Norm in Kraft, aber nicht anwendbar
Ende Januar vermeldete Haustechnik-Dialog eine Schildaer Posse. Demnach
sei die europäische Heizlastnorm EN 12831 seit August 2003 in Kraft und
damit gültig, allerdings könne niemand damit arbeiten. Sie soll zusammen mit
dem Nationalen Anhang für Deutschland als DIN EN die etwas in die Jahre
gekommene DIN 4701 Teil 1-3 ersetzen. Der Termin "Februar 2004" zur
Veröffentlichung des Nationalen Anhangs, und damit der Beginn der
Anwendbarkeit, sei abermals verschoben worden.
Im Nationalen Anhang geht es um Werteparameter und Faktoren, z.B.
meteorologische Daten, die von regionalen bzw. nationalen Gegebenheiten und
Gewohnheiten (Heizverhalten) bestimmt werden. Auf telefonische Anfrage beim
Normungsausschuss würden technische Probleme bei der Einarbeitung von
Änderungen als Begründung für die abermalige Verzögerung genannt. Als neuer
Termin sei der April als wahrscheinlich genannt worden. Dies hat
Auswirkungen auf die Übergangsfrist.
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Die feinen Unterschiede Zwischen Ü und CE
Zitat:
"Ein besonders guter
Dämmstoff zeichnet sich – wie sollte es anders sein! – durch eine sehr
geringe Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert von maximal 0,035 W/(mK)) aus.
Wichtig sind zudem der Feuchtigkeits-Widerstand, Trittfestigkeit und
Gewicht sowie die ökologische Verträglichkeit und natürlich: der Preis!
All diese Merkmale sind dem Dämmstoff-Etikett (s. Abb. unten) zu
entnehmen, ebenso die Klassifizierung des Brandverhaltens (A = nicht
brennbar, B1 = schwer brennbar, B2 = normal entflammbar)."
Dämmstoffetiketten geben detaillierte Auskunft über die
Qualität
Ist der Dämmstoff
ausschließlich mit einem CE-Zeichen (Verweis auf EU-Normen)
gekennzeichnet, müssen bei gleicher Wärmeleitfähigkeit 20% mehr Dicke
(Kommentar RB: Hoffentlich weiß jeder, woran das liegt?)
gegenüber Dämmstoffen mit zusätzlichem Ü-Zeichen (Verweis auf
nationale Normen) berechnet werden."
RB: Wenn nicht das
ganze ohnehin außerhalb der CE-versprochenen 90% liegt .....
zugesandt von Rainer Bolle, Bremen, 2004
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Stümperei bei der neuen DIN 1045
Einen hervorragenden Artikel über Stümpern, Blocken und Ignorieren konnte
man im Deutschen Ingenieurblatt, Ausgabe Juli/August 2004, lesen. Die
wichtigsten Passagen sind hier zitiert.
Quelle ist der Artikel "Bedingt tauglich.
Neue Serie über die fachlichen Defekte der neuen DIN 1045" vom
Autor: Dieter Vogelsang.
Auch bei der DIN 1045 - sie gilt ab Januar 2005 - wurde
herumgeschustert und wenn es um Zustände geht, die in der Praxis gar nicht
vorkommen, sei die Frage erlaubt, wozu das Ganze gut sein mag. Worauf
begründet eine Institution ihre Legitimität, die offensichtliche Fehler
ganz einfach ignoriert?
"Sie hat allerdings zahlreiche redaktionelle und inhaltliche Defekte, die
teilweise einfach nur ärgerlich, teilweise aber fachlich nicht vertretbar
sind."
"Form, Sprache, Aktualität: Von einer neuen Norm kann die Praxis eine
ausgefeilte nahezu fehlerfreie Form in einer klar ausformulierten Sprache
erwarten. Die umfangreichen Berichtigungen allein zur DIN 1045-1, die
überwiegend Schreib- und Formulierungsfehler behandeln, stellen in dieser
Hinsicht ein Armutszeugnis dar. Darüber hinaus ist es eine Zumutung, die
Einarbeitung dieser Berichtigungen in den eigentlichen Normentext den
Anwendern zu überlassen."
"Fachlicher Inhalt, Eindeutigkeit: Auch in diesem Bereich besteht
hinsichtlich der Festlegungen und Formulierungen Nachholbedarf."
"Generell ist festzustellen, dass die neuen Normen die in der Praxis
Tätigen zwingen, viele mühsam erarbeitete und gesammelte Erfahrungen über
Bord zu werfen. Sie müssen in Zukunft in Zuständen denken (Tragfähigkeit
statt Gebrauchszustand), die in der Praxis gar nicht vorkommen."
"Im DIN-Ausschuss mitarbeiten: In der konstituierenden Sitzung DIN 277
erklärte dann der Geschäftsführer des DIN, dass alle Ausschussmitglieder,
die nicht von einem das DIN finanziell unterstützenden Institut
beziehungsweise Verband delegiert würden, für die Mitarbeit im Ausschuss
zu den eigenen Aufwendungen zusätzlich 3.000 DM zu zahlen hätten."
"Eingaben an den Ausschuss: Am 6. November 2003 und am 16. Januar 2004 hat
der Autor Anfragen und Anregungen zu den oben aufgeführten Argumenten
neben weiteren an den Ausschuss und Beteiligte gerichtet. Bis zum Juni
2004 ist weder eine Eingangsbestätigung noch eine Antwort erfolgt. Auch
das Aufzeigen offensichtlicher Fehler in einer Bemessungstabelle ...
führte zu keiner Reaktion."
Dipl.-Ing. M. Bumann
September 2004
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Kommentar zu einer DIN
Im März 2005 konnte man folgende Meldung lesen: "Auf Wunsch vieler
Anwenderkreise wurde zu DIN EN 12831, dem Beiblatt 1 und der Änderung A 1
zum Beiblatt ein Kommentar vom Obmann des nationalen Normungsgremiums ...
herausgegeben. Der Kommentar wurde in Abstimmung mit dem nationalen
Normungsgremium erstellt (d.h. unter Mitwirkung u.a. der bekannten
Heizungsverbände in Deutschland). Der Kommentar enthält die genannten
Normen und die Kommentierung, die auch auf bereits aus Anwenderkreisen
gestellte Fragen eingeht. Die DIN EN 12831 mit Beiblatt ersetzt die bis
letztes Jahr noch geltenden Normen DIN 4701-1 bis -3
"Wärmebedarfsberechnung". Die Kommentierung soll die Anwendung erleichtern
und die notwendigen Unterlagen in einem Buch von 80 Seiten DIN A 4
zusammenfassen.
Kommentar: und wie wäre es, die Normen so zu formulieren,
dass man sie auch ohne Kommentar verwenden kann? Als Beispiel: in den
60ern enthielt die DIN 4108 (Wärmeschutz) eingangs Begriffserläuterungen,
jeder konnte verstehen, worum es ging.
Dipl.-Ing. M. Bumann
April 2005
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Dicht oder nicht dicht? Eine luft(un)dichte Rolle rückwärts
Eine Slapstick-Nummer bei Blower Door
Rundbrief von Rainer Bolle:
Liebe Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,
wer mag, mag mit "Genuss"
nachfolgenden Link zum Thema "Luftdichtigkeit" lesen:
http://www.luftdicht.de/auslegung-der-enev.htm#Auslegung3
Hier ist nichts mehr hinzuzufügen, außer:
Denken verstattet,
Lachen bleibt im Halse stocken.
Solches Steuergeldkabarett gibt´s nicht kostenlos.
Das muss man sich erstmal leisten können.
Da sieht man, wie dumm es uns geht.
Ich berichte hierüber kritisch seit Jahren
ohne dass es als Reaktion eine Aktion derer gibt,
die interessiert und gerne zuhören.
Das ist schade.
Schweigen und Nicht-Handeln der Betroffenen
ist der Kompost für Willkür der Profiteure und deren Vasallen.
Warum protestieren nur so wenige
gegen solchen geistigen Sondermüll?
Warum blockiert niemand
das DIBt und
das BundesBauMinisterium und
die Bauämter und
den FLiB
mit einschlägiger Kritik und Fragen,
z.B. nach der Haftung für Befolgung des Unfassbaren
und Energieverbrauch
für intensivnachhaltig geistige Fehlgeburten.
Wer haftet, wenn der Planer oder Ausführende
dem Blödsinn auf den Leim geht
oder gar nicht mehr versteht,
wer wann was wo
(un)dicht sein oder werden
darf, muss oder kann?
Und wie viel Luft
zu welcher Jahreszeit
an welcher Stelle des Hauses
gewollt, konstruiert
oder ungewollt zufällig,
notwendig
ein- aus- oder umströmen darf?
Und dieses auch noch dauerhaft,
für wie lange?
Bis zur Abnahme?
Wie beim Glas die "dauerhaft" verlangte Kennzeichnung?
(Wer im März am Bauschäden-Forum teilnahm,
kennt die skandalöse Definition der Glasindustrie für "dauerhaft"!)
Und wenn nun einer am Tage nach dem Blastürtest
einen neuen Briefschlitz bekommt
oder ein anderes Sicherheitsschloss
oder womöglich gar eine Katzenklappe
statt eines Schandmaules erwirbt
oder einen Kamin einbaut
oder einen Wrasenabzug
oder einen schlauen feuchtegesteuerten Lüfter ins Bad baut,
oder auch
das alles in Gesamtheit.
Und dann vor Ablauf der Gewährleistung
noch einmal ein Blastürtest gemacht wird
mit schlechterem normwidrigem Ergebnis?
Was dann?
Wie dann?
Wer dann?
Oder das Haus altert ganz ohne neue Kunstlöcher,
jahresklimaverlaufsbedingt,
wird klebbandkraftlos
luftinkontinent.
Liegt im weiteren Bewohnen/-nutzen
dann eine Ordnungswidrigkeit vor?
Muß der Bewohner ausziehen?
Der Bauherr/Eigentümer Selbstanzeige erstatten,
- mit dem Heizen sofort aufhören,
- das Atmen zwecks Unterdruckvermeidung einstellen müssen?
Oder wird man demnächst einen Klimaschadenmalus zahlen müssen
wenn man nicht ganz dicht ist im Eigenheim?
Dieser könnte dann verwendet werden,
um Politiker dauerhaft in ferne Länder zu verschicken,
damit dort das Klima gerettet wird.
Der Ablasshandel blüht
nicht nur im Bereich von Fitnessstudios, Magerquark
und Anti-Fress-Lust-Pillen
sondern auch im Bereich des Klimakarnevals.
Man stelle sich vor,
ein Urzeit-Grüner
hätte für die Erhaltung (= SCHUTZ!)
der 100% natürlichen Eiszeitgletscher über Mitteleuropa gesorgt.
Was wäre der Welt alles erspart geblieben ...
Amerika, Weltkriege, der Irakkrieg, die EU und noch übleres mehr.
Warum appelliert niemand an die kanzlerogen politmutierte
gelernte und promovierte Physikerin A. Merkel,
dass sie sich schämen möchte,
soviel von ihrer Fach-Ausbildung zweckgerichtet vergessen zu haben.
Warum stellt die vielen offenen Fragen
niemand den Beantwortungsverpflichteten?
Nützt nichts?
Was nützt dann?
Und warum tut das dann auch keiner?
Antwortete kürzlich ein schlauer Kopf des Fraunhofer-Instituts:
".... es gibt doch noch so viel Schlimmeres in dieser Welt."
Richtig. Nur: dagegen tut er auch nichts!
Frustrierte Grüße,
denn es klagen so viele und es leiden so wenige genug
in unserer Ich-Dämonarchie-AG.
Ein Prosit der simulationsgestützten Verblödung.
Wer genügend betäubt zu sein zuläßt,
verspürt keinen Schmerz mehr.
Gutenabendland.
Rainer Bolle
Ingenieur- und Sachverständigenbüro
DIPL.-PHYS. RAINER BOLLE
Bremen
info@rainer-bolle.de
BAUSCHÄDEN-FORUM
Rottach-Egern am Tegernsee
http://www.bauschädenforum.de
Bildzitat:

Textzitat:
"Bei der Nutzung des Prüfverfahrens nach der DIN EN 13829 (Anhang 4 EnEV) dürfen
nichtverschließbare Öffnungen nicht abgedichtet werden. Verschließbare Öffnungen
sind zu schließen.
Quelle: http://www.dibt.de/de/data/EnEG_Staffel8.pdf dort Seite 4
Durch die Streichung des Wortes "nicht" ist der oben beschriebene Widerspruch
aus der Welt."
08.05.2007
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