Wie gut schützt ein Haus gegen Sommerhitze?
Neue Untersuchungen zum sommerlichen Wärmeschutz
Die Sommer werden immer wärmer. Experten gehen sogar davon aus, dass in
Deutschland in Zukunft mediterranes Klima herrschen wird. Wie gut ein Haus gegen
sommerliche Hitzeperioden schützt, wollte das Informationszentrum MASSIV MEIN
HAUS e.V. genauer wissen. Es ließ am Beispiel eines modernen Pultdachhauses die
Innentemperaturen bei einer schweren und bei einer leichten Bauweise
untersuchen. Ergebnis der Simulation: Massiv aus Mauerwerk und Beton gebaut,
hatte das Einfamilienhaus im Sommer deutlich niedrigere Innentemperaturen und
weniger tägliche Temperaturschwankungen als in Holzständerbauweise. Dieses
Ergebnis bestätigt praktische Erfahrungen: Wer unterm Dach wohnt, weiß nur zu
genau, wie unangenehm heiß es dort werden kann.
„Massivbauten aus Mauerwerk und Beton bleiben aufgrund ihrer großen Wärme
speichernden Massen bei Sommerhitze kühler,“ erläutert Reiner Pohl,
Geschäftsführer von MASSIV MEIN HAUS, die Ergebnisse der Untersuchung. „Im
Jahresmittel überschritten die Raumtemperaturen den zulässigen Grenzwert nur um
3,4 %. Sie stiegen maximal auf 28,9° C“. Im Holzhaus dagegen überstieg die
Innentemperatur an 13,1% der Tage diesen Grenzwert und es heizte sich bis zu
32,8° C auf.
Viele Hausbesitzer aber auch Hausanbieter glauben, sommerlicher Wärmeschutz sei
nur eine Empfehlung. Doch das stimmt nicht. Sowohl die geltende
Energieeinsparverordnung als auch DIN 4108-2 legen fest, dass die Temperaturen
im Haus an maximal 10 % der Aufenthaltszeit einen Grenzwert überschreiten
dürfen. Ausreichend hoher sommerlicher Wärmeschutz ist damit eine Eigenschaft,
die immer zu gewährleisten ist. Wer sich für ein Massivbau entscheidet, liegt im
Sommer wie im Winter auf der sicheren Seite.
Kostenlose Broschüren zum Thema Wärmeschutz und sonstige Planungstipps rund um
den Hausbau können Interessierte unter Fon:0821-7849773, E-mail: info@massiv-meinhaus.de
anfordern oder im Internet unter www.massiv-mein-haus.de nachlesen.
Bei großer Sommerhitze hätte auch der Eisbär gerne ein massiv gebautes Haus
- Langfassung -
Vergleichende Untersuchung des sommerlichen Raumklimas bei Massivbauten und
Holzbauten
Heiße Sommer wie in den Jahren 2003 und 2006 demonstrieren fühlbar, wie wichtig
sommerlicher Wärmeschutz ist. Selbst in ihren Häusern und in Büros litten die
Menschen unter unerträglich hohen Temperaturen. Nachts konnten sie kaum
schlafen. Zeigen sich bei hoch gedämmten Häusern mit ausreichenden
Verschattungseinrichtungen Unterschiede zwischen einer schweren und einer
leichten Konstruktion? Das Informationszentrum MASSIV MEIN HAUS e.V. wollte es
genauer wissen. Es ließ am Beispiel eines Pultdachhaus die Innentemperaturen
simulieren.
Auch im Sommer müssen die Temperaturen in Wohngebäuden erträglich bleiben. Das
fordern die Energieeinsparverordnung und DIN 4108 „Wärmeschutz im Hochbau“. „Wir
untersuchten am Beispiel eines Einfamilienhauses durch thermische Simulation,
wie die Temperaturgänge innerhalb des Hauses bei sommerlichen Außentemperaturen
verlaufen, erläutert Andreas Lahme vom Planungsbüro ALware, Braunschweig. Dabei
verglich er ein einmal mit Kalksandsteinmauerwerk und einmal in Holzständerwerk
errichtetes modernen Pultdachhaus, wobei er jedes Mal die gleiche Wärmedämmung
der Gebäudehülle zugrunde legte.
Randbedingungen
Grundlage der Simulation war ein unterkellertes, nach Süden orientiertes
Pultdachhaus, mit der Wohnfläche ohne Keller von 138,8 m² und 209,7 m²
einschließlich Keller. Der Fensterflächenanteil der Südfassade betrug 35,8 %,
der Westfassade 13,9 %, der Ostfassade 18,4 % und der Nordfassade 23, 0 %. Alle
Fenster auf der Süd-, Ost- und Westseite erhielten Verschattungseinrichtungen
mit einem Verschattungsfaktor bis zu
50 %, die je nach Bedarf abhängig von der Einstrahlung in der Fensterebene
aktiviert wurden.
Die U-Werte des Daches, der Fenster und des Kellers sind gleich. Bei den
Außenwänden ergab sich durch die unterschiedliche Konstruktion eine kleine
Abweichung (U = 0,22 W/m²K bei der Massivbauweise und U = 0,20 W/m²K bei der
Holzbauweise). Beide Häuser haben wegen der fast gleichen U-Werte nahezu den
gleichen Heizwärmebedarf (Massivhaus 44,3 kWh/m²a, Holzhaus 43,0 kWh/m²a). Sie
halten damit das Niveau der heute vielfach angestrebten KfW-60-Häuser.
Für die internen Wärmequellen sowie für die Belüftung wurden einheitliche
Randbedingungen festgelegt. Die beiden Bauweisen unterschieden sich damit im
wesentlichen in Bezug auf ihre Wärmespeichermassen. Die Simulation erfolgte mit
den Klimadaten des Standortes Frankfurt.
Ergebnis der Untersuchung
Die Simulation zeigte die Stärken des Hauses aus Mauerwerk und Beton. Es blieb
deutlich kühler. Im Jahresmittel überschritten die Raumtemperaturen den
zulässigen Grenzwert nur um 3,4 % und erreichten höchstens 28,9° C“. Damit hielt
es die Anforderung der DIN 4108-2, dass der Temperaturgrenzwert nur in 10% der
Nutzungszeit durch Sonneneinstrahlung überschritten werden darf, ohne weiteres
ein. Beim Holzhaus dagegen lagen die Überhitzungshäufigkeiten bei 13,1% bei
einer Maximaltemperatur von 32,8° C. Die tägliche Schwankungsbreite der
Raumtemperatur lag auch deutlich höher, als bei dem Massivhaus.
Die Überhitzung beschränkte sich beim Massivhaus vor allem auf die Monate Juli
und August, beim Holzhaus umfasste sie den Zeitraum von April bis Oktober. „Das
günstigere Verhalten der Massivhäuser ist in erster Linie auf seine größeren
Wärmespeichermassen zurückzuführen“, so Lahme. Die vollständigen
Untersuchungsergebnisse können aus dem im Internet unter www.massiv-mein-haus.de
heruntergeladen werden.
Gesetzgeber verlangt Nachweis
Über das energiesparende Bauen wird der sommerliche Wärmeschutz schnell
vergessen. Viele denken, es handelt sich hierbei nur um eine Empfehlung. Doch
das stimmt nicht. Sommerlicher Wärmeschutz ist sowohl in der
Energieeinsparverordnung als auch in DIN 4108-2, Ausgabe April 2003 umfassend
geregelt. Damit ist er eine zugesicherte Eigenschaft und auch ohne besondere
vertragliche Vereinbarung zu gewährleisten. Mit ihren detaillierten und
schärferen Regelungen verlangt die seit April 2003 geltende DIN 4108-2 einen
sehr detaillierten Nachweis und höheren sommerlichen Wärmeschutz als die
Energieeinsparverordnung.
Das Rechenverfahren für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN
4108-2 unterscheidet zwischen leichten, mittleren und schweren Bauarten. Es
berücksichtigt damit, dass die schweren Bauteile wie Mauerwerk und Betondecken
mit ihrer Wärmespeicherfähigkeit wie eine „natürliche Klimaanlage“ wirken, denn:
Erstens nehmen schwere Wände und Decken überschüssige Wärme vorübergehend auf.
Zweitens behindern massive Außenwände die Wärmeleitung von außen nach innen. Sie
lassen die hohen Temperaturen sonnenbestrahlter Fassaden nur langsam
(Phasenverschiebung) und stark abgeschwächt (Amplitudendämpfung) durch. Die
Temperaturspitze erreicht die Innenseite erst am Abend, wenn es draußen bereits
kühl ist. Durch Fensterlüftung während der Nachtstunden kühlen Massivbauten
ausreichend aus, um tagsüber als „Kühlelement“ zur Verfügung zu stehen. Die
Raumtemperaturen halten sich tagsüber im angenehmen Bereich.
Grenzwerte für den sommerlichen Wärmeschutz
Um regionale Unterschiede bei sommerlichen Klimaverhältnissen zu
berücksichtigen, gibt DIN 4108-2 Grenzwerte der Innentemperaturen für drei
Klimaregionen vor. Folgende Tabelle zeigt die vorgeschriebenen Grenzwerte. Sie
dürfen maximal während 10 % der Aufenthaltszeit höher liegen. Im Klartext heißt
das, dass die Temperaturen in Wohngebäuden höchsten 2,4 Stunden, in Bürogebäuden
höchstens eine Stunde am Tag die vorgegebenen Werte überschreiten dürfen.
|
Sommer-Klimaregion |
Merkmal der Region |
Grenzwert der Innentemperatur
|
Höchstwert der mittleren monatlichen
Außentemperatur |
|
A |
sommerkühl |
25 °C |
16,5 °C
und weniger |
|
B |
gemäßigt |
26 °C |
16,5 °C
bis 18 °C |
|
C |
sommerheiß |
27 °C |
mindesten 18 °C |
Schlussfolgerungen:
Sommerlicher Wärmeschutz ist entsprechend der Wärmeschutzverordnung und DIN
4108-2 eine geschuldete Eigenschaft, also auch ohne besondere vertragliche
Vereinbarung zu gewährleisten. Die thermische Simulation des Pultdachhauses
zeigte, dass das überprüfte Holzhaus die für den sommerlichen Wärmeschutz
zugrunde gelegten Kriterien nicht einhielt. Das Ergebnis ist tendenziell
sicherlich auf andere Hausgeometrien übertragbar und entspricht auch der
praktischen Erfahrung.
Wer unter einem leicht gebautem Dach wohnt, weiß, wie unerträglich warm es
werden kann, wenn der sommerliche Schutz gegen Überhitzung nicht stimmt.
Bauherrn sollten sich deshalb außer dem Nachweis des Primärenergiebedarfes nach
Energieeinsparverordnung auch den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes
vorlegen lassen und auf seiner Einhaltung bestehen.
Unter www.massiv-mein-haus.de finden Bauherren zahlreiche Produkt unabhängige
Informationen rund um den Hausbau. Wer die Bautipps lieber in Druckform liest,
kann die kostenlosen Broschüren des Infozentrums Massiv Mein Haus e.V. unter
Fon:0821-7849773, E-mail: info@massiv-meinhaus.de anfordern.
massiv-mein-haus.de
Friedberg, den 10.08.2006
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Naturbaustoff Ziegel blockt die Hitze
Unipor-Ziegelwände bieten massiven Hitzeschutz
Hitzeperioden und extreme Wetterlagen: Während die
Sonne schon im Frühjahr viele Menschen ins Freie lockte, können hohe
Temperaturen in den eigenen vier Wänden leicht zur Qual werden.
Aufgeheizte Räume lassen bis in die Abend- und Nachtstunden kein Ausruhen
zu. Schon beim Bau des Eigenheims sollte deshalb auf sommerlichen
Hitzeschutz geachtet werden. Wichtig ist die Wahl des richtigen
Baustoffes, der im Winter gegen Kälte und im Sommer gegen Hitze schützt.
Eine aktuelle Studie belegt: Massive Ziegelwände sorgen im Gegensatz zu
"leichten" Wandkonstruktionen für durchgehend angenehme Raumtemperaturen.
Möglich macht es die hohe Speichermasse des Mauerwerks. "Ziegel-Außenwände
nehmen die Hitze tagsüber auf und geben sie erst in den kühlen
Abendstunden abgeschwächt nach Innen weiter. Mauerziegel wirken damit wie
eine ‚natürliche Klimaanlage'" erklärt Dr.-Ing. Thomas Fehlhaber von der
Unipor-Gruppe.

Rekordsommer und steigende Temperaturen:
Massive Häuser aus Unipor-Ziegeln bieten Wohn-
Oasen mit angenehmen Wohlfühltemperaturen.
Foto: UNIPOR, München.
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen
für die Menschheit. Extreme Wetterlagen und hohe Temperaturen treten auch
in Deutschland immer häufiger auf. Im Winter und Frühjahr waren im
gesamten Bundesgebiet extrem warme Tage zu beobachten. Laut IPCC-Bericht
zum Klimawandel steigen in ganz Europa die
Jahresdurchschnitts-Temperaturen stetig an. Die Folge sind Hitzeperioden,
Stürme und sintflutartige Regenfälle. Politik und Behörden reagieren
inzwischen darauf: So fordert beispielsweise das Umweltbundesamt - neben
der Verringerung von CO2-Emmissionen - auch den Einsatz von Baustoffen,
die klimabedingten Extremen stand halten.
Massive Mauerziegel erweisen sich dabei in mehrfacher
Hinsicht als die richtige Wahl: Ständig weiterentwickelt in punkto
Wärmedämmung und Feuchte-Regulierung reduzieren Ziegelwände nicht nur den
Heizenergie-Verbrauch erheblich, sondern verhindern in den Sommermonaten
auch das Überhitzen der Räume. "Die Speichermasse massiver Ziegelwände
nimmt am Tag übermäßige Wärme auf. Sinken dann in der Nacht die
Außentemperaturen, gibt das Mauerwerk die Wärme wieder nach Innen ab,"
erläutert Unipor-Geschäftsführer Thomas Fehlhaber. "Fachleute bezeichnen
diesen Effekt als Phasenverschiebung". Südliche Länder nutzen deshalb seit
jeher die Vorteile des Ziegels für den Bau ihrer Wohn- und
Geschäftshäuser.
Verordneter Wärmeschutz - auch im Sommer
Sommerlicher Wärmeschutz ist sowohl in der Energieeinsparverordnung (EnEV)
als auch in DIN 4108-2 geregelt - und damit eine geschuldete Eigenschaft
im Wohnungsbau. Das bedeutet: Gebäude müssen auch ohne gesonderte
Vereinbarung so geplant sein, dass die Innentemperatur an heißen Tagen
unter einem zulässigen Grenzwert bleibt. Die Norm gibt dabei drei
verschiedene Grenzwerte für unterschiedliche Klimaregionen vor. Die
Raumtemperatur darf im Tagesverlauf in höchstens zehn Prozent der
Aufenthaltszeit diese Grenzwerte überschreiten.
Bauweisen im Vergleich
Welche Bedeutung unterschiedliche Bauweisen beim sommerlichen Hitzeschutz
haben, zeigt eine Studie des Ingenieurbüros für Bauphysik ALware in
Braunschweig: Mit Hilfe von Computer-Simulationen verglichen die
Bauphysiker Raumtemperaturen in einem Unipor-Ziegelhaus mit denen in einem
Holzständerhaus. Es zeigte sich: Im Ziegelhaus wurden die zulässigen
Grenztemperaturen nur in 5,7 Prozent, beim Leichtbau in 12,8 Prozent der
Aufenthaltszeit überschritten. Zudem stiegen im Ziegelhaus die
Raumtemperaturen maximal auf 29,7 Grad, im Holzbau auf 32,1 Grad. Damit
erfüllte nur das Ziegelhaus die Anforderungen an den sommerlichen
Wärmeschutz.

Massiv- und Leichtbauweise im Vergleich: Die Studie des Ingenieur-
büros
für Bauphysik ALware zeigt den Einfluss der Innenbauart auf
die
Raumtemperatur. Durch seine hohe Speichermasse schneidet
der Massivbau
beim Hitzeschutz gegenüber der Leichtbauweise
deutlich besser ab.
Foto: UNIPOR, München.
Das Ergebnis belegt: Gebäude mit Wärmespeichermassen
aus Ziegeln schützen besser gegen Überhitzung als Gebäude in
Leichtbauweise. Auch der Geldbeutel des Bauherren freut sich: Denn
Ziegelhäuser puffern Temperaturspitzen so stark ab, dass die Anforderungen
an den sommerlichen Wärmeschutz auch ohne kostspielige Zusatz-Maßnahmen
eingehalten werden können.
Quelle:
www.unipor.de
Presse News 4-07-07-02
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Sommerlicher Wärmeschutz – eine geschuldete Eigenschaft
Über das Energie sparende Bauen gerät der sommerliche Wärmeschutz leicht
in Vergessenheit. Heiße Sommertage demonstrieren jedoch fühlbar, wie
wichtig er ist. Spätestens im extrem heißen Sommer 2003 zeigten sich die
Stärken der Massivhäuser aus Mauerwerk und Beton. Ihre Wärmespeichermassen
leisten auch ohne energieschluckende Klimaanlagen einen erheblichen
Beitrag zu ausgeglichenen Raumtemperaturen. Dagegen stiegen die
Raumtemperaturen in Gebäuden mit geringen Wärmespeichermassen und mit zu
großen Verglasungen teilweise unerträglich an. Die Menschen schwitzten
tagsüber in den Büros und Wohnungen. Nachts konnten sie kaum schlafen.
Die Energieeinsparverordnung verlangt ausdrücklich den Nachweis, dass an
heißen Tagen auch ohne Klimaanlage die Temperaturen in Gebäuden nicht
unzumutbar steigen. Mit ihren detaillierteren und schärferen Regelungen
verlangt die seit April 2003 geltende DIN 4108-2 einen noch genaueren
Nachweis und höheren sommerlichen Wärmeschutz als die
Energieeinsparverordnung. Sommerlicher Wärmeschutz benötigt damit keine
besondere vertragliche Vereinbarung. Das bedeutet: Bereits die Planung
muss gewährleisten, dass die Innentemperatur des Gebäudes an heißen Tagen
unter dem zulässigen Grenzwert bleibt.
Einzelheiten regelt DIN 4108-2. Im Rechenverfahren für den Nachweis des
sommerlichen Wärmeschutzes unterscheidet die Norm zwischen leichten,
mittleren und schweren Bauarten. Bei schweren Bauarten sind die
Anforderungen am geringsten. DIN 4108-2 berücksichtigt so, dass die
Wärmespeichermassen schwerer Bauteile wie eine „natürliche Klimaanlage“
wirken.
Um regionale Unterschiede bei sommerlichen Klimaverhältnissen zu
berücksichtigen, gibt die Norm Grenzwerte der Innentemperaturen für drei
Klimaregionen vor. Nebenstehende Tabelle zeigt die maximalen Grenzwerte.
Sie dürfen höchstens während 10 % der Aufenthaltszeit höher liegen. Im
Klartext heißt das, dass die Temperaturen in Wohngebäuden höchsten 2,4
Stunden, in Bürogebäuden höchstens 1 Stunde am Tag die vorgegebenen Werte
überschreiten dürfen.
Grenzwerte der Innentemperaturen nach DIN 4108-2
|
Sommer-Klimaregion |
Merkmal der Region |
Grenzwert der
Innentemperatur |
Höchstwert der mittleren
monatlichen Außentemperatur |
|
A |
sommerkühl |
25 °C |
16,5 °C und weniger |
|
B |
gemäßigt |
26 °C |
zwischen 16,5 °C und 18
°C |
|
C |
sommerheiß |
27 °C |
mindesten 18 °C |
Immer mehr Firmen bauen ihre
repräsentativen Bürogebäude in faszinierender Glasarchitektur.
Glasfassaden haben jedoch den Nachteil extremer Temperaturschwankungen,
zeigt die Studie „Glasarchitektur – Lehren aus einem Großversuch“ des
Instituts für Wohnen und Umwelt in Darmstadt. In Bezug auf den
sommerlichen Wärmeschutz spricht sie ein vernichtendes Urteil. Zitat: „Die
Glasbauten weisen im Sommer tagsüber häufig Temperaturen auf, die über der
Außentemperatur liegen. Das ist die eigentliche Ursache für die
„Unerträglichkeit“ des sommerlichen Raumklimas, von dem die Angestellten
berichten. Auch Massivbauten wurden im heißen Sommer 2003 sehr warm, aber
stets lag die Innentemperatur tagsüber bei verschatteten Fenstern unter
der Außentemperatur.“
Das Bielefelder Landgericht hat jetzt in einem Urteil vom 16.4.2003 (Az::3
O 411/01) entschieden, dass die Raumtemperatur in einem Büro 26°C nicht
überschreiten darf, es sei denn, draußen herrschen Temperaturen von mehr
als 32° C. Geklagt hatte eine Anwaltskanzlei in Gütersloh, die 1999 in
einem Neubau mehrere Geschosse angemietet hatte. Regelmäßige Messungen
ergaben, dass die Innentemperatur an mehreren Tagen auf 32° C anstieg,
obwohl es draußen kühler war. Das sommerliche Raumklima war bei der
Planung nicht beachtet worden.
Wohngebäude, Bürogebäude, Kindergärten, Schulen – überall, wo sich
Menschen länger aufhalten, sollten über alle vier Jahreszeiten ein
angenehmes Raumklima mit ausgeglichenen Temperaturen gewährleisten.
Massivbauten aus Mauerwerk und Beton leisten hier einen wichtigen Beitrag,
bestätigen auch praktische Erfahrungen. Nicht umsonst entstand der
anschauliche Begriff „Barackenklima“. Unter Dächern in Leichtbauweise
haben in den heißen Sommermonaten schon viele kaum Schlaf gefunden. Sind
Wohn- und Schlafräume unter dem Dach eingeplant, sollten Bauherren deshalb
überlegen, ob sie nicht ein Massivdach aus Leichtbeton-, Porenbeton- oder
Ziegelelementen wählen sollten. Schwere Massivdächer schützen mit ihren
Wärmespeichermassen vor zu großen Temperaturschwankungen. Diese Vorteile
sollte man für das ganze Haus nutzen.
Weitere kostenlose Informationen bei der Informationszentrale MASSIV MEIN
HAUS e.V., Fon: (0821) 7849773, Fax: (0821) 784447, E-mail:
info@massiv-mein-haus.de

Wärmespeichermassen, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen
Wand- und Fensterflächen sowie Verschattungseinrichtungen, zum Beispiel
ein großer Dachüberstand, gewährleisten ausreichenden sommerlichen
Wärmeschutz

Massiv Mein Haus e.V.
20.11.2003
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Markisen schützen vor UV und Hitze
Schick fürs Haus
(ddp direkt) - (dtd). Natürlich sind Markisen Geschmackssache und unterliegen
modischen Trends. Doch weil deren Zyklen in weit langsameren Wellen ablaufen als
bei der Kleidung, sollte die Auswahl von Farbe und Design nicht vorschnell
erfolgen. Schließlich prägt eine Qualitätsmarkise das Erscheinungsbild von
Fassade und Garten eines Hauses für lange Jahre. Deshalb hier einige Tipps.
Die Stofffarbe beeinflusst die Stimmung
Zunächst einmal muss der Markisenstoff mit der Farbe des Hauses und seinen
Materialien harmonieren. Ist beispielsweise die Hausfassade durch eine
Holzverkleidung oder Steinplatten sehr unruhig gestaltet, sollten eher
unifarbene oder Ton in Ton gestreifte Textilien bei der Markise zum Einsatz
kommen. Naturtöne liegen nach Auskunft des badischen Markisenherstellers Klaiber
(www.klaiber.de) derzeit im Trend, und gedeckte Unis haben
ebenfalls viele Fans. Die Stofffarben beeinflussen aber auch die Stimmung auf
der Terrasse durch das Licht, das sie passieren lassen. Blaue Töne wirken kühl
und beruhigend, Rot- und Gelbtöne dagegen vitalisierend und stimulierend. Der
Farbe Grün ordnet die Farbpsychologie Frische, Natürlichkeit und Jugendlichkeit
zu.
Gutes Gewebe schluckt schädliche UV-Strahlung
Markisenexperten raten auch dazu, neben dem Aussehen auf die Stoffqualität und
den UV-Schutz zu achten. 95 Prozent und mehr der gefährlichen Strahlung
absorbiert ein gutes Gewebe - das ist besonders wichtig, wenn oft kleine Kinder
auf der Terrasse spielen, die auf direkte Sonneneinstrahlung noch sehr
empfindlich reagieren. Als Lichtschutz kann die Markise außerdem wie eine
natürliche Klimaanlage für die Wohnräume wirken. Im Sommer verhindert sie den
direkten Einfall der Sonnenstrahlen in die Räume und hält sie angenehm kühl. Der
Energieaufwand im Vergleich zu einer zusätzlichen Kühlung mit der Klimaanlage
lässt sich damit um bis zu 80 Prozent und mehr reduzieren.

Markise und Fassadengestaltung sollten sich nach
Möglichkeit zu einer harmonischen Einheit fügen.
Foto: djd/Klaiber Sonnenund Wetterschutztechnik
ddp direkt - Medien-Info-Service
27.02.2008
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