 (AGEB)
Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hat im Oktober 2006 das so genannte
Energieflussbild für 2005 herausgegeben. Man kann sich dieses Dokument sowie
zahlreiche andere umfangreiche Datendokumente auf deren Internetseite
herunterladen.

Faksimile aus der Grafik der AGEB (Einheit = Mio. t SKE*)
Greifen wir uns einige wichtige Kenngrößen heraus:
Der Endenergieverbrauch der Haushalte beträgt 90,0 Mio. t SKE, das sind rd. 29%
vom Endenergieverbrauch 2005 in Deutschland. Endenergieverbrauch plus Verluste
ist der Primärenergieverbrauch. Der Anteil der Verluste am
Primärenergieverbrauch (siehe rechts oben die drei Posten) beträgt stolze 35%.
Als Endenergie sind also nur 65% nutzbar.
Der Endenergieverbrauch der Haushalte beträgt 52% der Umwandlungsverluste (90,0
zu 172,9 Mio. t SKE), eine interessante Relation. Das Ziel der
Energieeinsparverordnung (EnEV) besteht in der Reduzierung des
Primärenergieverbrauchs der Haushalte. Nehmen wir als Baispiel: 10% Reduzierung
entsprechen 9,0 Mio. t SKE. Diese 9,0 Mio. t SKE entsprechen aber nur rd. 5% der
Verluste.
Nun zum Kern der Überlegung: wie aufwändig ist es, diese 10% an Einsparung des
Endenergieverbrauchs zu erzielen? Und: was haben Millionen Quadratmeter
Wärmedämmung an Fassaden (WDVS) bewirkt? Wie aufwändig wäre es, die Verluste mal
eben um 5% zu reduzieren?
::
Relation von WDVS und Energieverbrauch (1990-2004)
* 1 SKE ist die Wärmeenergie, die in einem durchschnittlichen Kilogramm
Steinkohle steckt, das sind 7.000 kcal.
Man rechnet so um: 7.000 • 4.187,6047 = 29.313.232,8308 J = 29,3132 MJ =
8,1432 kWh.
24.10.2006
nach oben
Stromverbrauch: Die 10 besten Spartipps
› Verwenden Sie Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren.
› Nutzen Sie Sparprogramme bei Waschmaschinen und Geschirrspülern.
› Schalten Sie alle Geräte bei Nichtgebrauch vollständig aus (kein „Stand-by“).
› Verwenden Sie Powersafer oder ausschaltbare Steckerleisten.
› Achten Sie beim Kauf von elektrischen Geräten auf Energiesparklassen.
› Lüften Sie im Winter bewusst (Stoßlüften).
› Prüfen Sie die Wärmedämmung bei Türen und Fenstern.
› Senken Sie die Raumtemperatur um ein Grad, das spart sechs Prozent Energie.
› Nutzen Sie beim Kochen die Nachwärme der Herdplatte und verwenden Sie
einen Kochtopf mit demselben Durchmesser wie die Kochplatte.
› Kontrollieren Sie regelmäßig die Temperatur im Kühlschrank und tauen Sie das
Gefrierfach ab.
Quelle: VDEW; Fakten, September 2006
nach oben
Deutsche geizen beim Heizen
Heizenergieverbrauch auf Rekordtief
Studie von Techem in 128 Städten:
Schlusslicht Husum benötigt 63 Prozent mehr Öl als Spitzenreiter Offenburg
Die Deutschen verbrauchen immer weniger Öl für das Beheizen ihrer Wohnung. In
der Heizperiode 2004/2005 sank der Durchschnittsverbrauch auf das Rekordtief von
15,66 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche (l/m²). Das ergab eine Studie der
Eschborner Techem AG in 128 deutschen Städten. Auffällig dabei das deutliche
Nord- Süd- Gefälle: So benötigt Schlusslicht Husum (20,24 l/m²), das schon seit
Jahren am Ende der Verbrauchstabelle liegt, 63 Prozent mehr als das badische
Offenburg (12,79 l/m²), das damit erstmals seit 1998 wieder die Spitzenposition
einnimmt.
Ganz vorn in der Rangliste landeten neben Offenburg noch Dinslaken (12,95 l/m²),
Castrop-Rauxel (13,20), Freiburg (13,45) und Unna (13,63) aus. Das Tabellenende
zieren allesamt schleswig-holsteinische Städte: Norderstedt (18,73), Rendsburg
(19,31), Bad Segeberg (19,56), Schleswig (19,79) und Husum (20,24). Im
Mittelfeld: Frankfurt am Main mit dem exakten Durchschnittsverbrauch von 15,66
l/m².
Die Zahlen ermittelte Techem*, einer der europaweit führenden Dienstleister bei
der Erfassung und Abrechnung von Energie und Wasser, auf der Basis von
185.000 Wohnungen in zentral beheizten Mehrfamilienhäusern. Die Untersuchung
beschränkt sich auf westdeutsche Haushalte. Für Ostdeutschland sind keine
verwertbaren Aussagen zum Ölverbrauch möglich, weil hier überwiegend mit Gas
oder Fernwärme geheizt wird. Seit Techem 1978 mit der Analyse begann, ging der
Ölverbrauch um mehr als 30 Prozent zurück.
Auch wenn der Verbrauch weiter gesunken ist, bleibt ein Wermutstropfen: Die
Heizkosten für die abgelaufene Periode werden sich deutlich verteuern.
Techem-Pressesprecher Stefan Lutz: "Wir fürchten, dass die Verbraucher auf Grund
der langen Heizzeit und der stark gestiegenen Heizölpreise 30 Prozent mehr für
eine warme Stube ausgeben müssen. Energie sparen ist also mehr denn je gefragt."
Technische Hilfe leistet dazu inzwischen die Industrie. So hat Techem als erstes
Unternehmen der Branche ein System ("Ecotech") entwickelt, das den
Energieverbrauch um rund zehn Prozent reduziert: Dabei erkennt der
Funk-Heizkostenverteiler, wenn der Heizkessel zu viel Wärme liefert. Er drosselt
automatisch die Vorlauftemperatur, ohne dass es in der Wohnung kälter wird.
techem AG
Eschborn
05. Juli 2006
Grafik: techem
Kommentar:
Was sagen uns diese Zahlen? Der spezifische Heizölverbrauch in 185.000
westdeutschen Haushalten in Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizung ist über die
Jahre zurück gegangen. Fein. Über die Ursachen wird keine Aussage getroffen.
Einfamilienhäuser und Gebäude mit Gasheizungen sind nicht erfasst. Bleibt die
Frage: wie repräsentativ sind diese Werte? Bekannt ist, dass der
Endenergieverbrauch in Deutschland seit Jahren konstant vor sich hin dümpelt,
ohne auf die vielfältigen Energiesparmaßnehmen - allen voran die sagenumwobenen
WDVS als regelrechtes Energiesparwunder - Rücksicht zu nehmen und endlich mal
tendenziell zu sinken. Ist es am Ende nur der geiz, der nicht nur "geil ist",
sondern auch warm macht?
Querverweis:
::
Relation von WDVS und Energieverbrauch (1990-2004)
nach oben
Endenergieverbrauch 2005


Quelle: BMU 2006
Die Haushalte sind demnach mit 28% am Endenergieverbrauch beteiligt.
Seg-
ment |
Potenzial
[TWh] |
Aus-
schöpfung |
| Wasser |
24 |
88 % |
| Wind |
165 |
15 % |
| Biomasse |
320 |
25 % |
| Photovoltaik |
105 |
0,5 % |
| Solarthermie |
290 |
0,9 % |
| Geothermie |
530 |
0,3 % |
Erschließung des Potenzials regenerativer Energien zur fossilen
Substitution
Quelle: ZSW 2005, Viessmann Analyse
Der Verbrauch fossiler Energien lag in 2005 bei 995 TkW. Kurzfristig werden 24%
Einsparung durch Effizienzsteigerung mit vorhandenen Technologien
prognostiziert, das entspricht 756 TkW. Mittelfristig sieht man* weitere 50%
Einsparung durch Substitution durch regenerative Energien.
* = VDEW/AGEE, EWI/Prognos, BDI, ZSW
06.2006
nach oben
Energieverbrauch: Entwicklungen und Kennwerte
"Diese Zusammenhänge machen deutlich, dass die energiegerechte Sanierung älterer
Gebäude eine Schlüsselrolle bei der Modernisierung der Energieversorgung
Deutschlands spielt. Im Gebäudebereich liegen große technische und zum Teil auch
wirtschaftlich zu erschließende Energieeinsparpotentiale [1]. Durch rationelle
Energieverwendung, effiziente Versorgungssysteme und Nutzung der Solarenergie
kann man den Bedarf nach fossiler Energie – ohne Komfortverlust – deutlich
zurückführen. Das belegen die großen Erfolge, die in den letzten Jahren bei der
Reduktion des Wärmebedarfs im Gebäudebereich erzielt worden sind. So hat sich
etwa der spezifische Heizölverbrauch in zentral beheizten Mietwohnungen seit
1970 von ursprünglich über 400 kWh/m2a bis
Ende der 90‘er Jahre auf Werte um 200 kWh/m2a halbiert. Heute liegt er bei etwa
170 kWh/m2a (s. Grafik unten).
Der Trend zur Reduktion des spezifischen Energieverbrauchs im Gebäudebereich
wird sich fortsetzen. Ursache sind die vielfältigen Möglichkeiten für noch sehr
viel weitergehende Energieeinsparungen. Sie reichen von sog. Passivhäusern mit
einem Heiz-Wärmebedarf von weniger als 15 kWh/m2a bis hin zu experimentellen
energieautarken Solarhäusern, die die gesamte im Gebäude benötigte Energie –
thermisch und elektrisch – aus der auf die Gebäudehülle eingestrahlten
Sonnenenergie beziehen. Allerdings steigen dabei Aufwand und Kosten
überproportional. Künftige Anstrengungen müssen sich daher vor allem darauf
konzentrieren, technisch und insbesondere wirtschaftlich akzeptablere Lösungen
für diese zukunftsfähigen Modelle zu finden."
Quelle:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Referat Kommunikation und Internet/LP4, Berlin
Innovation und neue Energietechnologien
Das 5. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung
Broschüre, Juli 2005
2.1.1.4 Energieoptimiertes Bauen
S. 33

"Der Trend zur Reduktion des spezifischen Energieverbrauchs im Gebäudebereich
wird sich fortsetzen." meint die Bundesregierung. Zumindest ist beim
Endenergieverbrauch der Haushalte keine Entwicklung nach unten zu erkennen.

Die Trendlinie (logarithmisch gebildet) zeigt nicht nach unten. Die Zahlen
zeigen, dass der Endenergieverbrauch der Haushalte seit 1990 nicht unter diesen
Startwert gesunken ist. Um Gründe dafür zu finden, ist zunächst ein Vergleich zu
relevanten Kenngrößen erforderlich.

Wohnbevölkerung, Anzahl der Haushalte, Wohnungsbestand und Wohnfläche nehmen
beständig zu. Eine Korrelation zwischen diesen Kenngrößen und dem
Endenergieverbrauch der Haushalte ist mit Sicherheit nicht erkennbar, dafür
dürfte die Streuung zu groß sein.

Angesichts der Grafik, die leider aufgrund des Datenmaterials in 2002 endet,
stellt sich die Frage, ob denn nun der Durchbruch erreicht ist.

Und wenn ja, warum erst ab 1996 eine Nach-unten-Entwicklung greift. Und wieso
steigt der spezifische Energieverbrauch wieder an in 2001? Am Wetter wird es
nicht liegen, denn witterungsbereinigt sind die Daten bereits. Für eine
Erfolgsverkündung scheinen die Daten (noch) nicht so recht geeignet zu sein,
zumal der Unterschied in der Balkenhöhe bei anderem Maßstab deutlich
bescheidener ausfällt.
Die starken Schwankungen und Diskontinuitäten lassen vermuten, dass es außer der
Bezugsgröße Wohnfläche sowie der Korrekturgröße Witterung noch andere Faktoren
geben muss.
"79. Energieeffizienz
Weltweit ist der Primärenergieverbrauch seit Beginn der 90er Jahre erheblich
gestiegen. Der „Energiehunger“ großer Schwellenländer wie China oder Indien ist
enorm: gegenüber 1990 verbraucht China 60 % mehr Energie, Indien 52 %. Aber auch
in den industrialisierten Ländern zeigt der Trend nach oben. Die USA verzeichnen
ein Plus von knapp 20 %, die OECD-Mitgliedstaaten in Europa ein Plus von rd. 13
%.
Deutschland hat eine andere Entwicklung aufzuweisen. Der Primärenergieverbrauch
liegt heute – sowohl insgesamt als auch pro Kopf der Bevölkerung – unter dem
Verbrauch des Jahres 1990. Da die negativen Folgen des weltweiten Trends zu
steigendem Energieverbrauch jedoch auch Deutschland treffen, ist der sparsame
und rationelle Umgang mit Energie ein ganz wesentlicher Beitrag zur dauerhaften
Sicherstellung der Versorgung mit bezahlbarer Energie. In diesem Sinne müssen
die Weichen gestellt werden.
In 2006 wird mit der anstehenden Novelle der Energieeinsparverordnung – neben
dem bereits bestehenden Ausweis für Neubauten und Sanierungen – auch für
vorhandene Gebäude ein Energieausweis verpflichtend, der bei Verkauf oder
Vermietung vorgelegt sowie bei öffentlichen Gebäuden mit großem Publikumsverkehr
deutlich sichtbar ausgehängt werden muss. Damit wird die EU-Gebäude-Richtlinie
vollständig umgesetzt."
Jahreswirtschaftsbericht 2006
Reformieren, investieren, Zukunft gestalten –
Politik für mehr Arbeit in Deutschland
Text und Redaktion: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Öffentlichkeitsarbeit
Januar 2006
S. 70
Kommentar DIMaGB:
Zunächst sei ein Blick auf die Daten gestattet.
|
Jahr |
PEV |
PEV |
PEV |
PEV |
PEV |
PEV |
|
|
D AL |
D NL |
D ges. |
D AL |
D NL |
D ges. |
|
|
Subst. |
Subst. |
Subst. |
Wirk. |
Wirk. |
Wirk. |
|
|
PEV-S.xls |
PEV-S.xls |
PEV-S.xls |
PEV-W.xls |
PEV-W.xls |
PEV-W.xls |
|
|
[Mio tSEK] |
[Mio tSEK] |
[Mio tSEK] |
[Mio tSEK] |
[Mio tSEK] |
[Mio tSEK] |
|
1950 |
135,5 |
|
|
|
|
|
|
1951 |
149,8 |
|
|
|
|
|
|
1952 |
158,2 |
|
|
|
|
|
|
1953 |
155,5 |
|
|
|
|
|
|
1954 |
167,2 |
|
|
|
|
|
|
1955 |
183,4 |
|
|
|
|
|
|
1956 |
195,2 |
|
|
|
|
|
|
1957 |
196,1 |
|
|
|
|
|
|
1958 |
190,7 |
|
|
|
|
|
|
1959 |
194,0 |
|
|
|
|
|
|
1960 |
211,5 |
|
|
|
|
|
|
1961 |
215,7 |
|
|
|
|
|
|
1962 |
231,3 |
|
|
|
|
|
|
1963 |
248,9 |
|
|
|
|
|
|
1964 |
257,1 |
|
|
|
|
|
|
1965 |
264,6 |
|
|
|
|
|
|
1966 |
266,7 |
|
|
|
|
|
|
1967 |
266,8 |
|
|
|
|
|
|
1968 |
288,5 |
|
|
|
|
|
|
1969 |
315,0 |
|
|
|
|
|
|
1970 |
336,8 |
104,1 |
440,8 |
|
|
|
|
1971 |
339,4 |
103,9 |
443,3 |
|
|
|
|
1972 |
354,3 |
105,4 |
459,7 |
|
|
|
|
1973 |
378,5 |
108,3 |
486,8 |
|
|
|
|
1974 |
365,9 |
109,7 |
475,6 |
|
|
|
|
1975 |
347,7 |
112,4 |
460,1 |
|
|
|
|
1976 |
370,3 |
116,3 |
486,6 |
|
|
|
|
1977 |
372,3 |
118,8 |
491,1 |
|
|
|
|
1978 |
389,0 |
122,1 |
511,1 |
|
|
|
|
1979 |
408,2 |
123,9 |
532,1 |
|
|
|
|
1980 |
390,2 |
121,7 |
511,9 |
387,4 |
120,7 |
508,1 |
|
1981 |
374,1 |
122,8 |
496,9 |
371,1 |
121,8 |
492,9 |
|
1982 |
361,5 |
119,7 |
481,2 |
359,2 |
118,8 |
478,0 |
|
1983 |
364,7 |
120,3 |
485,0 |
362,0 |
119,6 |
481,6 |
|
1984 |
376,1 |
122,3 |
498,4 |
376,0 |
121,9 |
497,9 |
|
1985 |
385,0 |
128,0 |
513,0 |
387,1 |
127,6 |
514,7 |
|
1986 |
386,9 |
128,7 |
515,5 |
388,2 |
128,0 |
516,2 |
|
1987 |
388,0 |
133,9 |
521,9 |
390,1 |
132,5 |
522,6 |
|
1988 |
389,8 |
130,1 |
519,9 |
393,1 |
129,4 |
522,5 |
|
1989 |
382,8 |
128,3 |
511,1 |
386,8 |
127,8 |
514,6 |
|
1990 |
392,2 |
112,6 |
504,9 |
396,9 |
111,7 |
508,9 |
|
1991 |
409,1 |
84,5 |
493,6 |
413,5 |
85,0 |
498,5 |
|
1992 |
406,6 |
76,2 |
482,8 |
412,1 |
76,5 |
488,4 |
|
1993 |
409,7 |
74,1 |
483,8 |
413,9 |
74,3 |
488,1 |
|
1994 |
407,7 |
72,6 |
480,4 |
411,1 |
72,9 |
483,9 |
|
1995 |
|
|
|
|
|
486,9 |
|
1996 |
|
|
|
|
|
503,1 |
|
1997 |
|
|
|
|
|
498,6 |
|
1998 |
|
|
|
|
|
495,5 |
|
1999 |
|
|
|
|
|
488,7 |
|
2000 |
|
|
|
|
|
491,4 |
|
2001 |
|
|
|
|
|
500,8 |
|
2002 |
|
|
|
|
|
491,8 |
|
2003 |
|
|
|
|
|
493,3 |
|
2004 |
|
|
|
|
|
492,3 |
|
2005 |
|
|
|
|
|
485,8 |
Tabelle: Primärenergieverbrauch in Deutschland
Legende:
PEV = Primärenergieverbrauch, D = Deutschland, AL = alte Länder, NL = neue
Länder, ges. = gesamt
PEV-S.xls und PEV-W.xls = die Dateien als Quellen von der Arbeitsgemeinschaft
Energiebilanzen
Subst. = Substitutionsprinzip, Wirk. = Wirkungsgradmethode
Zur Erläuterung der Berechnungsmethoden:
Substitutionsprinzip:
Bei der Bewertung derjenigen Energieträger, für die es keinen einheitlichen
Umrechnungsmaßstab wie den Heizwert gibt, wurde bei den deutschen
Energiebilanzen bis 1995 der Substitutionsmethode gefolgt. Das betraf den
Außenhandel mit Strom sowie die Stromerzeugung auf Basis von Wasserkraft, Wind
und Sonnenenergie, Kernenergie und Müll.
Bei der Bewertung dieser Energieversorgungsbeiträge wurde von der methodischen
Überlegung ausgegangen, daß dadurch eine entsprechende Stromerzeugung in
konventionellen Wärmekraftwerken substituiert wird. Als vereinfachende
Hilfsgröße für die primärenergetische Bewertung wurde der durchschnittliche
spezifische Brennstoffverbrauch in konventionellen öffentlichen Wärmekraftwerken
herangezogen. Die Kernenergie, die Wasserkraft usw. wurden im Rahmen des
Primärenergieverbrauchs also so bewertet, als ob die jeweilige Strommenge in
konventionellen Wärmekraftwerken mit dem entsprechenden Brennstoffaufwand
erzeugt worden wäre.
Wirkungsgradmethode:
Die Bewertung der Stromerzeugung auf der Basis von Kernenergie, Wasser- und
Windkraft sowie des Außenhandels mit Strom beruht auf der sog.
Wirkungsgradmethode. Dabei werden die Stromerzeugung aus Kernenergie mit einem
Wirkungsgrad von 33 vH, die übrigen genannten Energieträger sowie der
Stromaußenhandel auf der Basis des Heizwertes der elektrischen Energie von
3.600 kJ/kWh, das entspricht einem Wirkungsgrad von 100 vH, bewertet. Im
Vergleich zu dem früher üblichen Substitutionsansatz führt dies bei der
Kernenergie zu einem höheren, bei den anderen
Energieträgern zu einem niedrigeren Primärenergieverbrauch.
Zur Veranschaulichung:

Grafik zu den Werten der letzten Spalte aus der Tabelle oben. Hierbei drängt
sich die Frage auf, woran man den angeblichen erfolg der bundesdeutschen
Energiepolitik messen soll. Das Auf-und-Ab des Primärenergieverbrauchs scheint
ein schlechter Indikator zu sein.

"Der Primärenergieverbrauch liegt heute ... unter dem Verbrauch des
Jahres 1990." - siehe oben.
Das ist wahr. Das ist aber auch nur relativ.

Der Primärenergieverbrauch liegt heute über dem Verbrauch des Jahres
1982." - siehe oben.
Das ist auch wahr. Das ist aber auch relativ.
"Damit wird die EU-Gebäude-Richtlinie vollständig umgesetzt." Gemeint ist der so
genannte Energieausweis. Damit wird jedoch nur ein klitzekleines Stück der
Intentionen der EU Richtlinie umgesetzt, von einer vollständigen Umsetzung kann
überhaupt keine Rede sein. Dies wird im Folgenden begründet.
RICHTLINIE 2002/91/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 16. Dezember
2002 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden = gesetzliche
Grundlagen für Effizienz und Wirtschaftlichkeit
- Gebäudeenergiepass
- Steigerung der Energieeffizienz
- Kostenwirksamkeit
- zusätzlich zur Wärmedämmung auch andere Faktoren
- Berechnungsmethode rasch anpassen
- Hinblick auf den technischen Fortschritt
- künftige Entwicklungen der Normung
- mehrere numerische Indikatoren darzustellen
- einschließlich Innenraumklima
Zu diesen Stichworten gibt es eine
:: Langfassung mit Textauszügen
Es ist also nicht nur ein Gebäudeenergiepass vorgegeben, sondern die Richtlinie
sieht viel mehr vor, wie man hier aufgelistet sieht. Insofern ist die
Einschätzung, mit dem Energiepass würde die EU-Gebäude-Richtlinie vollständig umgesetzt,
falsch. Das Problem ist nur, dass die Richtlinie (nationale Politik =
Kompromisse, EU-Politik = Kompromisse ²) zu viele Kann-Bestimmungen enthält. Den
nationalen Gesetzgebern wird vieles offen gelassen. Das ist der Grund dafür,
dass man an falschen bzw. realitätsfernen Berechnungsmethoden (Stichwort:
U-Wert-Theorie, Glaser-Verfahren) festhält und diesbezügliche Normen (DIN 4108)
mittels Bauregelliste A kühn zur allgemein anerkannten Regel der Technik
erklärt. In der Praxis bedeutet das z.B., dass die Regeln der Baukunst vorgeben,
dass man von innen nach außen diffusionsoffener baut - dennoch wird mit einem
WDVS von innen nach außen dichter gebaut, mithin ein klarer Verstoß gegen die
allgemein anerkannten Regeln der Technik, wie sie vor der Einführung des
Styropors als Außenwanddämmstoff in der DIN 4108 festgeschrieben waren: "4. Grundlagen des Wärmeschutzes,
4.1.2.2. Vergrößerung des Dampfwiderstandes auf der warmen Seite der Wände und
Decken,
4.1.2.3. Verringerung des Dampfwiderstandes auf der kalten Seite der Wände (z.B.
Verwendung von Stoffen mit geringem Dampfwiderstand, so daß die kalte Seite
verdunstungsfähig ist)."
Quelle: DIN 4108, Wärmeschutz im Hochbau, Ausgabe Mai 1960.
vertiefende Informationen:
:: Glaser-Verfahren: Theorie und Praxis
:: Bauphysik, Physikalische Grundlagen und Phänomene
DIMaGB
03.04.2006
nach oben
Energieverbrauch in Bürogebäuden
Statistisch gesehen steigt der Energieverbrauch in Ihrem Bürogebäude jährlich um
1,6 %. Zusätzlich steigen auch die Energiepreise – eine Doppelbelastung für
jeden Betrieb. Viele Beispiele zeigen aber, dass - bei entsprechenden Maßnahmen
- 20 % Energieeinsparung in Bürogebäuden und entsprechende Kostensenkungen keine
Seltenheit sind.
aus. Stadt München bezuschusst Energieoptimierung in Bürogebäuden
Pressemitteilung der Stadt München, 19.08.06
Kommentar:
In dieser Meldung geht es um die Bezuschussung von Energieanalysen und Maßnahmen
zur Steigerung der Energieeffizienz. Eigentlich interessant ist jedoch die
Tatsache, dass der Verbrauch jährlich um 1,6% steigt. Wichtig wären einige
Hintergrundinformationen, die leider nicht vorliegen. Was sind die Ursachen für
den Anstieg? Ist diese Tendenz nur in München vorzufinden? Neben immer
energieeffizienteren Bauweisen werden auch die Bürogeräte immer
energieeffizienter, was also mag die Ursache sein?
nach oben
Weniger Stromverbrauch mit Standby-Label?
Alle klagen über die hohen Energiepreise. Dabei ist Strom sparen ganz leicht –
einfach die elektrischen Geräte ganz abschalten und nicht im Standby-Modus
laufen lassen. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
hat untersucht, wie man die Verbraucher auf die Energieverluste im
Schlummer-Betrieb aufmerksam machen kann.
Allein im Jahr 2004 verschleuderten elektrische Geräte in deutschen Haushalten
und Büros rund 18 Milliarden Kilowattstunden Strom im Standby-Zustand. Dies
entspricht fast der gesamten Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland. Bei
vielen Geräten aus der Unterhaltungselektronik liegt der Standby-Anteil am
Stromverbrauch bei über 50 Prozent. »Eine Set-Top-Box beispielsweise, die
künftig in jedem Haushalt, der Digital-Fernsehen empfangen will, stehen wird,
verbraucht im Standby-Modus tagaus tagein rund acht Watt«, erklärt Barbara
Schlomann vom ISI. Das klingt nach nicht viel. Umgerechnet auf ein Jahr sind es
pro Haushalt aber rund 54 Kilowattstunden. Bei knapp 60 Millionen Fernsehern
werden daraus über drei Milliarden Kilowattstunden. An den enormen
Stromverlusten aus dem Standby-Betrieb wird sich bis 2015 wenig ändern. Zwar gab
es bei einigen Geräten wie PCs oder Fernsehern in den letzten Jahren technische
Verbesserungen von Seiten der Hersteller, doch die Zunahme bei den Gerätezahlen
und die Verbreitung neuer Geräte gleicht diese Einsparungen nahezu aus. Zu
diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für System- und
Innovationsforschung ISI in Karlsruhe in einer neuen Studie für das
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.
Die Fraunhofer-Forscher sollten klären, ob sich dieser unnütze Stromkonsum durch
eine Kennzeichnung der Geräte mit einem Standby-Label verringern ließe. Ein
solches Label könnte etwa angeben, wie viel Strom das Gerät im Standby- und im »Schein-aus«-Zustand
benötigt. Im Schein-aus-Modus ist das Gerät scheinbar ausgeschaltet, verbraucht
aber in Wirklichkeit immer noch etwas Strom. Das Potenzial ist immens: Rund neun
Milliarden Kilowattstunden pro Jahr ließen sich sparen, wenn die jeweils besten
Technologien eingesetzt würden, hat die Forschungsstelle für Energiewirtschaft
in München ausgerechnet. Rechtlich wäre die Einführung einer solchen
Kennzeichnungspflicht nach Einschätzung der Projektpartner an der TU Dresden
auch in einem nationalen Alleingang möglich.
In ihrer Studie machen die ISI-Experten Vorschläge, wie ein Label für Geräte und
Verpackungen aussehen könnte. Einen Aufkleber mit Klassifizierung der
Energieeffizienz von A bis G, wie er derzeit schon bei Kühlschränken oder
Waschmaschinen üblich ist, halten die Wissenschaftler für weniger sinnvoll. Denn
bei Großgeräten wird der Strom fast nur im laufenden Betrieb verbraucht. Eine
Kennzeichnung für Geräte wie Computer, Drucker, Fernseher, Set-Top-Boxen,
Espressomaschinen – so die ISI-Forscher – sollte dagegen den Standby-Verbrauch
in Watt ausweisen und zusätzlich auch noch den Verbrauch im Schein-Aus-Zustand
angeben. Alternativen für die Kennzeichnung erwähnt die Studie auch: freiwillige
Selbstverpflichtungen der Hersteller, Mindeststandards, Verbot des
Schein-Aus-Zustands und Ausbau bestehender Kennzeichnungen wie etwa Energy-Star-
oder EU-Öko-Label.
Fraunhofer ISI
Presseinformation
28.09.2005
nach oben
Wo bleibt das warme Wasser - wie viel Liter verbraucht werden

Wer mit der richtigen Heiztechnik warmes
Wasser erzeugt, spart Energiekosten ein.
Der Verbrauch von warmem Wasser hängt wesentlich von den Waschgewohnheiten ab.
Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt fasst zusammen, welche Mengen Warmwasser
anfallen und wie jeder dabei Energie sparen kann.
Die Badewanne ist mit durchschnittlich 160 Litern der Spitzenreiter im Haus.
Etwa 6,5 Kilowattstunden Energie sind zur Erwärmung des Wassers notwendig.
Betrachtet man die Energiekosten, so ist eine Kilowattstunde Strom deutlich
teurer als eine Kilowattstunde Erdgas. Laut Aussage des Initiativkreises Erdgas
& Umwelt können Hauseigentümer ohne Komfortverzicht Energie einsparen, wenn sie
das richtige Heizsystem einsetzen, beispielsweise eine Gas-Brennwertheizung mit
angeschlossenem Warmwasserspeicher.
Beim Duschen fallen je nach Dauer zwischen 40 und 75 Liter Warmwasser an, beim
Waschen am Waschtisch nur 17 Liter. An einem Handwaschbecken im Gäste-WC werden
durchschnittlich neun Liter verbraucht, bei der Reinigung von Geschirr in der
Küchenspüle fließen 30 Liter.
Wie Verbraucher Energie beim Heizen und bei der Warmwasserbereitung einsparen
können, darüber informiert der Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der
Telefon-Nr. 0 18 02/ 34 34 52 (6 Cent/Gespräch). Informationen gibt es auch im
Internet unter www.ieu.de.
IEU, 24.08.2005
nach oben
Typische Wärmeverluste eines Einfamilienhauses (Baujahr vor 1984)
"Fast 90 % der Gebäudesubstanz Deutschlands ist vor 1990 erbaut worden.
Diese sehr spezifische Altersstruktur ergibt sich aus der langen Lebenszeit von
Gebäuden. Wohngebäude haben eine Lebensdauer von über 100 Jahren mit einem
Renovierungszyklus von ca. 30 - 60 Jahren. Innerhalb dieser Fristen werden in
aller Regel energierelevante Gebäudeteile wie Fenster, Außenwände und Dächer,
aber auch die Heizungsanlagen mindestens einmal renoviert oder ersetzt. Im Zuge
dieser Sanierung können abhängig vom Baujahr, Gebäudetyp und Zustand des
Gebäudes Energieeinsparungen von 50 bis 80 % erzielt werden. Ansatzpunkte sind
insbesondere die Wärmeverluste durch ungenügend gedämmte Außenwände, Dachflächen
und Bodenflächen, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie alte
Fensterkonstruktionen, die zu schlechten Energiekennziffern dieser Gebäude
beitragen (s. Abb. unten)."


Quelle:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Referat Kommunikation und Internet/LP4, Berlin
Innovation und neue Energietechnologien
Das 5. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung
Broschüre, Juli 2005
2.1.1.4 Energieoptimiertes Bauen
S. 33
Das Dokument ist aktuell als PDF abrufbar beim BMWi.
Kommentar DIMaGB:
Prüfung auf Plausibilität:
|
Bauteil |
von |
bis |
|
Dach |
15 |
20 |
|
Heizung |
30 |
35 |
|
Fenster |
20 |
25 |
|
Lüftung |
10 |
20 |
|
Wand |
20 |
25 |
|
Boden |
5 |
10 |
|
gesamt |
100% |
135% |
Die Summe der von-Werte beträgt 100%. Da die Summe nicht größer als 100% sein
kann, kommt eine Kombination mit den angegebenen bis-Werten nicht in Frage.

Grafik: DIMaGB, Daten: BMWi
02.04.2006
Sie finden mehr Informationen und Daten
bei richtigsanieren.de
nach oben
Ihnen genügen diese Werte nicht?
Sie wollen noch mehr einsparen?
Dann dämmen Sie doch Ihre Fassade:
:: Dämmolympiade, Lügenmärchen,
Einsparträume
Wohin verfliegt
die Heizenergie?
Steigende Heizkosten und das zunehmende Umweltbewusstsein lenken den Blick
verstärkt auf den Heizenergiebedarf von Häusern. Viele Hausverkäufer werben mit
hohen Dämmwerten der Außenwände. Sie nutzen dabei aus, dass viele Bauherren oder
Käufer nicht wissen, wie gering deren Einfluss auf den Primärenergiebedarf ist.
Wohin die Heizenergie im einzelnen verfliegt, erläutert die kostenlose Broschüre
"Massiv bauen...besser leben" der Informationszentrale Massiv Mein Haus e.V. .
Wegen der vielen verschiedenen Verlustquellen verlangt der Gesetzgeber ganz
bewusst nur einen maximalen Primärenergiebedarf des Gebäudes und keine extrem
hohen Dämmwerte einzelner Bauteile. "Damit Bauherren ihr Haus energetisch
wirtschaftlich planen können, sollten sie wissen, auf welchen Wegen die
Heizenergie verfliegt", empfiehlt Reiner Pohl, Geschäftsführer von Massiv Mein
Haus. Etwa 37 % der Primärenergie geht über die Gebäudehülle verloren. Davon
benötigen die Wände lediglich 10% bis 15%. Die Aufbereitung und der Transport
des Energieträgers Öl oder Gas, die Verluste des Heizkessels und die
Wärmeverluste bei der Verteilung der Heizwärme verbrauchen - selbst bei
sparsamen Brennwertkesseln - ca. 30 %, die Belüftung des Gebäudes ca. 25 % und
die Warmwasserbereitung ca. 8% der Energie.
In den letzten Jahren hat die Baustoffindustrie ihre Mauersteine wärmetechnisch
stark optimiert. Gemauerte Wände können damit besser dämmen, als eine gleich
dicke Holzwand. Bei den heute üblichen hohen Dämmwerten gemauerter Außenwände
und ihrem geringen Anteil an den gesamten Energieverlusten beeinflusst eine
weitere Verbesserung ihres Dämmwertes den Primärenergiebedarf nur wenig.
Massivbauten aus Mauerwerk und Beton halten aber nicht nur durch niedrige
U-Werte die Wärme im Haus. Weil sie spätestens nach dem Verputzen dicht sind und
bleiben, kann der Wind auch nach Jahren keine Wärme durch Ritzen und Spalten aus
dem Haus blasen. Ihre Wärmespeichermassen nutzen im Winter die Sonnenenergie
besonders gut aus und halten im Sommer die Räume angenehm kühl. Schwere massive
Wände und Decken schirmen gegen Lärm ab und brennen nicht. Familien mit Kindern
schätzen dies besonders. Ein wichtiges Argument für die Altersvorsorge ist, dass
Massivhäuser robust und damit pflegeleicht sind. Maklerumfragen beweisen immer
wieder ihre Wertbeständigkeit. Sie lassen sich im allgemeinen schnell und zu
einem guten Preis verkaufen.
Weitere interessante Tipps zum Hausbau können unter www.massivhaus-ratgeber.de
abgerufen oder kostenlos bei der Informationszentrale Massiv Mein Haus e.V.,
Falkensteinstr. 9, 86316 Friedberg, Tel:: 0821-7849773, Fax 0821-784447, E-Mail:
info@massivhaus-ratgeber.de angefordert werden.

Anteilige Verluste der Primärenergie am Beispiel eines freistehenden
Einfamilienhauses
(Quelle: Massiv Mein Haus e.V.)
Massiv Mein haus e.V.
11.05.2004
Kommentar DIMaGB:
Den Energieverlusten über die Außenwand werden 15% zugeordnet. Bezugsgröße
ist die Primärenergie. Rechnet man um auf die Wärmeverluste, sind es rd. 21%
(15% : 0,7).
nach
oben
Energieverbrauch von Haushalten und Gewerbe unter der Lupe
Das Fraunhofer ISI hat gemeinsam mit dem DIW Berlin, dem
Marktforschungsinstitut GfK, dem Institut für Energetik und Umwelt in Leipzig
und der
TU München für das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit den Umgang mit
der Energie genauer untersucht, als dies die üblichen Energiestatistiken tun –
und überraschende Erkenntnisse gewonnen.
Wie hoch ist der Energieverbrauch in deutschen Haushalten, im Gewerbe und in
öffentlichen Einrichtungen tatsächlich und wodurch wird er beeinflusst? Diesen
Fragen ging eine Studie unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für
Systemtechnik und Innovationsforschung in Karlsruhe nach. Danach haben die immer
wieder verschärften Wärmeschutzanforderungen im Lauf der letzten 25 Jahre
erhebliche Heizenergieeinsparungen gebracht, aber bei weitem nicht so viel wie
erwartet. Es mangelt an der Bauausführung, aber auch am sparsamen Verhalten der
Bewohner. Laut Studienleiterin Barbara Schlomann bringt ein Grad weniger im
Wohnzimmer immerhin eine um drei Prozent niedrigere Heizkostenrechnung. Fast die
Hälfte der deutschen Haushalte verpulvert außerdem über stundenlang gekippte
Fenster im Schlafzimmer unnötig Heizenergie. Und um den Verbrauch an Heizenergie
zu senken, sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Denn allein durch die
immer größer werdende Wohnfläche, die jede Person für sich beansprucht, erhöht
sich der Energiebedarf beträchtlich. Einen Beitrag zur umweltfreundlichen
Energieversorgung könnten auch effiziente Holzheizungen leisten. Heute haben sie
in den Wohnungen nur einen Anteil von sechs Prozent.
Die Befragung von über 20.000 Haushalten, die von der GfK ausgeführt wurde,
zeigt auch, wo die Stromfresser unter den elektrischen Geräten und Anlagen
lauern: So erhöht ein Klimagerät den Stromverbrauch um 120 Kilowattstunden pro
Jahr, eine Sauna schlägt gar mit 450 Kilowattstunden zu Buche. Auch die
Stromkosten für Wasserbetten, Aquarien, Geschirrspüler, Kühlschränke und
elektronische Geräte fallen ins Gewicht, viele dieser Geräte sind auf dem
Vormarsch. Mit Energiesparlampen sind die Haushalte noch spärlich ausgestattet –
nur jede siebte Lampe ist energiesparend. Und auch ein Blick auf den
Spritverbrauch könnte nicht schaden: Privat-Pkw fahren über 13.000 Kilometer pro
Jahr und verbrauchen dabei fast 1.100 Liter Kraftstoff.
Im gewerblichen Bereich sind der Handel und die Büros die größten
Energieverbraucher in Deutschland. Hier schlägt vor allem die Zunahme der
klimatisierten Flächen und die wachsende Zahl von Geräten der Informations- und
Kommunikationstechnik zu Buche.
Insgesamt liefert die Studie eine Fülle wertvoller Daten zum Energieverbrauch
der privaten Haushalte und des gewerblichen Bereichs, die eine wichtige
Ergänzung der herkömmlichen Energiestatistik darstellen. Solche Daten werden
immer wichtiger, wenn es um die Frage geht, wie Deutschland die internationalen
Vereinbarungen zum Klimaschutz einhalten kann.
Den vollständigen Bericht finden Sie unter www.isi.fhg.de/e/projekte/122s.htm
Fraunhofer ISI
Presseinformation 11/2004
26.05.2004
nach oben
Haushalte: Acht Prozent des Stroms für Licht
Rund acht Prozent ihres Stroms oder 11,4 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh)
nutzten die 39 Millionen deutschen Haushalte zur Beleuchtung ihrer Wohnung. Das
meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach jüngsten
Berechnungen für 2002.
Auf Unterhaltungselektronik, Telekommunikation und
Computer seien mit 13,8 Mrd. kWh Strom zehn Prozent des Stromverbrauchs
der Haushalte entfallen. Kühl- und Gefrierschränke sowie andere
Haushaltsgeräte kamen nach Angaben des Branchenverbandes mit 40,7 Mrd. kWh
auf rund 30 Prozent.
Gut die Hälfte des Stroms im Haushalt für Wärme und Klima:
Kochen, Bügeln oder Wäsche trocknen machten etwa 18 Prozent oder 25,2 Mrd.
kWh aus. Warmwasser und Heiz- oder Klimaanlagen schlugen jeweils mit 17
Prozent oder 22,8 Mrd. kWh zu Buche, ermittelte VDEW.
Wieviel Strom wofür? Anteile am Stromverbrauch der
Haushalte 2002 in Prozent (Quellen: VDEW, Statistisches Bundesamt):
| • |
Kühl- und Gefrierschränke, andere Haushaltsgeräte |
30 |
| • |
Bügeln, Kochen, Trocknen |
18 |
| • |
Heizung, Klimaanlagen |
17 |
| • |
Warmwasser |
17 |
| • |
Unterhaltungselektronik, Telekommunikation, Computer |
10 |
| • |
Licht |
8 |
VDEW, 26.1.2004
nach oben
Energieverbrauch der privaten Haushalte:
Über 80 Prozent für Heizung und Auto
Etwa die Hälfte ihrer Endenergie verbrauchten die rund 37 Millionen deutschen
Haushalte 2000 zum Heizen. Dahinter folgte das privat genutzte Auto mit einem
Anteil von rund 32 Prozent. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft
(VDEW), Berlin, nach jüngsten Berechnungen für 2000.
In die Warmwasserbereitung seien bei den privaten Haushalten rund acht Prozent
der Energie geflossen. Auf Hausgeräte wie Fernseher oder Kühltruhe entfielen
laut VDEW fünf Prozent. Für Wärmeanwendungen wie Kochen seien etwa drei Prozent
verbraucht worden. Die Beleuchtung habe einen Anteil von einem Prozent gehabt.
Insgesamt habe der Energieverbrauch der privaten Haushalte 2000 bei rund 128
Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) gelegen. Der Rückgang von vier
Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei vor allem witterungsbedingt gewesen.
VDEW, 08.04.2002
nach oben
|