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Normen – Hürde oder Hilfe
Thesen zur Neugestaltung des Normungswesens von Dr.-Ing. Karl Morgen

These 1
Der Leidensdruck durch immer neue Normen hat die Schmerzgrenze erreicht

These 2
Die derzeitige Normungsarbeit ist ineffizient und teuer

These 3
Normungsarbeit muss professionalisiert werden

These 4
Die Neugestaltung des Normungsprozesses von „Bemessungs“-Normen hat gute Chancen

An Nachteilen der Normen wird aufgeführt:

  • zu umfangreich und daher kaum mehr überschaubar

  • schwer lesbar und werden zunehmend praxisfremder

  • sie fördern das „Black-Box-Denken“ und stellen damit ein Sicherheitsrisiko dar

  • die Normen sind trotz wachsender Komplexität nicht auf dem neuesten Stand

  • teilweise ineffiziente Arbeit der Normenausschüsse

  • fehlende Praxiserprobung der Regelwerke

  • sie verursachen hohe Kosten bei den Anwendern

"Die derzeit praktizierte Art der Normenerstellung stellt die volkwirtschaftlich teuerste Lösung dar."

erschienen in: VBI Nachrichten 6/2007

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Energieeffizienz von Gebäuden = Normenflut?

Dass Energieeffizienz von Gebäuden auch im Europäischen Raum eine wesentliche Rolle spielt, ist an Aktivitäten der Europäischen Kommission und CEN, dem europäischen Normungsinstitut, deutlich zu spüren. So sieht das am 22. Juni 2005 von der EU-Kommission verabschiedete „Grünbuch über Energieeffizienz oder Weniger ist mehr" die Notwendigkeit, die entschlossene Anwendung der GebäudeRL zu überwachen. Aufgabe der Kommission wird es dabei sein, den Mitgliedstaaten die notwendigen Werkzeuge für die Ermittlung des Energieprofils von Gebäuden zur Verfügung zu stellen. Eine Arbeit, die hauptsächlich über das European Committee for Standardization (CEN) geleistet wird. Auf nationaler Ebene wird dies eine Normenflut zur Folge haben, mit der sich die BAK-Vertreter in den Arbeitsausschüssen und Spiegelgremien des DIN, der Ausschuss Planen und Bauen sowie die BAK-Geschäftsstelle konfrontiert sehen werden. Derzeit ist die Anwendung der Normen durch die Mitgliedsstaaten freiwillig, jedoch enthält das Grünbuch bereits den Vorschlag, rechtsverbindliche Standards in eine ergänzende Fassung der GebäudeRL aufzunehmen, sollten diese Standards nicht eingehalten werden oder Gleichwertiges nicht nachgewiesen werden können.

aus:
Bundesarchitektenkammer (BAK), Jahresbericht 2004/2005
zur 77. Bundeskammerversammlung (BKV), Seite 26

Kommentar: Die Architekten hatten recht.

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Gesetze, Normen und Gütezeichen:
Wilde Reglementierungswut oder sinnvolles Qualitätsinstrument?



Düsseldorf, 05.07.07: Wie aus einer Studie von BauInfoConsult deutlich wird, sind 47 Prozent der Architekten, 43 Prozent der Bauunternehmer und 33 Prozent der Installateure der Meinung, dass die bestehenden Gesetze, Regeln und Normen nur in geringem Umfang einen Beitrag zu einem besseren Bauwerk leisten.


Weitere acht Prozent der Architekten, fünf Prozent der Bauunternehmer und zehn Prozent der Installateure sind sogar der Ansicht, dass die bestehenden Regelungen überhaupt nicht zu einem verbesserten Gebäude führen. Die negativen Auswirkungen der derzeit bestehenden Gesetze, Regelungen und Normen schlagen sich aus Sicht der Befragten in erste Linie in einer Erhöhung der Baukosten nieder. Fast jeder zweite Architekt und jeder zweite Bauunternehmer sowie knapp 30 Prozent der Installateure geben an, dass die bestehenden Regelungen zu einer Erhöhung der Baukosten beitragen. An zweiter Stelle führen diese insbesondere zu einer Verlängerung der Bauzeiten.



Die einen sprechen von Reglementierungs- und Normierungswut, für die anderen sind neue Gesetze, Normen und Zertifikate wichtige Richtlinien um zum Beispiel eine gewisse Qualität sicherzustellen. Die Meinungen gehen hier oftmals auseinander. Wie dem auch sei: Normen, Gesetze, Verordnungen und Gütesiegel sind praxisrelevant und aus dem Bauwesen nicht wegzudenken. Natürlich haben nicht alle Gesetze, Regeln und Normen zum Ziel, das Gebäude bzw. das Bauwerk zu verbessern. Aber dennoch scheinen aus Sicht der insgesamt 763 Befragten Architekten, Bauunternehmer und Installateure die positiven Auswirkungen auf das Bauwerk vergleichsweise gering zu sein. Lediglich ein Drittel der Architekten, 28 Prozent der Bauunternehmer und ein Viertel der Installateure bewerten den Beitrag der bestehenden Regelungen zu einem besseren Gebäude als sehr stark oder stark.

Wie ebenfalls aus der Untersuchung von BauInfoConsult deutlich wird, belasten immer wieder neue und vor allem strengere Regelungen die Akteure: 75 Prozent der Architekten, 67 Prozent der Bauunternehmer und 79 Prozent der Installateure sehen sich manchmal oder häufiger in der Praxis mit einer strengeren Gesetzgebung, mit Auflagen, Gütezeichen und Normen konfrontiert.



Quelle: BauInfoConsult
Pressemitteilung, 05.07.2007

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Die Baunormung ist nicht praxisgerecht

Praxisgerechte Baunormung:
Umfrage unter ZDB-Mitgliedsbetrieben zeigt grundsätzlichen Reformbedarf auf

Beitrag von Dipl.-Ing. Michael Heide, Geschäftsführer Unternehmensentwicklung
im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes

Vorbemerkung

Eine praxisgerechte Baunormung ist für alle am Baugeschehen Beteiligten von großer Bedeutung. Die Baunormung stellt die gemeinsame Sprache der am Planungs- und Bauprozess Beteiligten dar. Die anerkannten Regeln der Technik spiegeln sich weitestgehend in der Baunormung wider. Somit stellt die Baunormung nicht nur den technischen, sondern auch den wirtschaftlichen und juristischen Rahmen für das Baugeschehen dar. Deshalb sind die Qualität, aber auch die Praxisorientierung der Baunormung für alle am Bauprozess Beteiligten von größter Bedeutung.

Anforderungen an eine praxisgerechte Baunormung

Die Baunormung darf keine Plattform für die Vertretung von Einzelinteressen oder die Erprobung wissenschaftlicher Forschungen darstellen. Vielmehr soll sie in knapper Form die notwendigen Regelungen zur sicheren, dauerhaften und wirtschaftlichen, kurzum zur nachhaltigen Ausführung von Bauwerken enthalten. Die Kunst einer baupraxisgerechten Normung liegt gerade in der Beschränkung auf das Sinnvolle und nicht in der Regelung des Letztmöglichen. Wahre Ingenieurkunst beweist sich darin, in der Realität äußerst komplexe Strukturen auf praktikable, aber zugleich hinreichend genaue mechanische Modelle zu reduzieren. Hieraus resultiert im Idealfall eine Baunormung, die sich für alle Beteiligten wie ein verständlicher Leitfaden für die Errichtung von Bauwerken liest. Im Einzelnen definieren sich die Anforderungen an eine praxisgerechte Baunormung wie folgt:

• Normung von Bauprodukten

Bauherren, Verbraucher und ausführende Unternehmen müssen darauf vertrauen können, dass die Qualität von Bauprodukten ihrem Verwendungszweck entspricht. Es ist unabdingbar, maßgebende Eigenschaften wie Abmessungen, Maßtoleranzen, Festigkeiten und bauphysikalische Kennwerte von Bauprodukten zu normieren. Aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen resultieren unterschiedliche Anforderungen an die Materialien. Beispielsweise muss ein Klinkerziegel für ein Fassadensichtmauerwerk frostbeständig sein, ein Hintermauerziegel hingegen nicht. Eine praxisgerechte Materialnormung muss diese unterschiedlichen Anforderungen in Form von Leistungs- oder Güteklassen bzw. Mindeststandards widerspiegeln.

• Normen zur Planung und Ausführung

Fast alle Bauvorhaben stellen Unikate dar, deren Planung und Ausführung nicht durch Prototypen oder Vorserien optimiert werden kann. Deshalb muss bereits der „erste Wurf“ der Planung und Ausführung eines Bauvorhabens gelingen. Es gilt, eine Vielzahl von Bauteilen aus unterschiedlichsten Materialien und Konstruktionsarten zu einem dauerhaft funktions- und gebrauchstüchtigen Bauwerk zusammen zu fügen. Im Einzelnen gilt es der Statik, der Bauphysik (Feuchte-, Wärme-, Kälte- Schall- und Brandschutz), optischen Anforderungen und der Nachhaltigkeit des Bauwerks Rechnung zu tragen. Hierfür sind der Planung sowie der Bauausführung praktikable technische Regelungen an die Hand zu geben, die insbesondere die aus den sehr unterschiedlichen Einzelanforderungen resultierende Komplexität der Gesamtkonstruktion berücksichtigen müssen.

Somit muss bei der Regelung einzelner Anforderungen der Blick auf das Ganze gerichtet sein. Es darf nicht sein, dass bezüglich einer Einzelanforderung der Stand der Wissenschaft zur Messlatte erhoben wird, ohne die vielschichtigen übrigen Anforderungen an das Bauwerk sowie an die Wirtschaftlichkeit der Gesamtkonstruktion im Auge zu behalten.

Die einzelnen Fachnormen sind deshalb so übersichtlich und knapp wie möglich zu gestalten. Maxime der Baunormung muss es sein, die Anforderungen an die Baukonstruktionen auf einem technisch sowie wirtschaftlich sinnvollen Niveau zu regeln.

Situationsanalyse

In jüngster Zeit mehren sich kritische Stimmen, die eine immer mehr der Praxis entrückte Baunormung beklagen. Dazu gehören der ausufernde Umfang der Normung, der den Beteiligten einen Überblick nahezu unmöglich macht, wie auch die immer kürzer werdende Normungszyklen. Nicht nur die bloße Anzahl von über 3.000 Baunormen, sondern auch der ständig anschwellende Umfang der einzelnen Normen macht einen Überblick über die Baunormung selbst Normungsexperten nahezu unmöglich.

Der Nutzen der immer komplexer werdenden Regelungen wird kritisch hinterfragt, da nach Beobachtungen aus der Praxis hierdurch weder signifikant wirtschaftlichere noch leistungsfähigere oder dauerhaftere Konstruktionen erzielt werden. Vor diesem Hintergrund hat der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben eine Umfrage zum Thema „Mittelstandsgerechte Normung“ durchgeführt

Umfrage zur Baunormung

Das Deutsche Baugewerbe betrachtet die Baunormung als wesentliches Hilfsmittel. Sie wird als ein geeignetes Instrument angesehen, Innovationen nach einer ausreichenden Praxiserprobung als allgemein gültige Regeln zu verankern. So das Resümee der Umfrage. Die europäische Normung von Bauprodukten wird hingegen von einer großen Mehrzahl der befragen Betrieben negativ beurteilt. Ursache ist die in den europäischen Material normen oftmals fehlende oder in Bezug auf hiesige Verhältnisse und Anforderungen impraktikable Festlegung von Mindeststandards und -güten. Grundsätzlich muss wegen der unterschiedlichen bauaufsichtlichen Anforderungen, den unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen und den unterschiedlichen Bauweisen in den einzelnen EUMitgliedsstaaten die Normung der Bauausführung den einzelnen Mitgliedsstaaten vorbehalten bleiben.

Eine erhebliche Anzahl der befragten Unternehmen sieht die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 nicht als geeignetes Instrument an, die energetische Gebäudesanierung im notwendigen Maße zu fördern. Dies gilt insbesondere für die mit der EnEV verbundenen Normen und Nachweisverfahren. Allein die DIN V 18599 „Energetische Bewertung von Gebäuden“ umfasst derzeit mehr als 800 Seiten, wobei diverse weitere Normen zum Nachweisverfahren heranzuziehen sind.

Äußerst alarmierend ist, dass 80 % der befragten Unternehmen ihren Prüf- und Hinweispflichten gemäß VOB im Hinblick auf statisch-konstruktive Belange nicht ausreichend nachkommen können. Ursache dafür ist eine nicht praxisgerechte Normung, die die Tragwerksplanung auch für qualifizierte und oftmals bauvorlageberechtigte Baupraktiker zum „Buch mit sieben Siegeln“ werden lässt.

Die über Jahrzehnte bewährten Bemessungsnormen für Konstruktionen aus Mauerwerk, Beton, Stahlbeton, Holz und Stahl wurden durch äußerst komplexe Berechnungsformeln ersetzt, denen eine semiprobalistische Sicherheitsphilosophie zu Grunde liegt. Für übliche Bauwerke des Hoch- und Tiefbaus ist diese Art von Normung schlicht und ergreifend als unverhältnismäßig komplex zu beurteilen.

Da die Mehrzahl der ausführenden Unternehmen die tragwerksplanerischen Anforderungen nicht mehr nachvollziehen kann, wird durch die nicht-praxisgerechte Normung auch die Sicherheit unserer Bauwerken in Frage gestellt.

Forderungen des Deutschen Baugewerbes an eine zukünftige Baunormung

• Die Baunormung ist praxisgerecht zu gestalten
• Für Bauprodukte müssen Mindestanforderungen und -güten normiert sein. Diesbezüglich mangelhafte europäische Normen müssen überarbeitet oder durch nationale Normen ersetzt werden.
• Für übliche Hochbauten sind handhabbare Bemessungsnormen mit globalen Sicherheitsbeiwerten (wieder) einzuführen.
• Normen zur Bauausführung sollten sich inhaltlich auf die wesentlichen Anforderungen und Ausführungsweise beschränken.
• Das Anforderungsniveau in der Baunormung ist allgemein unter Gesichtspunkten der Verhältnismäßigkeit, Praktikabilität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu überprüfen.
• Die energetische Gebäudemodernisierung stößt bei einem zu hohen Anforderungsniveau an technische und wirtschaftliche Grenzen. Eine nochmalige Verschärfung der Anforderungen ist deshalb als kontraproduktiv abzulehnen.
• Die Nachweisverfahren zur EnEV sind praxisgerechter zu gestalten und in einer Norm mit deutlich weniger als 800 Seiten Umfang zu bündeln.

Presseinformation
ZDB, 3. Juli 2009

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Aufruf gegen Bürokratisierung im Normenwesen
Martin Aßmann. Udo F. Meißner, Karl Heinrich Schwinn, Günter Timm

Führende Vertreter des Berufstandes haben sich in einem Aufruf gegen die weiterhin drohende Verbürokratisierung des Ingenieurwesens gewandt.

VBI-Präsident Martin Aßmann, Bundesingenieurkammerpräsident Dr.-Ing. K. H. Schwinn, Günter Timm, Präsident der Prüfingenieure für Bautechnik, sowie der Vorsitzende des Fakultätentages Bauingenieur- und Vermessungswesen Prof. Dr.-lng. U. F. Meißner sprechen sich insbesondere gegen die Verkomplizierung des Normenwesens durch die Eurocode-Pakete und die DIN-Fachberichte aus. Der Aufruf lautet wie folgt:

"Normenflut gegen Ingenieurverstand"

Bauingenieure müssen bei ihrer Arbeit Naturgesetze, z.B. der Mechanik, und viele Fakten, z. B. die Eigenschaften von Baustoffen, kennen und sie bei ihren Entwürfen und bei der Ausrührung sorgfältig beachten. Studium, laufende Weiterbildung und Berufserfahrung vermitteln ihnen die dafür notwendigen Kenntnisse.

Was uns bevorsteht, hat mit der eigentlichen Aufgabe von Baubestimmungen in großem Umfang nichts mehr zu tun: Baubestimmungen haben das festzuhalten, was normativ für normale Bauaufgaben ist. Jetzt aber würden Bauingenieure zu technischen Juristen degradiert. Unsere Arbeit würde beherrscht werden von dem Zwang, ja keine Regel zu verletzten. Für einen guten Entwurf wird uns immer weniger Zeit bleiben, und das zu einem Zeitpunkt, in dem mit Recht von vielen Seiten der Niedergang der Baukultur beklagt wird.

Ein riesiges unübersehbares Eurocode-Paket kommt auf uns zu und daran anknüpfend Produktnormen, Bauregellisten (die keine Bauregeln enthalten!), nationale Anwendungsdokumente und anderes mehr. Parallel dazu entstehen neue nationale Baubestimmungen und DIN-Fachberichte. Die meisten in der Praxis tätigen Bauingenieure haben die Übersicht über diesen Wust von Regelungen verloren. Sie verstehen die vielen völlig überflüssigen Regel nicht mehr, die obendrein schlecht geordnet mit inhaltlich und sprachlich großen Mängeln und Widersprüchen präsentiert werden. Wesentliches geht gegenüber Unwesentlichem unter, die daraus entstehende  Gefahr kann gar nicht überschätzt werden.

Die Befürworter begründen die europäische Nonnenflut damit, dass die Vermischung von Regeln und Grundlagen wegen des unterschiedlichen Wissenstandes in den einzelnen Ländern notwendig sei. Dem treten die Unterzeichner mit der Forderung entgegen, dass Normen das bleiben müssen, was sie im wesentlichen bisher waren. Der Ausgleich des Wissens muss nationalen Kommentaren mit Beispielen vorbehalten bleiben.

Die Fehlentwicklung hängt auch damit zusammen, dass immer mehr aufwendige, vermeintlich wirklichkeitsnähere Nachweise an die Stelle von kurzen und bewährten Regeln treten, in vielen Fällen rechtfertigt die Unzuverlässigkeit der Ausgangsdaten - dies oft wegen des rauen Baustellenbetriebes - den Aufwand nicht. Manche dieser neuen Regelungen würde entfallen, wenn man sich an das Wort von Aristoteles erinnert: ,,Der geschulte Mann erstrebt keine größere Genauigkeit, als es das Wesen des Gegenstandes vernünftigerweise zulässt." Und Ergebnisse der Forschung von heute - oder sogar von morgen - gehören nicht in die Baubestimmungen von heute!

Die Unterzeichner dieses von Universitätsprofessor Dr.-Ing. Dr.-mg. E.h. Joachim Scheer initiierten und mit ihnen abgestimmten Aufrufes appellieren an alle, diese Epidemie zu stoppen und in den zuständigen Gremien mitzuwirken, dass keine überflüssige und keine mangelhaft formulierte Regel in Baubestimmungen verbleibt. Sie sind sich dabei des Wortes von Arthur Schopenhauer bewusst:

,,Jede Wahrheit durchläuft drei Stufen: Erst erscheint sie lächerlich, dann wird sie bekämpft, schließlich ist sie selbstverständlich." Sie rechnen mit der in den ersten beiden Stufen vorausgesagten Reaktion, hoffen aber, dass die dritte Phase erreicht wird."

Deutsches Ingenieurblatt, Heft 7/8, Juli/August 2003
Norm & Regel, Seite 26/27

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